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27.11.2012

17:58 Uhr

Börse Frankfurt

ESM-Urteil und Hellas-Entscheidung schieben den Dax

Der Dax hat am Dienstag mit Kursaufschlägen auf die anstehenden weiteren Griechenland-Hilfen und das positive EuGH-Urteil zum Rettungsschirm ESM reagiert. Tagesgewinner im Dax waren die beiden Fresenius-Konzerne.

Dax-Anleger in Frankfurt. Reuters

Dax-Anleger in Frankfurt.

FrankfurtGrünes Licht für den Euro-Rettungsschirm ESM und die Vereinbarung neuer Hilfen für das angeschlagene Griechenland sorgten am Dienstag für Gewinne bei den Dax-Anlegern. Der deutsche Leitindex notierte bei Börsenschluss 0,55 Prozent fester bei 7332 Punkten. Der MDax legte 0,6 Prozent zu auf 11.437 Zähler zu, der TecDax gewann 0,8 Prozent und schloss am Abend bei 836 Stellen.

Seit Dienstagnacht kann das von der Pleite bedrohte Griechenland auf die Auszahlung weiterer Milliardenkredite im Dezember hoffen. Die internationalen Gläubiger einigten sich in Brüssel grundsätzlich auf die Hilfen und wollen die Schulden des Landes längerfristig mit einem Maßnahmenpaket um 40 Milliarden Euro senken.

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Vorgesehen ist etwa der Rückkauf griechischer Staatsanleihen von privaten Investoren, die Verwendung von Gewinnen der Europäischen Zentralbank sowie niedrigere Zinsen und längere Laufzeiten. Die nächsten Hilfskredite sollen formell am 13. Dezember beschlossen werden, wenn die Billigung durch die nationalen Parlamente vorliegt. Wie das Programm bezahlt werden soll, war zunächst unklar.

Griechenland bekommt von seinen internationalen Geldgebern bei Erfüllung von Spar- und Reformvorgaben schrittweise bis zu 43,7 Milliarden Euro ausgezahlt. Im Dezember sind 34,4 Milliarden Euro fällig. Davon sind 23,8 Milliarden Euro zur Stützung der angeschlagenen Bankenbranche und 10,6 Milliarden für den Staatshaushalt vorgesehen. Ohne die Hilfen kann die Regierung in Athen bald keine Rechnungen, Löhne und Renten mehr bezahlen. Weitere 9,3 Milliarden Euro werden Anfang 2013 in mehreren Zahlungen fällig, wenn das Land die Bedingungen erfüllt. Der Bundestag will nach derzeitigen Planungen am Donnerstag abschließend über das neue Hilfspaket entscheiden.

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Die Griechenland-Beschlüsse sorgten am Markt für Erleichterung, sagte Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko Markets. Gleichzeitig gab sie aber zu bedenken, dass sich die Politik lediglich etwas mehr Zeit verschafft habe, da es keinen Schuldenschnitt für den angeschlagenen Staat gegeben habe. In den Augen von Gregor Kuhn, Analyst beim Broker IG, dürften nun die US-Haushaltsverhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten zusehends in den Fokus rücken. Sollten sich die beiden Parteien nicht einigen, drohen zum Jahresende automatische Steuererhöhungen und Budgetkürzungen.

Für positive Nachrichten sorgte am Morgen auch der Europäische Gerichtshof. Der ständige Rettungsschirm für die Hilfe von Euro-Staaten in Finanznöten verstößt nicht gegen die Grundlagenverträge der Europäischen Union, entschied das Gericht in einem Urteil und wies damit eine entsprechende Klage des unabhängigen irischen Abgeordneten Thomas Pringle ab.

Einem Vorschlag zufolge soll der europäische Rettungsschirm Griechenland zehn Milliarden Euro leihen. Damit könnte das Land dann eigene Schulden im Wert von 30 Milliarden Euro zurückkaufen und so seine Verbindlichkeiten um etwa 20 Milliarden Euro verringern.

Kommentare (22)

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27.11.2012, 09:09 Uhr

Der Kommunismus ist zurück - ein Finanzplan für Griechenland über 8 Jahre!!! wurde beschlossen und die Aktienmärkte steigen und steigen, einfach nur Surreal.

Account gelöscht!

27.11.2012, 09:15 Uhr

Der wallstreet Handel ist nicht detailliert beschrieben: Der Dow verlor zwischenzeitlich 280 Punkte

PubliusAeliusHadrianusOlympios

27.11.2012, 09:30 Uhr

Gleich zum Frühstück eine schlechte Nachricht.

Brüssel will schlichtweg, dass griechische Volk, vorbeugend für alle mediterranen Kolonialgebiete, weiter am Tropf bzw. unter Drogen halten.

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