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29.08.2012

18:01 Uhr

Börse Frankfurt

EZB und US-Notenbank lähmen den Dax

Heute wollte keine richtige Kaufstimmung aufkommen. Für die Investoren gibt es im Vorfeld der Notenbankkonferenzen keine Gründe, um mit Aktien zu handeln. Sie warten lieber ab und lassen die Experten streiten.

7.000er Marke bleibt das Maß der Dinge

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DüsseldorfWenn man Menschen fragt, was sie unter dem Begriff "Börse" verstehen, dann fallen die Antworten meist sehr ähnlich aus. Sie assoziieren die Börse mit Geld, gestressten Händlern, Computern, die Aktien in einem Bruchteil einer Sekunde kaufen und verkaufen, Spekulationen und vielen anderen ähnlichen Dingen. Doch von dieser eifrig arbeitenden Geldmaschine war heute nicht viel zu sehen. Am Mittwoch ließen es die Börsen sehr entspannt zugehen. Bei extrem dünnen Umsätzen schloss der deutsche Aktienindex mit 0,1 Prozent auf 7.011 Punkte leicht im Plus. Die zweite Reihe beendete den heutigen Handelstag etwas deutlicher im grünen Bereich. Der MDax stieg um 0,6 Prozent auf 11.064 Punkte und der TecDax notierte 0,5 Prozent fester auf 795 Zähler.

Der Tag an den Märkten (Stand: 18:00 Uhr)

Dax

+ 1,0 Prozent

Euro Stoxx 50

+ 1,25 Prozent

Dow Jones

+ 0,35 Prozent

Nikkei

- 0,58 Prozent (Schlusskurs vom 11.10)

Euro

1,2921 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Gold

1.769 Dollar (+ 0,4 Prozent)

Öl (Brent)

116,48 Dollar (+ 1,3 Prozent)

Angesichts der extrem niedrigen Umsätze dürfte die Relevanz des heutigen Handelstages gering gewesen sein. "Es scheint ein absoluter Käufer- und Verkäuferstreik zu sein", sagte ein Händler in Frankfurt. "Keiner will sich positionieren, um nicht auf dem falschen Fuße erwischt zu werden." Ein anderer Börsianer ergänzte, dass vor dem Treffen der Notenbanker in Jackson Hole am Freitag nicht mehr viel passieren werde. Bis dahin würden Anleger das Geld "von der linken Tasche in die rechte" stecken.

Die Zurückhaltung der Anleger hat auch mit der Uneinigkeit der Experten zu tun. Commerzbank-Analystin Carolin Hecht warnte im Vorfeld an die Notenbanksitzungen der Fed sowie der Europäischen Zentralbank vor einer zu großen Erwartungshaltung. Die vielen Gerüchte, die in Bezug auf die genaue Ausgestaltung eventueller EZB-Interventionen umhergeisterten, sprächen noch keine einheitliche Sprache, schrieb sie in einem Kommentar. Eine ultimative Lösung scheine also noch nicht gefunden.

Soll die EZB Anleihen von klammen Euro-Staaten kaufen?

Andere Experten sehen dagegen gute Chance, dass die EZB nächsten Donnerstag neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise präsentieren wird. Sie gehen davon aus, dass die europäischen Notenbank den Leitzins von 0,75 Prozent auf das historische Tief von 0,5 Prozent senken wird. Außerdem wird darüber spekuliert, ob weitere Länder unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen könnten. Als weitere mögliche Kandidaten, neben dem bereits vom Rettungsschirm über Wasser gehaltenen Griechenland, gelten Spanien und Italien. Sollten diese Länder vom Rettungsschirm gebrauch machen, würde die EZB nur flankierend mit dem Ankauf von umlaufenden Anleihen am Geldmarkt eingreifen. Die Euro-Rettungsfonds EFSF oder ESM könnten sich dann nämlich nach einem entsprechenden Antrag der Schuldenländer auf Bondkäufe am Primärmarkt konzentrieren.

Gespannt schauen die Anleger auch nach Amerika. In Jackson Hole wird Fed-Präsident Ben Bernanke Ende der Woche eine Rede auf der Notenbankkonferenz halten. Die Märkte setzen auf weitere Schritte zur Lockerung der Geldpolitik. Doch ob es tatsächlich zu einem neuen Anleihekaufprogramm kommt, um die schwächelnden US-Wirtschaft zu stützen, steht noch in den Sternen.

Die US-Börsen notierten im Vorfeld an die Konferenz der Federal Reserve verhalten. Der Dow Jones lag mit 0,04 Prozent auf 13.108 Punkte leicht im Plus, der S&P 500 stieg 0,1 Prozent auf 1.411 Zähler und die Technologiebörse Nasdaq-100 verlor 0,1 Prozent auf 2.781 Punkte.

Kommentare (51)

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Account gelöscht!

29.08.2012, 07:26 Uhr

Spanien ist pleite - die Hinhaltetaktik der Politchaoten funktioniert noch, jedoch nicht mehr lange. Die Wahrheit wird in Kürze an den Tag kommen (müssen)! Dax 7000 ist dann für längere Zeit Geschichte.

zugspitze

29.08.2012, 07:46 Uhr

DAX 8000, Ende des Jahres.

Account gelöscht!

29.08.2012, 07:49 Uhr

Moin Moin. Da Kampf um die runden Marken (Dax 7000, Dow 13000, Nikkei 9000) hat begonnen. Die Märkte können sich einfach nicht darüber halten. Der Sturm auf die EZB wird lauter und so gelingt einigen schlauen Leuten endlich zu erkennen, das die EZB die Büchse der Pandorra öffnen will. Hoffentlich schafft man den Draghi rechtzeitig aus seinem Amt zu entfernen.

Zu Freitag: Bernanke wird wie immer nichts unternehmen. Die Wirschaftsdaten sind einfach zu gut dafür. Und das QE1-2 auch nichts nachhaltiges gebracht dürfte sich mittlerweile herum gesprochen haben. Auf das die Märkte endlich einbrechen!

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