Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.06.2016

17:46 Uhr

Börse Frankfurt

Fed und Öl treiben den Dax an

Fed-Präsidentin Janet Yellen sorgt für Spekulationen um eine spätere Zinserhöhung in den USA. Das beflügelt die Aktienmärkte. Hinzu kam ein steigender Ölpreis aufgrund vom Produktionsausfällen.

Börse am Abend

Auf und Ab an der Börse hält an

Börse am Abend: Auf und Ab an der Börse hält an

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtDie Hoffnung auf eine spätere US-Zinserhöhung hat am Dienstag weitere Anleger in den deutschen Aktienmarkt zurückgelockt. Der Dax legte zum Handelsschluss 1,65 Prozent auf 10.287 Punkte zu. „Anleger betrachten das Glas als halb voll“, sagte Portfolio-Manager Alessandro Balsotti vom Vermögensverwalter JCI. „Ein guter Tag für den Ölpreis und eine ausgewogene Yellen-Rede zerstreuen die Furcht vor einer Abkühlung der US-Konjunktur.“

Die positive Stimmung geht zurück auf die jüngsten Aussagen der Notenbankchefin Janet Yellen zur US-Konjunktur. „Entscheidend an der Rede Yellens war nicht, was sie gesagt hat, sondern was sie nicht gesagt hat. Vor zwei Wochen sprach sie noch von einer Zinsanhebung 'in den nächsten Monaten', gestern fehlte ein Zeitplan komplett“, sagte Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets.

Die Analysten der Essener National-Bank werteten dies als Zeichen, dass US-Zinserhöhungen im Juni und Juli vom Tisch sind. „Als nächster Termin wird nun der September gehandelt.“ Die Kurse am Derivatemarkt deuten darauf hin, dass Investoren die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September bei knapp 50 Prozent sehen.

Zehn-Jahres-Ranking: Die besten deutschen „Marathon-Aktien"

Zehn-Jahres-Ranking

Die besten deutschen „Marathon-Aktien"

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Hinter den großen Dax-Konzernen verstecken sich in der zweiten und dritten Reihe die wahren Aktien-Champions. Ein Überblick über die besten „Hidden-Champions“.

Neben der Zinsspekulationen machen auch die steigenden Ölpreise dem Dax Beine. Ein Barrel Brent-Öl verteuerte sich am Dienstag um mehr als Prozent auf 51,13 Dollar. Der Preis des US-Leichtöls WTI ebenfalls deutlich auf 50,10 Dollar. Produktionsausfälle in Nigeria und ein schwächerer Dollar geben den Ölpreisen Auftrieb.

Angriffe auf nigerianische Pipelines in Folge politischer Unruhen haben die Produktion in dem Land stark beeinträchtigt. „Die Lage in Nigeria verschlechtert sich zusehends“, fassten die Rohstoffexperten der Commerzbank zusammen. Die Produktion der Ölsorte Bonny Light soll wegen der Anschläge um 170.000 Barrel pro Tag gesunken sein. Auch rückläufige US-Ölreserven könnten die Preise weiter antreiben. Bei den wöchentlichen Lagerdaten rechnen Experten mit einem Minus von 3,5 Millionen Barrel. Das wäre der dritte Rückgang in Folge.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×