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08.08.2016

17:38 Uhr

Börse Frankfurt

Finanzwerte sorgen für Dax-Plus

Anleger bleiben in Kauflaune. Das deutsche Börsenbarometer hat am Montag an seinen guten Ausklang der Vorwoche angeknüpft und ein neues Jahreshoch nur knapp verpasst. Die Bankaktien starteten eine Erholungsrally.

Börse am Abend

DAX weiter auf dem Weg zum Jahreshoch

Börse am Abend: DAX weiter auf dem Weg zum Jahreshoch

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FrankfurtUnterstützt von einer Erholung der Finanzwerte haben die europäischen Börsen am Montag weiter zugelegt. Der Dax stieg bis zum Handelsschluss um 0,6 Prozent auf 10.432 Punkte. Mit seinem Tageshoch von 10.478 Zählern lag er nur noch knapp unter dem Jahreshoch von 10.485,91 Punkten, das zugleich am 4. Januar der Eröffnungskurs war. Denn gleich in der ersten Sitzung war es angesichts der Turbulenzen am Ölmarkt mit den Aktienkursen bergab gegangen. Allein in der ersten Handelswoche 2016 hatte der Dax mit einem Wochenminus von 8,3 Prozent den schwächsten Jahresauftakt seiner Geschichte hingelegt.

Die US-Börsen konnten zu Handelsbeginn ihre Gewinne aus der Vorwoche halten. Ein überraschend starker Stellenzuwachs im Juli hatte den US-Börsen am Freitag kräftig Auftrieb gegeben und S&P 500- und Nasdaq-Composite auf Rekordstände getrieben.

„Es herrscht eine große Erleichterung darüber, dass der Arbeitsmarkt in den USA so robust ist“, sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London Markets. Eine rasche Zinserhöhung erwarten Börsianer dennoch nicht. Neben den konjunkturellen Fragezeichen verweisen sie auf die im November anstehenden Präsidentenwahlen. „Anleger kommen zunehmend zu der Ansicht, dass die Zinswende der amerikanischen Notenbank nicht gelingen wird, wenn alle Zentralbanken weltweit die Geldpolitik weiter lockern“, betonte Jochen Stanzl, Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets.

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Nicht jeder börsennotierte Konzern konnte den Sommermonat Juli genießen. Während sich Auto-Aktien gut behaupteten, hatten vor allem Banken zu kämpfen. In den USA litt auch die Ölindustrie. Ein Überblick.

Für Unterstützung an der Wall Street dürften auch die wieder anziehenden Ölpreise sorgen. Medienberichte über eine mögliche Förderkürzung gaben den Preisen etwas Schub: Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 45,07 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI kostete mit 42,57 Dollar ebenfalls 1,8 Prozent mehr.

Die Erleichterung an den Börsen war vor allem bei den in den vergangenen Wochen arg gebeutelten Finanzwerten zu spüren. Im Euro Stoxx 50, der die 50 größten börsennotierten Firmen der Euro-Zone umfasst, kamen zum Handelsschluss acht der zehn größten Gewinner aus der Finanzbranche. Zu den Top-Favoriten zählten die Aktien der Versicherungskonzerne Allianz und Axa mit Kursgewinnen von mehr als jeweils drei Prozent. Zudem machten mit Deutsche Bank und UniCredit zwei der größten Verlierer der vergangenen Wochen Boden gut und stiegen um ebenfalls um mehr als zwei Prozent. Commerzbank zählten im Dax mit einem Plus von 2,8 Prozent ebenso zu den Favoriten. In der vergangenen Woche hatten die Aktien des zweitgrößten deutschen Geldhauses angesichts eines schwachen Ausblicks 8,5 Prozent verloren.

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Auf Talfahrt gingen im MDax Hugo Boss: Die am Freitag trotz einer Prognosesenkung. stark gefragten Aktien des Modekonzerns verloren in der Spitze 4,4 Prozent und trugen die rote Laterne im MDax.

Ansonsten machte sich das Fehlen vieler Marktteilnehmer in geringen Umsätzen bemerkbar. „August ist nun einmal der Sommermonat, in dem wirklich alle in Urlaub sind“, sagte ein Händler. „Um so richtig klar nach oben auszubrechen, fehlen die Impulse.“ Im vergangenen Jahr hatte allerdings ein Crash an den chinesischen Börsen die Anleger aus der Sommerflaute gerissen.

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