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Frankreichwahlen könnten Börsenbeben auslösen

„Blue Chips“-Ranking: Chinesischer Internetriese stürmt in die globale Top Ten

„Blue Chips“-Ranking

Chinesischer Internetriese stürmt in die globale Top Ten

Viele Anleger orientieren sich bei der Aktienauswahl an der Unternehmensgröße. Bislang kamen die zehn größten „Blue Chips“ fast immer aus den USA – doch das ändert sich. Wie sich die Kurse der Top Ten entwickelt haben.

Bei einem Überraschungssieg der rechtsextremen Marine Le Pen in Frankreich rechnen Analysten kommende Woche mit einem Börsenbeben. „Wenn es ihr dann allerdings nicht gelingt, eine Mehrheit für den Austritt Frankreichs aus EU und Euro zu bewegen, dürfte auch die europäische Kapitalmarktentwicklung schnell wieder von anderen Themen dominiert werden“, kommentieren die Strategen von Sal. Oppenheim.

Derzeit sprechen die Umfragen dafür, dass die Kandidatin des Front National, Marine Le Pen, die erste Runde vor dem unabhängigen Bewerber Emmanuel Macron für sich entscheiden wird, in der Stichwahl dann dem ehemaligen Wirtschaftsminister unterliegen wird.

„Wer also vor dem Wochenende seinen Hut in den Ring wirft, in dem er Aktien kauft, muss hoffen, dass die Franzosen ihr Kreuz an der richtigen Stelle machen“, sagte Jochen Stanzl, Stratege beim Broker CMC Markets.

Für die Börsen wäre es nicht gerade günstig, wenn sich in der ersten Wahlrunde Le Pen und ihr linksaußengerichteter Rivale Melenchon durchsetzen. „Die Wähler in Frankreich hätten dann nur noch die Wahl zwischen zwei Übeln“, sagte LBBW-Volkswirt Uwe Burkert. Beide Kandidaten steuern gegen den EU-Kurs. Le Pen hat mehrfach betont, sie wolle Frankreich aus der Euro-Zone herauslösen. Die Märkte würden ein solches Ergebnis am Sonntag mit Verkäufen von französische Staatsanleihen, dem Euro und Risikopapieren aller Art quittieren, sagte Burkert.

Am Freitag hatten die Optimisten an den Anleihemärkten Oberwasser. Sie griffen bei französischen Papieren zu, die Rendite der zehnjährigen Titel fiel im Gegenzug auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Die Risikoaufschläge zu den Bundesanleihen engten sich ein. Der Euro notierte mit 1,0702 Dollar kaum verändert.

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