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06.09.2016

17:50 Uhr

Börse Frankfurt

Fresenius zieht Dax ins Plus

Aktionäre schauen am Dienstag vor allem auf Bayer und Fresenius. Spekulationen auf eine Fortsetzung der Politik des billigen Geldes geben den europäischen Aktien zudem weiterhin Halt.

Börse am Abend

Dax mit leichtem Plus - Übernahmen im Fokus

Börse am Abend: Dax mit leichtem Plus - Übernahmen im Fokus

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FrankfurtEine Serie milliardenschwerer Firmenübernahmen hat Anleger am Dienstag zum Kauf von Aktien ermuntert. Schwache Konjunkturdaten aus den USA drückten jedoch am Nachmittag auf die Stimmung. Nach anfänglichen Gewinnen von bis zu 0,7 Prozent schloss der Dax 0,1 Prozent im Plus bei 10.687 Punkten. Der deutsche Leitindex blieb damit in Sichtweite seines Jahreshochs bei 10.802 Punkten, das er Mitte August erreicht hatte.

Bayer, SLM, Metro: Bei diesen Aktien ist mächtig was los

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Bei diesen Aktien ist mächtig was los

Fresenius stemmt eine Milliardenübernahme, Bayer erhöht sein Angebot für Monsanto, General Electric ist auf Einkaufstour und im TecDax gibt es eine Neuordnung. Diese Titel sind am Dienstag einen Extra-Blick wert.

Der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert, stagnierte bei 21.775 Punkten. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,7 Prozent auf 1766 Zähler nach oben. Der Euro-Zonen-Leitindex Euro Stoxx 50 verlor 0,24 Prozent auf 3070 Punkte. „Aktuell warten alle Marktteilnehmer gespannt auf die EZB am Donnerstag“, sagte Marktexperte Jens Klatt für JFD Brokers. Er hält es für wahrscheinlich, dass die Zentralbanker weitere geldpolitische Lockerungen auf den Weg bringen.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Bayer mit einem Plus von 1,8 Prozent im Fokus. Im Poker um die Übernahme des umstrittenen US-Gentechnikkonzerns Monsanto hat Bayer sein Übernahmeangebot nochmals aufgestockt: Statt 125 US-Dollar will der Dax-Konzern nun 127,50 US-Dollar je Anteilsschein zahlen.

Der Medizinkonzern Fresenius steht indes vor dem größten Zukauf seiner Unternehmensgeschichte: Für 5,76 Milliarden Euro will das Unternehmen aus Bad Homburg den spanischen Krankenhausbetreiber Quirónsalud mit 43 Kliniken und 35 000 Mitarbeitern übernehmen. Zudem hat die US-Großbank Citigroup eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Fresenius-Papiere waren mit einem Plus von mehr als sechs Prozent größter Tagesgewinner im Dax.

Nach einem Übernahmeangebot von General Electric schossen die Titel von SLM Solutions um knapp gut 40 Prozent auf rund 39 Euro nach oben. Der US-Konzern bietet über eine Tochter 683 Millionen Euro oder 38 Euro je Aktie für den 3D-Drucker-Hersteller.

Am Anleihemarkt betraten Henkel und Sanofi Neuland: Erstmals begaben am Dienstag zwei Unternehmen ohne Staatsbeteiligung Anleihen mit einer Rendite von unter null Prozent.
Der deutsche Konsumgüter-Hersteller Henkel bot nach Informationen der Thomson Reuters-Tochter IFR Bonds im Volumen von 500 Millionen Euro und einer Laufzeit bis 2018 an. Die doppelt so schwere Offerte des französischen Pharmaproduzenten Sanofi umfasste Titel, die 2020 auslaufen. Die Rendite beider Anleihen sahen Experten bei minus 0,05 Prozent. Damit müssen Anleger die Firmen dafür bezahlen, ihnen Geld leihen zu dürfen.

Börse New York: Wall Street zweifelt an Fed-Schritt im September

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Die Wall Street ist nach dem Feiertag mit leichten Kursgewinnen in die Handelswoche gestartet. Zu den größten Gewinnern gehörten die Papiere des Lastwagenherstellers Navistar, die sich massiv verteuerten.

Im Juli hatte mit der Deutschen Bahn erstmals ein Unternehmen einen Bond mit einer negativen Rendite - minus 0,006 Prozent - begeben. Da der Bahnbetreiber aber komplett dem Bund gehört, gelten dessen Papiere als Quasi-Staatsanleihen. Der Henkel-Rivale Unilever und der früher als GDF Suez firmierende französische Versorger Engie emittierten Nullkupon-Titel mit einer Rendite von knapp über Null.
Mit der Ausweitung ihrer Anleihekäufe auf Schuldtitel von Unternehmen hat die Europäische Zentralbank (EZB) auch die Renditen dieser Papiere in den vergangenen Monaten kräftig gedrückt.

Der Euro-Kurs hat am Dienstag nach schlechten Signalen aus der US-Wirtschaft deutlich zugelegt und ist auf den höchsten Stand seit mehr als einer Woche gestiegen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1244 US-Dollar. Im frühen Handel hatte der Euro-Kurs noch rund einen Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1159 (Montag: 1,1156) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8961 (0,8964) Euro.

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