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12.02.2013

18:11 Uhr

Börse Frankfurt

G7-Länder sorgen für Stabilität im Dax

Nach einer Reihe durchwachsener Unternehmensberichte haben die Anleger am Dienstag einen Bogen um Aktien gemacht. Nach einem anfänglichen Schlingerkurs sorgten die G7-Länder für einen relativen stabilen Kursverlauf.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtPositive Signale aus der Gruppe der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) haben den Dax am Dienstag gestützt. Der Leitindex schloss am Abend 0,35 Prozent fester bei 7660 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf mehrmals das Vorzeichen gewechselt hatte. Für den MDax ging es um 0,4 Prozent auf 12.784 Zähler nach oben. Der TecDax kletterte um 1,1 Prozent auf 890 Stellen.

Nach einem anfänglichen Schlingerkurs sorgten am Mittag die Finanzminister und Notenbankchefs der G7-Länder für einen relativen stabilen Kursverlauf bis zum Börsenschluss. Sie sprachen sich am Dienstag gegen eine Manipulation der Wechselkurse aus. Die Geld- und Fiskalpolitik werde sich weiter an der Binnenwirtschaft orientieren und ziele nicht auf die Wechselkurse ab, heißt es in einer am Dienstag gemeinsam veröffentlichten Mitteilung.

Dax-Prognose: Wo steht der Leitindex Ende 2013?

Umfrage

Knapp 30 Prozent hat der Dax 2012 zugelegt. Weil Deutschlands Topkonzerne bestens aufgestellt sind, hält der Aufwärtstrend in diesem Jahr an, sagen Experten.

Quelle: Handelsblatt, Stand: 30.12.2012

Der Träumer

Nomura: 8.890 Punkte

Die Super-Optimisten

8500 Punkte erwarten Baader Bank, Commerzbank, Haspa und LBBW

Die Optimisten

Bank of America Merrill Lynch und Warburg: 8400 Punkte
BHF-Bank und Hauck & Aufhäuser: 8300 Punkte

Die Zuversichtlichen

Santander Bank: 8250 Punkte
Helaba, HSBC Trinkaus, Landesbank Berlin, Natixis, WGZ-Bank: 8200 Punkte

Die Durchschnittlichen

VP Bank: 8100 Punkte
BNP Paribas: 8084 Punkte

Der Durchschnitt

Der Schnitt aller befragten Experten liegt bei 8029 Punkten

Die 8.000er

8000 Punkte erwarten bis Ende 2013 Bankhaus Lampe, Bayerische Landesbank, Dekabank, Deutsche Bank und Unicredit

Die Vorsichtigen

7800 Punkte sehen Bank Julius Bär, Berenberg Bank, DZ Bank, NordLB und UBS
JP Morgan: 7785 Punkte
Postbank: 7750 Punkte

Die Negativen

Fürst Fugger Privatbank: 7600 Punkte
Bank Sarasin: 7500 Punkte

Die Pessimisten

National Bank: 7300 Punkte
Sociètè Gènèrale: 7250 Punkte

Der Super-Pessimist

Bankhaus Ellwanger & Geiger: 6900 Punkte

Wie bisher wolle man marktbestimmte Wechselkurse und werde sich weiter eng bei Währungsfragen abstimmen. Der enge Austausch bei den Wechselkursen werde fortgesetzt, und man werde in angemessener Weise kooperieren. Der französische Finanzminister Pierre Moscovici hält eine weltweite Strategie zur Wechselkurs-Koordinierung angesichts des starken Euro für sinnvoll.

Bei Börsenschluss standen die Aktien der Deutschen Börse mit einem Plus von 2,3 Prozent ganz oben im Dax. Nach einer Kaufempfehlung der DZ Bank konnten auch die Aktien der Lufthansa zulegen. Sie verteuerten sich um zwei Prozent. Die jüngsten Berichte über den Fortschritt des Sanierungsprogramm „Score“ seien eine gute Nachricht, weil das Programm die Gewinne in den kommenden Jahren nachhaltig steigere, schrieb DZ-Bank-Analyst Robert Czerwensky in einem Kommentar.

Kein Währungskrieg: G7 gegen Wechselkursmanipulation

Video: Kein Währungskrieg: G7 gegen Wechselkursmanipulation

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Ebenfalls zu den Gewinnern gehörten die Papiere von Eon, die derzeit von Spekulationen auf eine baldige Verknappung der CO2-Zertifikate durch die EU-Kommission profitieren, wie ein Händler sagte. Sie legten 1,4 Prozent zu. Die Kommission will durch eine Reform des Handels die Zahl der ausgegebenen Rechte minimieren und so für eine Stabilisierung der Preise sorgen. Diese waren zuletzt ordentlich ins Rutschen geraten, wodurch Unternehmen weniger Anreiz haben, ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Konzerne müssen die Verschmutzungsrechte erwerben, um CO2 ausstoßen zu dürfen.

Sollten die Preise wieder nach oben getrieben werden, dürfte das Eon in die Hände spielen, sagte der Händler. Bei dem Konzern spielen Kohlenkraftwerke, die viel Kohlendioxid ausstoßen, eine viel geringere Rolle als beim Konkurrenten RWE. Die Aktien des Essener Konzerns notierten am Dienstag 0,4 Prozent fester. Auch Aktien des Softwareherstellers SAP waren am Dienstag gefragt und verteuerten sich um 1,5 Prozent.

Am unteren Ende des Dax standen am Abend Daimler-Werte (-1,3 Prozent). Aber auch die Papiere der Konkurrenz gaben nach. BMW-Papiere verloren 0,8 Prozent. Verluste gab es auch bei Continental. Den Aktien setzten mit Enttäuschung aufgenommenen Zahlen des Rivalen Michelin zu. Die Papiere des Autozulieferers, der schon im Januar seine Eckdaten für 2012 vorgelegt hatte, fielen um 1,1 Prozent. Michelin notierten 4,3 Prozent schwächer. Außerdem gaben Infineon-Aktien um 1,1 Prozent nach.

Kommentare (6)

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Wishful_Thinking

12.02.2013, 09:18 Uhr

"Dax hält sich über 7.600 Punkten"

Da fehlt das Wörtchen 'noch' ...

Timmy0906

12.02.2013, 12:19 Uhr

7600 wird auch heute noch halten.
Aktuell über 7650.

HolzHarry

12.02.2013, 14:38 Uhr

wo bleiben denn die Dementoren heute,
wahrscheinlich warten auf den Absturz von Eon.

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