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29.12.2011

17:56 Uhr

Börse Frankfurt

Gute US-Daten sorgen für Schlussspurt beim Dax

Italiens Anleiheauktion konnte nicht die erhofften Impulse setzten. Der Dax lag lange nur knapp über seinem Vortagsniveau. Kurz vor Handelsschluss bekam der Dax neuen Schub. Diesmal halfen starke US-Daten.

Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse. dapd

Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse.

DüsseldorfDer Dax ließ sich heute mit seinen Kursbewegungen wieder einmal Zeit. Gestern ging es nach unten, heute konnte der Dax nach zähem Handel gegen Handelsschluss sein Plus ausbauen. Der Leitindex ging am Ende mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 5.849 Punkte aus dem Handel. Die zweite Reihe der Indizes machte ebenfalls Boden gut. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,9 Prozent auf 8.828 Punkte und der TecDax lag 0,8 Prozent im Plus auf 680 Zähler.

Gute US-Konjunkturdaten haben dem Dax kurz vor Handelsschluss noch einmal Schub gegeben. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago war mit einem Rückgang von 0,1 Punkte von 62,6 auf 62,5 im Dezember weniger stark gefallen, als von den Experten befürchtet. Darüber hinaus erhöhte sich die Zahl der Hausverkäufe um 7,3 Prozent auf den höchsten Stand seit April 2010.

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Am Vormittag sorgte die Auktion langfristiger italienischer Anleihen für Spannung. Doch das Ergebnis war ernüchternd und wirkte sich kaum auf den Dax aus. Zwar fielen die Renditen für dreijährige Bonds von 7,89 auf 5,62 Prozent und für zehnjährige lagen die Zinsen bei 6,98 Prozent, doch bei solchen Renditen kann man nur schwer von einer Entspannung reden. Des Weiteren wurde die angepeilte Summe von 8,5 Milliarden verfehlt. Der italienische Staat konnte nur knapp sieben Milliarden Euro einnehmen.

Dieses Ergebnis zeigt, dass sich die Lage schrittweise entspannt aber von Vertrauen in die finanzielle Zukunft des südeuropäischen Landes bei der Verzinsung und der schwachen Nachfrage nicht die Rede sein kann. „So sehr die Anleger auch die angekündigten Sparmaßnahmen der italienischen Regierung auch begrüßen, viel wichtiger sind die Wachstumsaussichten bei gleichzeitiger Haushaltsdisziplin. Das ist es, wovon Italien die Märkte überzeugen muss.“, sagte Aktienhändlerin Anita Paluch.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:45 Uhr)

Dax

+ 1,8 Prozent

Euro Stoxx

+ 1,5 Prozent

Dow Jones

+ 1 Prozent

Nikkei

+ 1,1 Prozent (8.466 Punkte)

Euro

+ 0,6 Prozent (1,2738 Dollar)

Gold

+ 0,9 Prozent (1.659 Dollar)

Öl (Brent)

+ 0,2 Prozent (110,54 Dollar)

Schon gestern geriert Italien mit einer Bond-Auktion in den Fokus der Anleger. Wie schon kürzlich Spanien konnte auch Italien kurzfristige Anleihen zu deutlich geringeren Zinsen als zuletzt frisches Kapital einsammeln. Bei einer Auktion von Anleihen mit sechs Monaten Laufzeit halbierte sich die Rendite von 6,5 Prozent im November auf 3,25 Prozent.

Wie 2011 am meisten aus 100.000 Euro wurde

Sparbuch (Durchschnitt)

100.062 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

101.450 Euro

Schweizer Franken

102.280 Euro

US-Dollar

102.360 Euro

Unternehmensanleihen (Investment-Grade)

103.690 Euro

Japanische Yen

106.430 Euro

Spanische Staatsanleihen (7 Jahre)

107.430 Euro

US-Aktien (Dow Jones Index)

107.490 Euro

Öl (WTI, je Fass)

111.780 Euro

Staatsanleihen Schwellenländer (auf Dollar lautend)

112.550 Euro

Gold (je Feinunze)

115.910 Euro

Lebendrind (je Pfund)

117.380 Euro

Irische Staatsanleihe (4 Jahre)

122.820 Euro

Deutsche Staatsanleihe (17 Jahre)

123.130 Euro

Neuseeländische Staatsanleihen (9 Jahre)

124.210 Euro

Mongolische Aktien (MSE Top 20)

127.360 Euro

Schwedische Staatsanleihen (13 Jahre)

129.610 Euro

US-Staatsanleihen (15 Jahre)

130.690 Euro

Britische Staatsanleihen (Laufzeit unendlich)

132.230 Euro

Venezolanische Aktien (IBC-Index)

183.500 Euro

Trotzdem waren die Stimmen über die Emission der Anleihen im nachhinein teilweise kritisch. Vor allem der Geldregen der Europäischen Zentralbank wurde moniert. Der entspanne zwar den Geldmarkt ein wenig, weil ein Teil der Zusatzliquidität zum Kauf europäische Staatsanleihen genutzt werde. Doch der Interbankenhandel konnte damit bisher noch nicht wiederbelebt werden. Vergangene Woche stellte die EZB den Banken 489 Milliarden Euro zu Verfügung, die sich die Banken zum niedrigen Leitzins leihen können. Doch anstatt sich das Geld gegenseitig zu leihen, parken es viele Finanzinstitute zu einem Mini-Zinssatz bei der EZB. Dieses Verhalten zeigt, dass die Geldspritze das Vertrauen unter den Banken bisher nicht erhöhen konnte.

Die italienische Großbank Unicredit schätzt die Maßnahmen der EZB dennoch positiv ein. "Ich glaube, die fühlbaren Effekte dieser Geldspritze werden wir im Februar oder März sehen", sagte der Unicredit-Generaldirektor Roberto Nicastro der Zeitung "Il Messaggero" vom Donnerstag.

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In den USA lagen die Börsen solide im Plus. Der Dow Jones notierte nach Frankfurter Börsenschluss 0,8 Prozent fester auf 12.246 Punkte, der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,7 Prozent auf 1.259 Zähler und der Nasdaq-100 verzeichnete ein Plus von 0,5 Prozent auf 2.278 Punkte.

Kommentare (4)

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jwarnatz

29.12.2011, 10:52 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei der Angabe zu den größten Wertvernichtern fehlen noch die Offenen Immobilienfonds, deren Börsenkurs sich derzeit mindestens 25 % (!) unter Rücknahmepreis bewegt.

Mit freundlichen Grüßen
Jörg Warnatz

weltfinanzbeben2012

29.12.2011, 18:36 Uhr

Und es fehlen noch: Morgan Stanley, Goldmann Sachs & Co. die mit ihren Analystenschiebereien keine realfundierten Kurse formieren!! Hoffentlich kracht es in 2012 so richtig, dass ein stärkeres Erdbeben ala Christchurch an den Weltfinanzmärkten entsteht und alle - ALLE - erschüttert. Jene, die ZUVIEL haben, ZUSEHR, - die ANDEREN im Verhältnis dazu (erfreulich): wenig.
Schönen Rutsch in die nächsten Abgründe!

oldendorp

29.12.2011, 20:14 Uhr

JAHRESENDRALLY..
BÄHRENMARKTRALLY..
..
..
der DAX wird ab morgen bzw. in den nächsten tagen
mit schwung um ca. 330 punkte steigen ..
..
kursziel der rally ist 6430 - 6595.. danach kommt es
zu einer korrektur bis ca. 5600..
..
sollte der DAX vorher unter 5635 fallen - ist die rally
auszuschliessen..
..
..

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