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09.07.2015

17:50 Uhr

Börse Frankfurt

Hellas und China schicken Dax auf Erholungskurs

Auf dem Börsenparkett macht sich Hoffnung breit. Zuletzt sorgten die Worte des irischen Finanzministers für Zuversicht in Sachen Griechenland. Und auch die Erholung chinesischer Börsen hellt die Stimmung der Anleger auf.

Börse am Abend

Gute Laune im Dax - trotz Griechenland

Börse am Abend: Gute Laune im Dax - trotz Griechenland

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Düsseldorf/FrankfurtAn der Börse in Frankfurt blieb die griechische Schuldenkrise ein Dauerbrenner - doch die Börsianer blieben gelassen. Für den Dax geht es zum Handelsbeginn wie schon am gestrigen Mittwoch bergauf. Der Index kletterte im Handelsverlauf erneut über die 11.000-Punkte und schloss 2,3 Prozent höher bei 10.996 Punkten. Damit ließ der Index die charttechnisch wichtige 10.800-Punkte-Marke ganz locker mit 200 Punkten hinter sich. Händler führen das Plus auf Aussagen des irischen Finanzministeriums zurück, wonach die Chance auf eine Einigung im griechischen Schuldenstreit besser als 50 Prozent sind.

Bis Sonntag hat die Tsipras' Regierung nun Zeit, ihren Gläubigern Reformen vorzulegen. Inzwischen hat das Land einen Reformantrag beim europäischen Rettungsfonds ESM für ein Hilfsprogramm mit dreijähriger Laufzeit gestellt. Darin bietet die Regierung die Umsetzung von Reformen im Renten- und Steuerbereich ab kommender Woche an. Details zu den Reformmaßnahmen sind aber nicht enthalten. Diese sollen bis Donnerstagabend vorliegen.

Unterdessen entspannten sich die Märkte in Asien: Mit Gewalt will die Regierung den massiven Kursrutsch an Chinas Aktienmärkten eindämmen. Die Sorge vor langfristigen Auswirkungen auf die Wirtschaft geht um. Nach radikalen Maßnahmen der Regierung konnte der Kursverfall an den chinesischen Aktienmärkten allerdings vorerst aufgefangen werden. Der Shanghai Composite Index gewann im Tagesverlauf rund sechs Prozent. Das strahlte sich auch auf die Stimmung der Börsianer in Deutschland ab.

Ein wichtiges Thema auf dem Börsenparkett waren auch die veröffentlichten Sitzungsprotokolle der US-Notenbank Fed. Die Führungsspitze ist sich demzufolge nicht einig über den geeigneten Zeitpunkt für die Zinswende. Viele Marktteilnehmer gehen als Zeitpunkt für eine Anhebung frühestens von September aus. „Es scheint, als ob sie eine Erhöhung noch weiter hinausschieben. Das ist erstmal positiv aufgenommen worden”, sagte ein Händler. Neben schwächelnden Konjunkturdaten sei auch die Krise in Griechenland offenbar ein Faktor für die amerikanischen Zentralbanker, mit einer Zinserhöhung noch abzuwarten.

Kommentare (1)

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09.07.2015, 16:02 Uhr

Die deutsche Börse funktioniert aktuell nach zwei Grundsätzen:
1. Die Hoffnung stirbt zuletzt
2. Die Dummen werden nie alle.
So sehen wir steigende Kurse, weil der Staat in China mittels Handelsverbot und Hindernissen eher peinlicher Art versucht, Märkte zu Gewinnen hin zu manipulieren.
Das allein müßte andere Märkte zum temporären Zusammenbruch veranlassen - sollten deren Akteure unter Vernunftgesichtspunkten handeln.
Außerdem geht Griechenland dem sicheren Grexit entgegen. 70 - 90% Wahrscheinlichkeit werden gehandelt bei Kennern der Szene. Auch das ein Grund für eher fallende Kurse.

Begründen läßt sich dieser Widerspruch allein mit der in Ziff.2 zusammengefasten Weisheit.

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