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15.07.2014

17:52 Uhr

Börse Frankfurt

Janet Yellen bremst den Dax ab

Die Freude in den USA über das Rekordhoch des Dow Jones währte nur kurz. Hierzulande kam sie sogar überhaupt nicht an. Vielmehr wurden die Kurse von den vorsichtigen Aussagen Janet Yellens zur US-Wirtschaft belastet.

Börse am Abend

Dax endet nach Berg- und Talfahrt im Minus

Börse am Abend: Dax endet nach Berg- und Talfahrt im Minus

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FrankfurtJanet Yellen bremst die Börseneuphorie. Der Dax musste am Ende Verluste in Höhe von rund 0,7 Prozent auf 9719 Punkten hinnehmen. In der zweiten Reihe sah es noch schlechter aus. Der MDax gab ein Prozent nach auf 16.327 Punkte. Der TecDax schloss sogar 1,7 Prozent niedriger auf 1262 Zähler. Außergewöhnlich schwach notierende Drägerwerk- und Software-AG-Aktien brockten dem Technologieindex die dicken Verluste ein. „Zwei Gewinnwarnungen an einem Morgen – das ist natürlich kein gutes Omen für die Berichtssaison“, erklärte ein Börsianer.

Die US-Notenbankchefin äußert sich vorsichtig zur Entwicklung der US-Wirtschaft. „Obwohl sich die Konjunktur weiter verbessert, ist die Erholung noch nicht komplett“, sagte Yellen am Dienstag bei einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats in Washington. „Noch immer sind zu viele Amerikaner arbeitslos.“ Auch würden die Löhne nur leicht wachsen. Yellen verteidigte damit das Festhalten der Fed an ihrer Niedrigzinspolitik und an den Wertpapierkäufen.

In den USA reagierten die Aktionäre enttäuscht auf Yellens Aussagen. Der Dow Jones, der kurz nach Börsenstart bei 17.120 Punkten ein neues Rekordhoch markiert, gab genauso schnell wieder seine Gewinne ab. Nach Frankfurter Börsenschluss verzeichnete der New Yorker Leitindex ein Minus von 0,1 Prozent auf 17.038 Zählern.

Einige Analysten sehen in den leichten Kursrückschlägen allerdings eine gesunde Entwicklung. Wenn sich die Kurse an den Aktienmärkten aber etwas abschwächten, sei das durchaus positiv, erklärte Analyst Sebastian Sachs von der Metzler Bank. „Es ist einfach gut, wenn sich die Märkte der Realität anpassen.“

In Deutschland standen heute neue Konjunkturdaten an – und die wussten nicht zu überzeugen. So fiel der ZEW-Konjunkturerwartungsindex stärker als prognostiziert. Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 29,8 auf 28 Punkte gerechnet. Bei der Bekanntgabe der offiziellen Zahlen zeigte sich aber, dass die Börsianer die Aussichten für die deutsche Wirtschaft skeptischer bewerten. Das Barometer für die ZEW-Konjunkturerwartungen sank um 2,7 auf 27,1 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2012.

„Die deutsche Konjunktur hat sich zuletzt eine kleine Delle eingefangen“, sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. „Im Einzelhandel wurde weniger umgesetzt, zudem produzierte die deutsche Industrie weniger und verzeichnete geringere Auftragseingänge.“ Der Rückgang der Konjunkturerwartungen spiegele die Ernüchterung darüber wider. „Dennoch bleibt der mittelfristige wirtschaftliche Ausblick in der Grundtendenz positiv“, so Fuest.

Die Halbjahresbilanz der wichtigsten Werte

Dax

+ 2,9 Prozent

MDax

+ 1,5 Prozent

TecDax

+ 12,2 Prozent

Eurostoxx 50

+ 3,8 Prozent

Dow Jones

+ 1,5 Prozent

S&P-500

+ 6,1 Prozent

Nasdaq

+ 5,5 Prozent

Nikkei

- 6,9 Prozent

Euro

- 0,5 Prozent

Gold

+ 10,2 Prozent

Rohöl

+ 0,5 Prozent

Katastrophaler Handelstag für Software AG und Drägerwerk

Bei den Einzelwerten sorgten heute vor allem Titel aus der zweiten Reihe für Aufsehen. Gewinnwarnungen haben die Aktien der Software AG und von Drägerwerk abstürzen lassen. Beim SAP-Konkurrenten verlief das zweite Quartal enttäuschend. Die Aktionäre reagierten schockiert und sorgten für einen der größten Kursstürze in der Geschichte des Unternehmens. Die Papiere der Software AG rauschten satte 19 Prozent ins Minus. „Software AG hatte erst vor zwei Wochen erklärt, dass alles gut ist“, sagte ein Aktienhändler. „Da ist die Gewinnwarnung heute ein Paukenschlag. Die haben richtige Vertrauen verspielt.“

Kommentare (39)

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Herr Friedrich Pollock

15.07.2014, 09:03 Uhr

Wir haben noch Liquidität bis 10500. Die meisten Ramschanleihen werden erst 2018 fällig, für Griechen-Bonds haftet eh der Bund...

Von daher erstmal Gewinne weiter laufen lassen & den Bullen beim austoben zuschauen.

Die Erträge fliessen dann in die Langfriststrategie mit Ackerland, Wasser etc.

Herr Edi Haas

15.07.2014, 09:21 Uhr

"Wir haben noch Liquidität bis 10500.Die meisten Ramschanleihen werden erst 2018 fällig,für Griechen-Bonds haftet eh der Bund...

Von daher erstmal Gewinne weiter laufen lassen & den Bullen beim austoben zuschauen.

Die Erträge fliessen dann in die Langfriststrategie mit Ackerland, Wasser etc."

Genau!

Oliver Stock Jr.

15.07.2014, 10:09 Uhr

Guten Morgen farmer.tom

ich habe...ach was soll es...

bitte alle mal im HBO in der Rubrik "Sport" den Artikel
"Die Weltmeister kommen" die Kommentare lesen.

Wunderbar unser X_TRADER.

Aber anscheinend gibt es noch normal denkende Menschen wie User "Herr Thomas V. Schuischel" beweist.

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