Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.05.2015

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Kaum Bewegung im Dax

Nur wenig bewegte den Deutschen Leitindex heute. Und das, obwohl die Deutsche Bank in Frankfurt zur Hauptversammlung geladen hat. Die Anleger scheinen müde zu werden, der Index schleppte sich nur minimal nach oben.

Börse am Abend

Dax streicht minimales Plus ein

Börse am Abend: Dax streicht minimales Plus ein

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtDie Fed-Protokolle liegen auf dem Tisch, auch die geldpolitische Agenda der EZB für die kommenden Sommermonate ist seit Dienstag Dank Direktor Benoît Coeuré bekannt. Und so stand wohl heute eine kleine Verschnaufpause auf der Agenda der Börsianer. Der Dax jedenfalls ließ es ruhig angehen. Den Großteil des Tages verbrachte er im Minus. Am Ende reichte es für ein mageres Plus von rund 0,1 Prozent und 11.865 Zähler.

„Dass der Deutsche Aktienindex trotz seines Ausbruchs aus dem Abwärtstrendkanal nun Schwierigkeiten hat, seine Erholung fortzusetzen, zeigt die andauernde Unsicherheit im Markt”, kommentiert CMC-Analyst Andreas Paciorek. Es spreche auch dafür, dass die Halbwertszeit geldpolitischer Impulse immer kürzer wird und die Investoren andere Kaufanreize brauchen.

Fakten rund um den Dax

Die Anfänge

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung” fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Wer ist gelistet?

Im Dax sind die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse enthalten.

Wie wird der Dax berechnet?

Der Index wird sekündlich auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr berechnet und ist ein Performance-Index. Damit unterscheidet er sich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Wonach werden die Aktien gewichtet?

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Was entscheidet über die Aufnahme in den Dax?

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse nach diesen Kriterien eine Rangliste, die dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index dient. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Wie beeinflussen Dividenden den Index?

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Wer bestimmt über den Dax?

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt aber vier Mal im Jahr: im März, Juni, September und Dezember.

Grund für den Durchhänger sind auch enttäuschende Konjunkturdaten, die am Morgen veröffentlicht wurden. Das Wirtschaftswachstum hat sich im Mai weiter verlangsamt. Der Einkaufsmanagerindex für Industrie und Dienstleister fiel um 1,3 auf 52,8 Punkte, wie das Markit-Institut mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2014. Das Barometer hielt sich aber über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum anzeigt.

Die Unternehmen mussten wegen des schwachen Euro, höherer Lohnkosten und teurerem Öl für Vorleistungen deutlich mehr Geld ausgeben. Ihre Einkaufspreise legten im Mai so kräftig zu wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Auch chinesische Konjunkturdaten haben die Anleger verstimmt. Die Industrie im Reich der Mitte ist im Mai den dritten Monat in Folge geschrumpft. „Es gibt bislang keinerlei Hinweise darauf, dass die Wirtschaft schon bald die Wende zum Besseren schafft”, sagte Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black.

Der HSBC-Einkaufsmanagerindex für China lag bei 49,1 Punkten nach 48,9 Zählern im April. Erst Werte über 50 Punkte signalisieren Wachstum. NordLB-Analyst Frederik Kunze geht davon aus, dass die chinesische Zentralbank schon bald weitere Maßnahmen, wie eine neuerliche Zinssenkung, ergreifen dürfte, um die Konjunktur anzuschieben. Für Peking habe die Wachstumsdynamik die Schmerzgrenze erreicht, schrieb der Experte in einem Kommentar.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×