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21.07.2014

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Kräftige Verluste beim Dax

Der Deutsche Leitindex schließt so niedrig wie seit Mai nicht mehr – die Krisen in der Ukraine und in Gaza sorgten für emsige Verkäufe. Einige Finanzexperten blicken dennoch optimistisch in die Geldanlage-Zukunft.

Zu viele Krisenherde: Dax unter Druck

Video: Zu viele Krisenherde: Dax unter Druck

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FrankfurtAm ersten Wochenhandelstag herrschte am deutschen Aktienmarkt trübe Krisenstimmung. Der Deutsche Leitindex Dax ging am Montag 1,1 Prozent schwächer bei 9.612 Punkten aus dem Handel. Der Euro-Stoxx 50 büßte 0,8 Prozent auf 3.139 Zähler ein.

Vor allem der Vormarsch ukrainischer Regierungstruppen auf die Separatisten-Hochburg Donezk sorgte für Unruhe an dem Märkten. „Die Lage in der Ukraine hat das Potenzial, sich immer weiter zu verschlimmern“, sagte Analyst Richard Perry vom Brokerhaus Hantec Markets.

Auch der mutmaßliche Abschuss eines Passagierflugzeugs über einem von pro-russischen Separatisten kontrollierten Gebiet in der Ost-Ukraine belastete die Stimmung der Anleger. Sie befürchteten zusätzliche westliche Strafmaßnahmen gegen Russland. „Die Sanktionen der Europäischen Union wurden bislang als etwas halbherzig wahrgenommen“, sagte Michael Hewson, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses CMC Markets. „Nach den schrecklichen Ereignissen der letzten Woche wird es aber schwieriger, sich dem Ruf nach einem härteren Kurs gegenüber Russland zu widersetzen.“

Börsen europaweit auf Talfahrt

Diese Nachrichtenlage drückte europaweit die Börsen ins Minus. Der Leitindex der Moskauer Börse verlor 3,6 Prozent, für den französischen CAC 40 ging es 0,8 Prozent nach unten und der britische FTSE 100 gab 0,2 Prozent nach.

Bei den westeuropäischen Unternehmen standen vor allem diejenigen mit einen starken Russland-Engagement unter Verkaufsdruck. Dazu zählten auch Adidas-Aktien mit einem Minus von 1,5 Prozent, die allerdings auch wegen eines kritischen Analystenkommentars unter Druck gerieten. Für die Metro-Aktie ging es 1,7 Prozent abwärts.

Kommentare (19)

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Schwarzer Drache

21.07.2014, 08:13 Uhr

"Frank Wieser vom Vermögensverwalter Packenius, Mademann und Partner hält einen Rückgang von 300 bis 500 Punkten für vorstellbar, sollten sich die Ukraine-Krise, aber auch der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern weiter verschärfen."

Wenn sich der Konflikt in der Ukraine tatsächlich verschärfen sollte, dann zieht das definitiv Sanktionen der Stufe 3 nach sich. Diese würden nicht ohne substanzielle Gegenleistung Putins aufgehoben werden können, wozu er aus verschiedenen Gründen wahrscheinlich nicht bereit sein wird. In diesem Fall wäre die deutsche Wirtschaft im besonderen betroffen, so dass man von deutlich höheren Abschlägen im Dax als oben angegeben ausgehen kann.

Sollte Putin sich nicht bis Dienstag einen Strategiewechsel erkennen lassen und auf die Separatisten mit Erfolg einwirken, dann werden nach einem noch moderaten Warnschuss sukzessive die Maßnahmen erhöht. Ob sich die russische Wirtschaft hiervon schnell erhohlen wird, bezweifle ich stark. Dies zumindest wird die Putins Anhängerschaft in Russland mittelfristig ganz sicher nicht vergrößern - ganz egal welche Propagandamaßnahmen er ergreift.

Herr Edi Haas

21.07.2014, 08:51 Uhr

"...einen Rückgang von 300 - 500 Punkten"

Natürlich ist das jeden Tag an der Börse möglich wie die Vergangenheit zeigt.
Wie lange Kursbewegungen bei politischen Börsen andauern kennt der mündige Anleger.
Kein deutscher Investor weiß wie Putin reagieren wird oder kann die Auswirkungen in Russland einschätzen.
Da ist die Wetterprognose deutlicher.
Wie immer täglich ander Börse kann es fallen oder steigen,oder steigen und dann fallen.

Schwarzer Drache

21.07.2014, 09:04 Uhr

"Kein deutscher Investor weiß wie Putin reagieren wird oder kann die Auswirkungen in Russland einschätzen."

Meinst Du? *g*

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