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11.06.2012

17:10 Uhr

Börse Frankfurt

Kursfeuerwerk im Dax findet bescheidenes Ende

Vom Kurs-Jubel am Morgen ist am Ende des Tages nichts mehr zu spüren. Die starken Anfangsgewinne des Dax sind am Montag auf ein Minimum geschrumpft. Die Anleger schauen argwöhnisch auf Europa.

Wie gewonnen, so zerronnen: Von den hohen Anfangsgewinnen am Montag ist am Ende nicht mehr viel übrig geblieben. dpa

Wie gewonnen, so zerronnen: Von den hohen Anfangsgewinnen am Montag ist am Ende nicht mehr viel übrig geblieben.

FrankfurtDie Erleichterung über den Hilferuf Spaniens hat an den Finanzmärkten lediglich ein Strohfeuer ausgelöst. Viele Anleger blieben am Montag skeptisch, ob die von den Euro-Partnern in Aussicht gestellten Finanzhilfen von bis zu 100 Milliarden Euro für die maroden spanischen Banken ausreichen, um die Schuldenkrise insgesamt in den Griff zu bekommen. Der Dax schloss am späten Nachmittag mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent bei 6.141 Punkten, nachdem er am Morgen noch mehr als 2,4 Prozent und bis auf 6.288 Punkte gestiegen war. Der MDax verlor bereits 0,2 Prozent auf 10.103 Zähler und auch der TecDax knickte um 0,8 Prozent auf 740 Punkte ein.

Die Kurse der zehnjährigen Staatsanleihen Spaniens und auch Italiens rutschten nach einem kurzen Erholungsmoment wieder ab, im Gegenzug stiegen die Renditen. Der Euro grenzte seine Gewinne ein und notierte am Nachmittag nur noch bei 1,2545 Dollar. Im Handelsverlauf war er zeitweise bis auf 1,2668 Dollar gestiegen.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:03 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Zunächst aber könnte sich der Fokus nun wieder auf die anderen Baustellen in Europa verlagern: Mit Italien kämpft das nächste Schwergewicht um Vertrauen an den Finanzmärkten. Zudem sorgten die näher rückenden Wahlen in Griechenland für Nervosität. In Griechenland muss am Sonntag dem 17. Juni neu gewählt werden, nachdem die Parteien es nach der vorigen Wahl Anfang Mai nicht geschafft haben, eine Regierung zu bilden. Die Wahl gilt auch als Abstimmung über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone und die Zukunft des 130 Milliarden Euro schweren internationalen Rettungsprogramms. Ebenfalls am Sonntag findet in Frankreich die zweite Runde der Parlamentswahl statt. 46 Millionen Franzosen entscheiden darüber, ob der im Mai gewählte Sozialist François Hollande mit einer Mehrheit in der Nationalversammlung seine Wachstumspläne angehen kann. Ein Sieg für Hollandes Lager dürfte den Börsen helfen, so Rahn.

Die Woche an den Märkten

Donnerstag

Die wichtigsten Daten kommen erneut aus den USA. Es werden die Verbraucherpreise für Mai veröffentlicht, sowie die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und zu Erdgasbeständen. Heidelberger Druckmaschinen und Kabel Deutschland legen Jahreszahlen, Gerry Weber Halbjahreszahlen vor. Bei SKW Stahl, Tag Immobilien und Xing findet das jährliche Aktionärstreffen statt. Fraport legt Verkehrszahlen für Mai vor.

Freitag

An den Terminmärkten ist großer Verfallstag von Derivaten. In den USA werden neben der Industrieproduktion und der Kapazitätsauslastung der Industrieindex der New Yorker Notenbank ("Empire State Index") und das Verbrauchervertrauen von der Uni Michigan bekanntgegeben. Toyota und Strabag halten ihre Hauptversammlung ab.

Die Volatilitätsindizes VDax und VStoxx, die die Nervosität der Investoren messen, gaben am Montag um 4,1 und 3,4 Prozent nach. Mit Ständen von 27,27 und 29,34 Punkten notierten sie jeweils so tief wie zuletzt Ende Mai.
Neben dem politischen Geschehen, könnten in dieser Woche vor allem US-Konjunkturdaten für Bewegung sorgen. Am Mittwoch stehen die Inflationsrate und die Einzelhandelsumsätze an. Am Freitag folgen mit der Verbraucherstimmung der Uni Michigan und dem dem Konjunkturindex der New Yorker Notenbank zwei wichtige Stimmungsindikatoren. In der vergangenen Woche drückten schwache Daten aus den USA und China den Preis für ein Fass der Ölsorte Brent auf unter 100 Dollar.

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Kommentare (83)

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Account gelöscht!

11.06.2012, 07:56 Uhr

Klasse. Wieder erster :-)

1.) die Nachricht von Spanien ist schon seit Freitag eingepreist
2.) ist gar nicht klar, woher die 100 Mrd. überhaupt kommen (ESFS oder ESM), und damit dürfte sich wohl kein Investor zufrieden geben
3.) ist das wichtigste Ereignis die Wahl unserer lieben Freunde aus Griechenland, worauf die Eurozone zusammen brechen wird.

Also günstige Ausstiegsgelegenheit nutzen und Short positionieren

Ps: Hamburg ist da, wo oben ist :-)

Buffett

11.06.2012, 08:05 Uhr

Dieses substanzlose Geschwätz von dem Hamburger ist einfach nur noch unerträglich. Und das Schlimme daran, er scheint noch nicht einmal selber zu merken, wie sehr er die Foren-Gemeinde damit abnervt.

Liebe HB-Redaktion, könnt ihr den User nicht einfach sperren?

Account gelöscht!

11.06.2012, 08:12 Uhr

@hamburger:

wenn spanien schon eingepreist ist, warum eröffnen wir dann mit einem 2,5% gap im plus?? ;-)

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