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22.03.2012

17:57 Uhr

Börse Frankfurt

Lustloser Dax schließt unter 7000 Punkten

Anleger gingen heute vergeblich auf die Suche nach Impulsen. Eine Reihe negativer Nachrichten haben dem Dax am Donnerstag um mehr als ein Prozent zugesetzt. Zu den Verlieren gehörten Thyssen-Krupp und die Commerzbank.

Börse Frankfurt am Abend

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DüsseldorfDie Furcht vor einer deutlichen Konjunkturabkühlung in Deutschland und China hat den europäischen Aktienmärkten am Donnerstag zugesetzt. "Die Negativnachrichten kamen heute in geballter Form", sagte ein Händler. So hat sich nicht nur der Abwärtstrend des verarbeitenden Gewerbes in China beschleunigt. Auch die deutsche Industrie ist erstmals in diesem Jahr aus dem Tritt geraten. Der Dax rutschte unter die 7000-Punkte-Marke und schloss 1,3 Prozent schwächer bei 6981,26 Zählern. Der EuroStoxx50 verlor 1,4 Prozent auf 2531 Punkte.

Einem Börsianer zufolge war eine Konsolidierung am deutschen Aktienmarkt aber ohnehin überfällig gewesen: "Ich glaube nicht, dass die Abwärtsbewegung nachhaltig sein wird, denn viele Anleger warten nur darauf, bei niedrigen Kursen wieder einzusteigen." Der Dax hat seit Jahresanfang rund 20 Prozent zugelegt.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:45 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Zurückgegangen sind die Geschäfte der Industrie laut HSBC-Einkaufsmanagerindex auch in China - und dies bereits den fünften Monat in Folge. Die Analysten der NordLB warnten aber vor einem überzogenen Konjunkturpessimismus. „China befindet sich inmitten einer weichen Landung - ohne Molltöne kann auch diese nicht erfolgen“, urteilten die Experten.

Aus Furcht vor einer rückläufigen Nachfrage aus China sind einige Investoren aus Rohöl und den Industriemetallen ausgestiegen. Ein Barrel der US-Ölsorte WTI kostete mit 104,96 Dollar 2,15 Prozent weniger als am Mittwoch. Brent-Öl verbilligte sich um einen Prozent auf 122,45 Dollar. Neben schwachen Konjunkturdaten aus China, sorgte zudem ein anziehender Dollar-Kurs für einen schwächeren Gold Kurs. Eine Feinunze des Edelmetalls verbilligte sich um 0,75 Prozent auf 1.637,54 Dollar. Investoren befürchteten, dass bei einer Abkühlung der chinesischen Konjunktur und dem dadurch nachlassenden Preisdruck der Bedarf von Münzen und Barren als Inflationsschutz zurückgehe, sagte ein Börsianer.

Positive Signale vom US-Arbeitsmarkt konnten den Nachrichten aus China und der Euro-Zone nichts entgegensetzen. In der zurückliegenden Woche stellten so wenig Amerikaner einen neuen Antrag auf Arbeitslosenhilfe wie seit vier Jahren nicht mehr Analysten hatten dagegen mit einem leichten Anstieg gerechnet.

Kommentare (22)

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Julian

22.03.2012, 09:33 Uhr

RUMSCH! 9:29 von 7070 auf 6990 xD jemand Infos?

Bruzens

22.03.2012, 09:37 Uhr

geil...die 7000 is wieder gefallen...ich lach mich schlapp...jetzt haben die ganzen Optimisten hier endlich mal einen dicken Dämpfer...Kleiner Tipp: Schön die Aktien halten ;-))))

Humorist

22.03.2012, 09:38 Uhr

ja. der Dax ist gefallen ;-)

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