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12.02.2015

17:46 Uhr

Börse Frankfurt

Minsker Abkommen sorgt für neuen Dax-Rekord

Die Ukraine und Russland haben sich in Minsk auf einen Waffenstillstand geeinigt. Die Börsianer feierten den baldigen Frieden. Der MDax erklomm ein neues Allzeithoch, der Dax schließt so hoch wie nie zuvor.

Börse am Abend

Dax bleibt cool - trotz Griechenland und Minsk

Börse am Abend: Dax bleibt cool - trotz Griechenland und Minsk

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Frankfurt„Wir haben uns auf wesentliche Punkte geeinigt“. Das waren die erlösenden Worte von Russland Präsident Wladimir Putin für viele Börsianer. Damit ging der Verhandlungsmarathon in der weißrussischen Hauptstadt Minsk mit einem Ergebnis zu Ende. Zwar ist noch überhaupt nicht absehbar, ob das Friedensabkommen, das eine Waffenruhe ab dem 15. Februar vorsieht, wirklich umgesetzt wird, doch an den Börsen wird bereits gefeiert.

Der Dax schoss nach der Meldung über die erfolgreichen Gespräche deutlich ins Plus. Am Ende notierte er 1,6 Prozent fester auf 10.920 Punkten und damit so hoch wie noch nie. „Der Dax erhält frischen Rückenwind aus Minsk“, sagte Marktanalyst Gregor Kuhn vom Wertpapierhändler IG.

Den Moskauer Leitindex RTS katapultierte es zwischenzeitlich sogar 5,8 Prozent ins Plus. Der MDax erklomm mit einem Plus von 1,8 Prozent bei 19.219 Punkten ein neues Rekordhoch. Der TecDax schloss 1,4 Prozent fester auf 1527 Zähler.

Nach Angaben des russischen Präsidialamtes wird in der Abschlusserklärung die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine garantiert. Putin sagte weiter, die Ukraine müsse eine Verfassungsreform vornehmen, damit die Rechte der Menschen in den östlichen Landesteilen respektiert würden.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Neben dem Ukraine-Gipfel blicken die Anleger heute auch nach Brüssel. Griechenlands Finanzminister Varoufakis soll die EU-Finanzminister brüskiert haben, weil er kein schriftliches Papier über Griechenlands Strategie bereitgehalten hatte. Nun sind die Verhandlungen auf Montag vertagt – die letzte Chance für Griechenland, das laufenden Hilfsprogramm der EU fristgerecht zu verlängern. Einem griechischen Regierungsvertreter zufolge habe sich das Krisenland zu einer Reihe von Reformen verpflichtet, neue Kredite wolle es aber nicht mehr beantragen. Er stellte darüber hinaus nochmals klar, dass sie keine Verlängerung ihrer Kreditlinie unter den bisherigen Bedingungen wollen, sondern ein neues Programm fordern.

In München wurde der Ifo-Weltwirtschaftsklima-Index für das erste Quartals 2015 veröffentlicht. Das Barometer stieg minimal um 0,9 auf 95,9 Punkte. Ende 2014 hatte es noch einen spürbaren Rückgang auf den tiefsten Stand seit Mitte 2013 gegeben. Während die rund 1000 vom Ifo befragten Ökonomen ihre Erwartungen für die Konjunktur nach oben schraubten, schätzten sie die Lage unverändert ein. „Die Weltkonjunktur als Ganzes zeigt wenig Dynamik“, erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. „Regional betrachtet gibt es allerdings erhebliche Unterschiede.“

Kommentare (37)

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Konstantin Becker

12.02.2015, 08:31 Uhr

So zögerlich wie der Dax bin ich auch.

Wartet man jetzt auf eine Korrektur um dann einzusteigen oder wird man dann im fallenden Markt erwischt.
Kann man jetzt schon kaufen? Ich weiss es nicht!
Leider habe ich die letzten paar tausend Punkte verpasst,deshalb möchte ich jetzt gerne dabei sein.
Was meinen delta und Bauer dazu?

Herr Peter Lorenz

12.02.2015, 08:52 Uhr

Da ja die Pflichtblätter der Börse wochenlang für Aktien geworben haben, ja sogar den Kauf auf Kredit empfohlen haben, zudem Aktien alternativlos und die Dividenden die neuen Zinsen sind, kann man eigentlich nichts falsch machen. Schließlich handelt es sich ja hier nicht um die Lügenpresse.

Account gelöscht!

12.02.2015, 09:01 Uhr

Die richtigen Aktien,die big player , können Sie zu jeder Zeit kaufen,die verdienen immer und zahlen Dividende.
Wenn Ihr Kaufkurs auch sehr weit negativ fällt sollten Sie immer den langen , 30-50 Jahre, Anlagehorizont sehen.

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