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17.06.2011

17:54 Uhr

Börse Frankfurt

Mögliche Schuldenlösung beflügelte Dax

Der Dax drehte in die Gewinnzone nachdem bekannt wurde, dass private Gläubiger an der Rettung Griechenlands beteiligt werden sollen. Weiterhin verhalf der Hexensabbat zu Kurssprüngen.

Börse Frankfurt: Eine mögliche Entspannung der Griechenlandkrise sorgte für den Aufwärtstrend. Quelle: dpa

Börse Frankfurt: Eine mögliche Entspannung der Griechenlandkrise sorgte für den Aufwärtstrend.

FrankfurtDas Einlenken der stärksten europäischen Wirtschaftsmächte Deutschland und Frankreich in der Griechenlandkrise ließen die Börsen aufatmen. Der Dax drehte vom deutlichen Minus in ein starkes Plus. Der deutsche Leitindex schloss 0,8 Prozent fester auf 7.164,05 Punkte. Nach einer Durststrecke von sechs Verlustwochen in Folge steht damit wieder ein Plus von 1,33 Prozent auf Wochensicht zu Buche. Am Vormittag hatte der Dax bis zu 0,9 Prozent verloren. Zur Mittagszeit drehte er und durchbrach zwischenzeitlich die psychologisch wichtige Marke von 7.200 Punkten. Der MDax beendete den Handelstag mit einem Verlust von 0,3 Prozent bei 10.530,47 Punkten. Der TecDax verlor 0,5 Prozent auf 870,55 Punkte.

Am sogenannten Hexensabbat, an dem ein dreifacher Verfall stattfindet, kommt es oft zu heftigen Kursbewegungen, weil Anleger die Kurse derjenigen Aktien, auf die sie Derivate haben, in die für sie günstige Richtung beeinflussen wollen. Der Settlement-Kurs für Dax-Optionen ist am Freitag mit 7203,67 (Vormonat: 7330,00) Punkten festgesetzt worden. Am Mittag wurden massiv Short-Positionen wegen des heutigen Verfalltages geschlossen, weshalb der Dax innerhalb von einer Stunde um 100 Punkte ausbrach.

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Mögliche Entspannung der Griechenlandkrise

Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat heute sein neues Kabinett vorgestellt. Verteidigungsminister Evangelos Venizelos soll Giorgos Papakonstantinou als Finanzminister ablösen. Deutschland und Frankreich fordern eine rasche Lösung für ein zweites Griechenland-Rettungspaket und wollen die Europäische Zentralbank (EZB) eng einbeziehen, wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy nach einem Treffen in Berlin betonten. Die freiwillige Beteiligung privater Gläubiger müsse im Einvernehmen mit der EZB erfolgen. Diese hielt jedoch an ihrer Warnung vor einem Kreditausfall des pleitebedrohten Landes fest. „An unserer Sichtweise hat sich nichts geändert“, sagte eine EZB-Sprecherin in Frankfurt. Ein Händler sprach trotzdem schon von einem „Befreiungsschlag“ für den Markt und vor allem für die Banken.

Allerdings sind die fundamentalen Unsicherheiten nicht weggewischt. „Mit der Vertrauensfrage des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou im Parlament und auch mit dem Treffen der Euro-Finanzminister werden in den kommenden Tagen wichtige Weichen gestellt“, sagte Analyst Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel.

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Gemeinsam mit dem Markt drehten auch die zum Auftakt noch schwachen Bankentitel ins Plus. Aktien der Deutschen Bank schlossen 1,4 Prozent fester auf 40,32 Euro und Commerzbank-Papiere gewannen 0,92 Prozent auf 3,06 Euro. Auch Versicherungswerte profitierten: Papiere von Munich Re waren mit plus 2,28 Prozent auf 103,35 Euro nach der jüngsten Talfahrt größter Dax-Gewinner. Die US-Investmentbank Morgan Stanley sieht die Papiere zudem als einen der „Top Picks“ im Versicherungssektor.

Kommentare (7)

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17.06.2011, 08:31 Uhr

wer angst hat, sollte lieber mit barbie-puppen spielen als sich mit börse beschäftigen...

blablabla

17.06.2011, 09:10 Uhr

Wer nicht einmal die deutsche Rechtschreibung beherrscht, sollte aufhören sich auf "Handelsblatt" als jemanden auszugeben, der er gerne wäre.

Account gelöscht!

17.06.2011, 09:31 Uhr

man sollte wirklich nicht von sich auf andere schließen...

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