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23.05.2016

17:46 Uhr

Börse Frankfurt

Nächster schwarzer Tag für die Bayer-Aktie

Der Dax verliert wieder an Fahrt. Für Unsicherheit sorgen Bayers milliardenschweres Kaufangebot für Monsanto, sinkende Ölpreise und Zinsspekulationen in den USA. Die Anleger gehen in Deckung.

Börse am Abend

Bayers Monsato-Deal lässt Dax abstürzen

Börse am Abend: Bayers Monsato-Deal lässt Dax abstürzen

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FrankfurtDer Dax ist hin- und hergerissen. Das Zwischenhoch nach einem schwachen Start ist schnell verpufft. Der Dax schloss 0,7 Prozent leichter bei 9842 Punkten. Für Belastung sorgt Bayers Milliardenangebot für Monsanto, dass viele Bayer-Anleger verschreckte und die Aktie 5,7 Prozent ins Minus riss. Darüber hinaus trübten steigende Ölpreise und Spekulationen über eine baldige Zinserhöhung in den USA die Stimmung.

Mehrere Führungsmitglieder der US-Notenbank Fed haben Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung genährt. Der Chef des Fed-Ablegers in San Francisco, John Williams, sagte am Montag in New York, es seien noch zwei bis drei Schritte nach oben in diesem Jahr drin. Das Angebot an Arbeitskräften sei bereits relativ knapp, sagte der Präsident des Fed-Ablegers St. Louis, James Bullard, in Peking. Dies wiederum bedeute Auftrieb für die Inflation. Der US-Währungshüter Eric Rosengren sagte der „Financial Times“, die Bedingungen für eine Erhöhung seien im Großen und Ganzen erfüllt.

Börse am Mittag

Anleger gegen Monsanto-Deal: Bayer-Aktie rutscht in den Keller

Börse am Mittag: Anleger gegen Monsanto-Deal: Bayer-Aktie rutscht in den Keller

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Die Unsicherheit über die weitere Geldpolitik der USA, wo die Fed im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren die Zinsen angehoben hatte, macht den Anlegern seit Wochen zu schaffen. Hinzu kommt das näher rückende Referendum der Briten über ihre Mitgliedschaft in der EU. Vor so entscheidenden Terminen wolle sich niemand zu weit aus dem Fenster lehnen, sagte ein Händler. Da jetzt auch noch die Bilanzsaison als Impulsgeber abflaue, fehle den Anlegern eine klare Orientierung. Wir gehen in die nachrichtenarme Sommerphase, auch wenn das Wetter nicht danach aussieht.“

Bayer legt Angebot vor: 62 Milliarden Dollar für Monsanto

Bayer legt Angebot vor

62 Milliarden Dollar für Monsanto

Bayer hat sein offizielles Angebot für den umstrittenen US-Saatgutkonzern Monsanto vorgelegt. Mit der Übernahme würden die Leverkusener zum weltgrößten Saatguthersteller aufsteigen. Die Börse sieht den Deal kritisch.

An den Ölmärkten machten Neuigkeiten aus dem Iran den Händlern zu schaffen. Das Land will seine Produktion nicht drosseln. Damit wachsen wieder die Befürchtungen über ein weiterhin die Nachfrage übersteigendes Angebot an Öl. Ein Fass (159 Liter) Brent aus der Nordsee verbilligte sich deswegen um 1,8 Prozent auf 47,85 Dollar. Sollten die Preise ihre Talfahrt vom Jahresanfang wiederaufnehmen, könnte das schnell Befürchtungen über die Folgen neuer Pleiten im Energiesektor schüren.

Für den meisten Gesprächsstoff an der Börse sorgte heute Bayer. Die Leverkusener wollen Nägel mit Köpfen machen. Der Chemieriese hat dem US-Saatguthersteller ein Angebot vorgelegt. 122 Dollar je Monsanto-Aktie bieten die Leverkusener – in bar. Sollte der Deal zustande kommen würde Bayer der Deal satte 62 Milliarden Dollar (55,2 Milliarden Euro) kosten. Ohne ein Kapitalerhöhung könnten sich die Leverkusener diese Übernahme jedoch nicht leisten. Angekündigt ist eine Erhöhung von etwa 14 Milliarden Euro – sehr zum Unmut der Bayer-Aktionäre.

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