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02.10.2013

18:13 Uhr

Börse Frankfurt

Nervöse Wall Street beschert Dax Verluste

Draghi und Letta sorgen erst für Entspannung, die unsichere Lage in den USA sorgt allerdings für Verluste beim Dax. Schwache US-Arbeitsmarktdaten drücken die Kurse. Der EZB-Rat belässt Leitzins wie erwartet bei 0,5 Prozent.

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Auch wenn Experten erwarteten, dass Berlusconi letztlich einlenken und die italienische Regierung um Enrico Letta bei der Vertrauensfrage unterstützen werde, zeigten sich die Märkte nervös. Als Berlusconis Partei, die PdL, dann aber verkündete, dass sie nicht vorhabe, gegen die Regierung zu stimmen, stabilisierten sich die Verluste beim deutschen Leitindex. Anschließend gab der Kurs aber wieder nach. Schuld daran war der schwache Handelsauftakt an der Wall Street. Der Dow Jones stieg mit einem Minus von 0,7 Prozent ein. Das beeinflusste den Dax und ließ ihn auf ein Tagestief fallen.

Am Ende schloss der Dax mit 0,7 Prozent Abschlag bei 8629 Zählern, die Nebenwerte aus dem MDax gaben 0,3 Prozent nach und der TecDax steckt mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 1095 in einem Langzeithoch.

Der US-Budgetstreit war für Börsianer das beherrschende Thema. „Das Herunterfahren des Regierungsapparates ist nur ein kleiner Appetithappen im Vergleich zum Menü, das uns bevorsteht wenn sich über die nächsten zwei Wochen keine Einigung über die Schuldenobergrenze erzielen lässt“, kommentierte Marktstratege David Zervos vom Analysehaus Jefferies.

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Es dauerte bis zur ersten Abstimmung im italienischen Parlament, bis gute Signale aus Italien kamen. In der ersten Kammer wurde der amtierenden Regierung das Vertrauen ausgesprochen, die zweite folgte am Abend. An der Mailänder Börse erholten sich die Kurse von ihren Vortagesverlusten. Die Anleger setzten darauf, dass Regierungschef Enrico Letta eine gute Chance hat, den Machtkampf im Parlament zu überstehen. Sie sollten Recht behalten.

Statements einzelner Abgeordneter machten die Entscheidung noch einmal spannend, aber letztlich drehte Berlusconi bei und unterstützte die Regierung um Enrico Letta. Der FTSE MIB, der Mailänder Leitindex, stieg um 0,7 Prozent. Die Entscheidung nahm die Nervosität von den Märkten und brachte den Dax aus dem Tagestief heraus, ehe die New Yorker Börse die Angst über die Zahlungsunfähigkeit der USA ins Bewusstsein der Frankfurter Händler brachte. Sowohl Republikaner als auch Demokraten lassen eine grundsätzliche Kompromissbereitschaft vermissen.

Viele Anleger setzen zudem darauf, dass die US-Notenbank die Banken weiter großzügig mit Geld versorgen wird. Die Fed will die Geldflut nur dann drosseln, wenn sich die Lage am Arbeitsmarkt deutlich verbessert. Die Veröffentlichung des dafür entscheidenden September-Berichts könnte aber auf sich warten lassen. Denn der vorgesehene Termin am Freitag könnte wegen der Schließung der Bundesbehörden nicht einzuhalten sein.

Einen Vorgeschmack auf die offiziellen Zahlen konnte aber der ADP-Arbeitsmarktbericht geben. Die Daten des privaten Instituts bilanzierten im vergangen Monat 166.000 Arbeitsplätze neugeschaffene Arbeitsplätze, erwartet wurde ein stärkerer Einstieg. Wegen des Haushaltsstreits in den USA würden dem ADP-Bericht womöglich mehr Gewicht verliehen werden, hieß es, was die Kurse letztlich bezeugten.

Kommentare (29)

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Programmierer

02.10.2013, 09:02 Uhr

Und schon geht's wieder UP.

Programmierer

02.10.2013, 09:24 Uhr

Ausserbörslich,kurz vor 22:00 Uhr konnte man wieder wie immer billig Daxcalls kaufen.
Das muß man wissen und nutzen, Gewinne von 200% und mehr dadurch möglich.
Solange die Notenbanken das Casino mit billigem Geld unterstützen alles ohne Risiko.

RumpelstilzchenA

02.10.2013, 09:27 Uhr

Kräht der Hahn (Draghi) auf dem Mist, ändert sich das Börsenwetter oder es bleibt wie es ist.

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