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21.08.2013

17:51 Uhr

Börse Frankfurt

Nichts geht mehr!

Jetzt hängt alles von der Fed ab. Ihre Aussagen zur künftigen Geldpolitik können zu deutlichen Verwerfungen an den Börsen führen. Deutsche Anleger sind zum zuschauen verdammt. Sie können erst morgen wieder eingreifen.

Die Börse am Mittag

Video: Die Börse am Mittag

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FrankfurtDie Aktionäre in Deutschland hatten heute noch die Chance sich im Vorfeld der Veröffentlichung der Fed-Protokolle gemäß ihrer Vorstellung und Spekulationen zu positionieren. Wirklich genutzt haben sie die Möglichkeit aber nicht. Der Dax notierte beinah den ganzen Handelstag über in sehr engen Bahnen. Erst kurz vor Handelsschluss nahmen die Verkaufsorder in Frankfurt ein wenig zu. Am Ende schloss der Dax bei einem Kurs von 8285 Punkten knapp 0,2 Prozent im Minus. Das Handelsvolumen lag heute weit unterhalb des normalen Niveaus.

In der zweiten Reihe waren die Kursbewegungen ebenfalls überschaubar. Der MDax kam am Ende nicht über einen Kurs von 14.595 Punkten hinaus, womit er wie der Dax 0,2 Prozent im Minus lag. Auch der TecDax gab 0,2 Prozent nach auf 1021 Zähler.

Der Handel in den USA war wie in Europa nicht gerade von Lebhaftigkeit gekennzeichnet. Der Dow Jones pendelte mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 14.950 Punkten in der Nähe seine Eröffnungskurses. Wie auf dem alten Kontinent warten die Händler auch in den Staaten auf die Veröffentlichung der Protokolle des Offenmarktausschusses von Ende Juli. Die Börsianer erhoffen sich weitere Anhaltspunkte darüber zu erhalten, wie die Fed künftig ihre Geldpolitik gestalten wird. Bisher kauft die Notenbank zur Unterstützung der amerikanischen Konjunktur Monat für Monat US-Anleihen im Wert von 85 Milliarden Dollar auf. Eine Drosselung des Anleihekaufprogramms wurde schon mehrfach von US-Notenbanker angedeutet. Konkreter Zeitpunkt und Umfang des sogenannten "Tapering" sind jedoch nicht bekannt.

Unter den Analysten wird darüber heftig spekuliert. Es herrscht keinesfalls Einigkeit bei diesem Thema. So erwartet die Credit Agricole ein Drosselungsvolumen von 20 Milliarden Dollar. Einen genauen Zeitpunkt nannte die Bank allerdings nicht.

Demgegenüber hält Michelle Girard, Chefvolkswirtin für die USA bei der Royal Bank of Scotland (RBS), eine zeitnahe Reduzierung der Anleihekäufe für wahrscheinlich. "Die Protokolle sollten die Einschätzung untermauern, dass die Drosselung in der September-Sitzung beschlossen wird, solange sich der Arbeitsmarkt gut entwickelt.". Für den Commerzbank-Analysten Lutz Karpowitz ist dieser Termin allerdings alles andere als sicher. "Wir rechnen damit, dass der Markt letztlich überrascht sein wird."

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Die Börsianer werden sich wohl oder übel gedulden müssen – zumindest in Europa. Denn wie sich die Notenbank letztlich entschieden hat, wird sie erst um 20 Uhr (MESZ), also nach europäischen Börsenschluss, preisgeben. Dann werden in Washington die Fed-Protokolle des Offenmarktausschusses der Öffentlichkeit präsentiert.

Weiteren Aufschluss über das Anleihekaufprogramm soll das einen Tag später beginnende internationale Treffen der Top-Notenbanker in Jackson Hole bringen – wo die Geldelite indes mit Abwesenheit glänzt. EZB-Chef Mario Draghi und Ben Bernanke schwänzen den Pflichttermin.

Kommentare (71)

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Programmierer

21.08.2013, 07:32 Uhr

Jaja,von wegen der DAX sinkt leicht. Solange die Notenbank und die Politik nichts ändern wird hier langfristig gar nichts sinken.
Das Casino ist weiterhin geöffnet, man muß nur eintreten,jeder kann mitverdienen.
Funktioniert wie ein Schneeballsystem.
Die Maschinen mit ihrem Hochfrequenzhandel sind auf Gewinnmaximierung programmiert.
Da kann der normale Mensch nur staunend zuschauen,aber nicht ich,denn ich bin nicht normal,ich habe das System verstanden.

Juenger

21.08.2013, 07:37 Uhr

Was muss ich heute morgen kaufen?

Porschefahrer

21.08.2013, 07:44 Uhr

Programmierer
Wo soll ich heute morgen einsteigen? 8300 sind immer sicher, aber wo soll ich sonst noch am
besten Limits setzen? Gestern lief es genau wie sie es geschrieben haben

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