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13.12.2013

18:21 Uhr

Börse Frankfurt

Nur mit Mühe hält der Dax die 9000 Punkte

Bis zum Nachmittag hielt sich der Dax im Plus. Doch die Unsicherheit über die Fed-Entscheidung setzte den Kurs kräftig unter Druck. Am Ende ging der Leitindex unverändert aus einem richtungslosen Handel.

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Der heutige Freitaghandels verlief ohne klare Richtung, die Anspannung war den Börsen anzumerken. Die Angst, dass die Fed aufgrund der wachsenden US-Wirtschaft schon am Mittwoch einen Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik ankündigt, hielt die Märkte fest im Griff.

Lange hielt der Dax den Verlusten der letzten Tage stand und tendierte leicht im Plus. Am Nachmittag sorgten dann aber der US-Erzeugerpreis-Index und eine verhaltene Wall Street dafür, dass der Dax unter die 9000er Marke fiel. Eine klare Marschrichtung gab es nicht. Zweifel an einer längeren Laufzeit der Förderprogramme der Notenbank sorgten wiederholt für Schwankungen.

Am Ende schloss der Dax bei 9006 Punkten, was ein leichtes Minus von 0,1 Prozent bedeutet. Auch die Nebenwerte kamen nicht wirklich vom Fleck. Der MDax schloss unverändert bei 15.898 Punkten. Lediglich der TecDax gab etwas stärker nach und ging mit 1110 Zählern aus dem Handel - 0,4 Prozent leichter .

Damit entwickelt sich der Dezember für Anleger zu einem Monat des Grauens. Fast 400 Punkte verlor der Dax seit Ende November. Gestern ging es 0,7 Prozent runter auf 9017 Punkte. Über Wochensicht verlor das wichtigste deutsche Börsenbarometer aber 1,8 Prozent.

Die Vorgaben aus Asien waren schwach - die meisten Börsen im Osten schlossen im leichten Minus oder auf Vortagskursniveau. Lediglich der Nikkei225 konnte - weiter getrieben vom schwachen Yen - um 0,4 Prozent zulegen.

Etliche Investoren wetten nach dem Kompromiss im Haushaltsstreit und soliden Einzelhandelsdaten für November darauf, dass es schon am kommenden Mittwoch so weit sein könnte, denn dann wird in Washington das Gremium der Notenbank tagen und eine Entscheidung treffen.

Die Meilensteine des Dax

1. Juli 1988

Der Dax wird aus der Taufe gehoben. Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.

5. April 1991

In Frankfurt geht das „Interbank Informations System” - kurz Ibis genannt und eine Art Vorläufer des Xetra-Systems - an den Start.

19. Januar 1996

Die Börse führt den MDax ein, dem zunächst 70 mittelgroße Unternehmen angehören. Im März 2003 wird der MDax auf 50 Unternehmen verkleinert.

18. November 1996

Bei der Privatisierung der Deutschen Telekom wird die T-Aktie als Volksaktie vermarktet. Das Interesse der Öffentlichkeit am Dax nimmt dramatisch zu.

10. März 1997

Start des Neuen Marktes. Nach einer Reihe von Skandalen wird das Segment am 21. März 2003 wieder abgeschafft. Am 24. März 2003 wird als inoffizieller Nachfolger der TecDax eingeführt, dem 30 Tech-Aktien angehören.

28. November 1997

Mit dem neuen elektronischen Handelssystem Xetra - kurz für „Exchange Electronic Trading” - bricht für die Börse ein neues Zeitalter an. Zunächst werden 109 Aktien auf Xetra gehandelt. Später öffnet die Börse Xetra für alle deutschen sowie für europäische und US-Aktien.

7. März 2000

Der Dax erreicht ein Rekordhoch von 8136,16 Punkten. Händler begründen die Euphorie mit Fusionsfieber. Ein geplanter Zusammenschluss der Deutschen mit der Dresdner Bank scheitert aber. Die Dresdner Bank geht an die Allianz, die sie im Mai 2009 an die Commerzbank weiterreicht. Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33-fach überzeichnet. Danach beginnt beim Dax eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

12. März 2000

Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33-fach überzeichnet. Beim Börsendebüt am nächsten Tag erreicht die Aktie in der Spitze knapp 85 Euro. Heute notieren die Infineon-Titel bei 6,60 Euro. Danach beginnt eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

12. März 2003

Der Dax rutscht unter 2200 Punkte und notiert damit so tief wie zuletzt im November 1995. Im Laufe des Jahres dreht er. Mit der Erholung der Weltwirtschaft in den Folgejahren wächst auch das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.

1. Juni 2007

Erstmals seit März 2000 steigt der Dax wieder über 8000 Punkte.

13. Juli 2007

Mit 8.152 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein. Trotz erster Bankenpleiten und Notoperationen der EZB am Geldmarkt hält sich der Dax zu Beginn des Krisenjahres 2008 über 8000 Zählern. Doch ab dann geht es bergab. 2009 beschleunigt der Absturz des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate die Talfahrt des Dax.

21. Januar 2008

Der Absturz des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate leitet die Talfahrt des Dax ein. Am 21. Januar fällt der Index um mehr als 500 Zähler oder sieben Prozent auf 6790 Punkte.

9. März 2009

Die Krise der Banken hat Tribut gefordert: Mit 3588 Punkten erreicht der Dax zeitweise den niedrigsten Stand seit Oktober 2003. Doch es gibt Hoffnung. Denn nur wenige Tage später wirft die Fed die Notenpresse an. Von nun an geht es bergauf. Am 25. Oktober schafft der Dax zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die Marke von 9000 Punkten.

22. Mai 2013

Der Mai wurde für den Dax der Monat der Rekorde. Nachdem der Dax ein Rekordhoch nach dem anderen knackt, liegt das neue Allzeithoch bei 8.558 Punkten.

25. Oktober 2013

Der Dax schafft zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung über die Marke von 9000 Punkten.

7. November 2013

Neuer Rekord: Der Dax steigt zwischenzeitlich auf ein Allzeithoch von 9193 Punkten, gab bis zum Handelsende aber einen Teil der Gewinne wieder ab. Zum Börsenschluss reichte es für 9081 Punkten. Die Anleger feierten die überraschende Senkung des Leitzinses durch die EZB auf 0,25 Prozent.

25. November 2013

Der Dax beginnt die neue Handelswoche mit einer Rekordjagd. Schon in den ersten Minuten springt der Index über das alte Rekordhoch von 9254 Punkten und pendelt bereits vormittags an der Marke von 9300 Punkten.

2. Dezember 2013

Trotz eines ruhigen Präsenzhandels konnte der Dax an diesem Montag eine neue Bestmarke setzen: Er stieg am Vormittag bis auf 9424,83 Punkte.

30. Dezember 2013

Der Dax beendet seine Jahresendrally knapp über der Marke von 9500 Punkten.

4. Februar 2014

Der Dax startet stark ins neue Jahr und erreicht am 17. Januar mit 9789 Punkten abermals ein Rekordhoch. Börsianer hoffen, dass der Index nun über die 10000-Punkte-Markte springt und werden enttäuscht: Gegen Monatsende geht dem Dax die Puste. Am 31. Januar schließt er bei 9349 Punkten und läutet den Februar mit fallenden Kursen ein.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten erwarten unterdessen mehrheitlich, dass die Fed erst im März vom Gaspedal gehen wird. Den Ton an den weltweiten Aktienmärkten wird sie nach Meinung der Börsenprofis auch im kommenden Jahr vorgeben. Immer neue Spekulationen über den geldpolitischen Kurs der weltgrößten Volkswirtschaft könnten dann weltweit für höhere Kursschwankungen sorgen.

Die beste Wertentwicklung 2014 könnten laut einer Reuters-Umfrage die europäischen Börsen schaffen. Im Schnitt wird ihnen ein Plus von 14 Prozent zugetraut. Die Durchschnittsprognose für den Dax liegt bei 10.000 Punkten. Der Dow Jones schloss 0,6 Prozent tiefer bei 15.739 Punkten, der Nikkei notiert zum Börsenschluss mit 0,4 Prozent im Plus bei 15.403 Punkten.

Anleger sollten trotz der Verlustserie fürs nächste Jahr optimistisch sein, findet Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege beim Vermögensverwalter Flossbach von Storch in Köln. Der Fondsmanager empfiehlt Aktien von Unternehmen, die global aufgestellt sind, nachhaltig wachsen und deren Bilanzen solide finanziert sind. „Viele Investoren haben diesen Standpunkt mittlerweile verstanden, wenngleich ihm nicht alle folgen“, sagt Vorndran.

„Vor drei oder vier Jahren war es die Furcht vor einer Eskalation der Eurokrise, die sie davon abhielt Aktien zu kaufen; heute ist es die Angst vor den aus ihrer Sicht allzu luftigen Bewertungen an der Börse“. Eine Blase, die nur darauf warte, angestochen zu werden, auf dass die Luft wieder entweiche“.

Vorndran rät weiterhin zu Aktien: „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Multiple-Expansion, also die Ausweitung der Bewertungsniveaus am Aktienmarkt, noch lange nicht vorbei ist“.

Kommentare (5)

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Genial_Einfach_Genial

13.12.2013, 09:00 Uhr

Update zur deltaone-Strategie bezogen auf 1000 Anteile von DBX0BY:

==> -0,56% / -400 Euro <==

Freidenker

13.12.2013, 09:54 Uhr

Das ist doch alles so von den Superreichen gewollt!! Blasen entstehen zu lassen um nach deren Blatzen umzuverteilen!!

DAS HAT SYSTEM!! Und solche miesen Typen wie Buffet lachen über den Rest der Menschheit!

Goldbaeren

13.12.2013, 10:19 Uhr

Es steht jedem frei zu denken, sogar dem Freidenker.

Allerdings sollte man sich bemühen, nicht nur zu denken, dass man denkt.

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