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03.07.2013

18:03 Uhr

Börse Frankfurt

Portugal lässt Dax-Anleger zittern

EU-Kommissionspräsident Jose Barroso behauptete jüngst, die Euro-Krise sei überstanden. Falsch gelegen! Sie ist wieder da und lässt den Dax tief ins Minus fallen. Auslöser allen Übels war Portugal.

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FrankfurtDer Dax kann sich auch am Mittwoch nicht von seinen Verlusten befreien. Schon zum Start präsentierte sich der Deutsche Aktienindex in desolater Verfassung. Schlechte Vorgaben aus China und die Regierungskrise in Portugal ließen ihn am Morgen auf ein Tagestief von 7.730 Punkten fallen.

Später grenzte der Dax seine Verluste ein wenig ein. Am Ende ging der Leitindex mit einem Minus von 1,1 Prozent auf 7.827 Zählern aus dem Handel. In der letzten Handelsstunde kamen dem Dax die positiv ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten sowie die freundlicher notierenden US-Börsen zugute.

Insgesamt stand der heutige Handelstag ganz unter dem Zeichen der Euro-Krise. Die Krise von der EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso noch vor etwas mehr als einem Monat behauptet hatte, sie sei überstanden. Die Regierungskrise in Portugal, die die Krise wieder auf den Tagesplan gebracht hat, wirkte so stark, dass sogar das Notenbanken-Hick-Hack der vergangenen Wochen in den Hintergrund rückte

Die Regierung des spanischen Nachbarlandes zeigt immer größere Auflösungserscheinungen. Immer mehr Minister treten zurück oder haben es vor. Ministerpräsident Pedro Passos Coelho warnte vor politischer Instabilität. Zuvor war nach dem Finanzminister auch der Außenminister Paulo Portas zurückgetreten. Zuletzt sickerte durch, dass vermutlich Landwirtschaftsminister Assuncao Cristas und Sozialminister Pedro Mota Soares, die wie Portas der konservativen CDS-PP angehören, am Mittwoch ihre Ämter niederlegen wollen. Die Spitze CDS-PP wolle im Laufe des Tages ihr weiteres Vorgehen abstimmen, berichtete die Zeitung "Diario de Noticias". Ohne die Partei hat der konservative Ministerpräsident Pedro Passos Coelho keine Mehrheit im Parlament.

Der Leitindex der Lissaboner Börse gab am Mittwoch satte 5,2 Prozent nach. Besonders deutlich rauschten portugiesische Banken in den Keller. Die Banco Portugues verlor knapp 13 Prozent, die Banco Espirito Santo gab fast elf Prozent nach. Auch die Staatsanleihen gerieten unter Druck. Die Rendite der zehnjährigen Titel stieg zeitweise auf über acht Prozent, den höchsten Stand seit Dezember 2012.

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"Die politische Unsicherheit in Portugal geistert durch die Märkte", sagte Marktstratege Ishaq Siddiqi von ETX Capital. Er skizzierte das "worst-case-Szenario" der Investoren - nämlich dass das Land womöglich seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, die Regierung zerbricht und eine Staatspleite droht. Der Ansteckungseffekt könne nach Griechenland schwappen, "ein Land, das im Moment ohnehin schon um die Auszahlung seiner nächsten Hilfstranche kämpft".

In Griechenland drehe sich derzeit alles um die Frage, ob der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Auffassung über die Schuldentragfähigkeit des Landes ändern und aus dem Hilfsprogramm aussteigen werde, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. "Wenn das kein Déjà-vu ist." Es gebe sogar erste Anzeichen für Ansteckungseffekte bei spanischen und italienischen Anleihen. Die Renditen der jeweiligen zehnjährigen Titel stiegen von 4,41 Prozent auf 4,75 Prozent beziehungsweise von 4,567 Prozent auf 4,707 Prozent.

Kommentare (25)

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Profi

03.07.2013, 09:24 Uhr

21,879....da wagen wir mal ein Spiel mit RWE.

realist

03.07.2013, 09:42 Uhr

...............mein Junge Du solltest Dich schlafen legen. Wer hat Dich veranlaßt an die Börse zu gehen? Du scheinst keine Ahnung zu haben. Hast Dich an Äußerungen vor Tagen hochgerangt, weil Du kein Wissen und keine Ahnung von der Materie hast. Schlimme Keulenschläge für Dich, nicht wahr? Ist aber die Wahrheit. Was ist denn wirklich los?
Der deutsche Aktien-Index Dax geht jetzt und in nachfolgender Zeit in Crash-Raten nach unten. Also kein Crash mit einem Schlag, sondern in Etappen. Ja, so ist es. Also ein humaner Abstieg auf Raten, damit die Blutungen nicht zu stark werden? Ja, so ist es.
Du bist genauso verstört, wie ein groß Teil selbst der Profis, die an den ungehemmten Anstieg glaubten. Ja, so ist es. Es kommt jetzt die Ernte des billigen Geldes an den Märkten. Die Bestrafung für diese Untaten? Ja, so ist es. Also Du solltest Dich von der Börse fernhalten. Zahlst jetzt Lehrgeld für Deine dumme Tat. Was kann ich Dir raten? Nun, abwarten bis sich der Kurs bei dem Du eingestiegen bist, sich wieder erholt und dann alles verkaufen und und Dich schlafen legen.
Denn wir gehen unglaublich unsicheren Zeiten entgegen, was die Geldanlage an der Börse angeht. Mit Dir gehen noch andere Börsenspinner in die Grüzze. Du bist nicht alleine. Wünsch Dir für die Zukunft alles Gute. Lese Dich in die wirtschaftlich-politische Presse ein, damit Du schlauer wirst. Denn das Geschäft an der Börse ist nicht so einfach.

Account gelöscht!

03.07.2013, 09:47 Uhr

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