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15.01.2013

18:03 Uhr

Börse Frankfurt

SAP-Aktie schickt Dax ins Minus

Enttäuschende SAP-Zahlen haben den Dax am Dienstag ins Minus gezogen. Nach der Veröffentlichung von Quartalsergebnissen fiel die Aktie des Softwarekonzerns um über vier Prozent und vergraulte damit die Anleger.

Durchwachsener Börsentag: Händler in Frankfurt. dpa

Durchwachsener Börsentag: Händler in Frankfurt.

FrankfurtNach einem über weite Strecken ereignislosen Handelstag ist der Dax am Dienstag mit einem Minus von 0,7 Prozent und 7675 Punkten aus dem Handel gegangen. Nach mit Enttäuschung aufgenommenen Quartalszahlen der Softwareschmiede SAP verlor die Aktie des Konzerns zeitweise über vier Prozent und zog damit auch den Dax ins Minus. Der MDax stand am Abend 0,4 Prozent schlechter bei 12.268 Stellen, der TecDax notierte 1,1 Prozent schwächer bei 858 Punkten.

Händler verwiesen darauf, dass SAP mit seinen Eckdaten am Nachmittag die Stimmung getrübt und am Markt so für zusätzlichen Verkaufsdruck gesorgt habe. Die zuvor nur moderat im Minus liegenden SAP-Titel verloren bis Börsenschluss in Frankfurt 4,3 Prozent. Zwar meldeten die Walldorfer für das Gesamtjahr sowie für das vierte Quartal Rekordmarken beim Erlös, allerdings schrumpfte zugleich der Betriebsgewinn im Gesamtjahr im Vergleich zu 2011 um 17 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.

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Die Zahlen seien nicht schlecht, hätten aber die Erwartungen verfehlt, kommentierte ein Händler das Ergebnis. Zudem habe Oracle eine sehr gute Bilanz vorgelegt, weshalb man sich wohl bessere Zahlen von SAP erhofft habe. Oracle hatte im Dezember eine überraschend deutliche Verbesserung seines Quartalsergebnisses präsentiert.

In der ersten Hälfte des Handelstages sorgte der anhaltende Haushaltsstreit und anstehende Quartalsberichte in den USA für ein verhaltenes Agieren bei den Anlegern. Der Chefhändler der WGZ-Bank sprach von einer „Orientierungsphase“. Der Markt atme nach dem sehr starken Anstieg der letzten acht Wochen zunächst einmal durch, sagte der Banker, bevor die US-Berichtssaison in den nächsten Tagen Fahrt aufnehme. Ab Mittwoch startet die heiße Phase der US-Berichtssaison, wenn unter anderem JP Morgan seine Bücher öffnet.

Dax-Prognose: Wo steht der Leitindex Ende 2013?

Umfrage

Knapp 30 Prozent hat der Dax 2012 zugelegt. Weil Deutschlands Topkonzerne bestens aufgestellt sind, hält der Aufwärtstrend in diesem Jahr an, sagen Experten.

Quelle: Handelsblatt, Stand: 30.12.2012

Der Träumer

Nomura: 8.890 Punkte

Die Super-Optimisten

8500 Punkte erwarten Baader Bank, Commerzbank, Haspa und LBBW

Die Optimisten

Bank of America Merrill Lynch und Warburg: 8400 Punkte
BHF-Bank und Hauck & Aufhäuser: 8300 Punkte

Die Zuversichtlichen

Santander Bank: 8250 Punkte
Helaba, HSBC Trinkaus, Landesbank Berlin, Natixis, WGZ-Bank: 8200 Punkte

Die Durchschnittlichen

VP Bank: 8100 Punkte
BNP Paribas: 8084 Punkte

Der Durchschnitt

Der Schnitt aller befragten Experten liegt bei 8029 Punkten

Die 8.000er

8000 Punkte erwarten bis Ende 2013 Bankhaus Lampe, Bayerische Landesbank, Dekabank, Deutsche Bank und Unicredit

Die Vorsichtigen

7800 Punkte sehen Bank Julius Bär, Berenberg Bank, DZ Bank, NordLB und UBS
JP Morgan: 7785 Punkte
Postbank: 7750 Punkte

Die Negativen

Fürst Fugger Privatbank: 7600 Punkte
Bank Sarasin: 7500 Punkte

Die Pessimisten

National Bank: 7300 Punkte
Sociètè Gènèrale: 7250 Punkte

Der Super-Pessimist

Bankhaus Ellwanger & Geiger: 6900 Punkte

Im US-Haushaltsstreit hatte Fed-Chef Ben Bernanke die Abgeordneten am Montag zur Anhebung der Schuldenobergrenze aufgefordert, um einen Staatsbankrott zu vermeiden. Demokraten und Republikaner liegen seit Monaten wegen der Staatsschulden im Clinch. Zum Jahreswechsel hatten sie sich nur auf einen Minimalkompromiss einigen können. Das Thema sei noch lange nicht aus der Welt und dürfte die nächsten Wochen immer wieder eine Rolle spielen, sagte ein Börsianer.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

15.01.2013, 10:27 Uhr

morgens steigt er, (nach-)mittag rattert er wieder nach unten.

Schön blöd, wer gerade gekauft hat!

Kostolany

15.01.2013, 10:57 Uhr

Die Tradies denken,
die Börsen lenken.
Um die Börse zu verstehen,
darf man nicht Wirtschaftswissenschaft studiert haben.

Profi

15.01.2013, 11:42 Uhr

wenn alles steigen würde wie von der Presse vorhergesagt würde der DAX nicht bei 7700 +- verharren,oder?
jeder kleinste anstieg wird abverkauft,also ist ja tendenziell eher verkaufsbereitschaft da.und bei der abverkaufsgeschwindigkeit ist jeder insti gerade hochnervös und kickt seinen Müll lieber raus bevor er auf dem falschen Fuss erwischt wird.

bewegungen machen auch analysten kommentare,
Ich wette gestern hat Merril Lynch bzw.Blackrock K+S abverkauft,denn es gab keine Gegenbewung mehr im einklang mit dem Markt mittags um halb 5.zufällig kommt heute ein downgrade,da decken die sich wieder ein und schon wieder paar prozent geschnappt....aber analysten und trader werden ja durch eine "chinese wall" getrennt, klar

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