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14.10.2015

17:47 Uhr

Börse Frankfurt

Schlechte Zahlen zwingen Börsen zum Rückzug

Der deutsche Aktienmarkt hat nach einer starken Vorwoche einen Gang zurückgeschaltet. In Atem hielt die Anleger die Kurseinbrüche im MDax und TecDax. Die Übernahmepläne von Vonovia sorgten ebenfalls für Aufregung.

Börse am Abend

China und USA verhageln dem Dax die Laune

Börse am Abend: China und USA verhageln dem Dax die Laune

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FrankfurtNach dem schwachen Dienstag haben die Anleger auch am heutigen Mittwoch Kasse gemacht. Nach einem eher schwachen Start konnte sich der Index auch im Verlauf des Tages nur schwer berappeln. Der Dax schloss 1,2 Prozent tiefer bei 9.915 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Aktienwerte gab um 0,7 Prozent auf 19.587 Punkte nach. Für den TecDax ging es um besonders deutliche zwei Prozent auf 1691 Punkte nach unten - hier belasteten Kurseinbrüche bei dem Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk sowie bei dem Software-Hersteller Software AG. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,7 Prozent auf 3.197 Zähler.

So sparen die Deutschen

Der Durchschnitt

Ich spare regelmäßig: 64 Prozent
gelegentlich: 26 Prozent
gar nicht: 9 Prozent
keine Angabe: 1 Prozent
Quelle: Forsa-Umfrage „Sparerkompass 2015“

Nach Geschlecht

Regelmäßige Sparer:

Männer: 65 Prozent
Frauen: 62 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Männer: 22 Prozent
Frauen: 30 Prozent

Nicht-Sparer:
Männer: 11 Prozent
Frauen: 7 Prozent

Nach Alter

Regelmäßige Sparer:

18-29 Jahre: 63 Prozent
30-39 Jahre: 68 Prozent
40-49 Jahre: 62 Prozent
50-59 Jahre: 62 Prozent
60-69 Jahre: 65 Prozent

Nach Familienstand

Regelmäßige Sparer:
Mit einem Partner lebend: 68 Prozent
Allein lebend: 56 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Mit einem Partner lebend: 24 Prozent
Allein lebend: 31 Prozent

Nicht-Sparer:
Mit einem Partner lebend: 8 Prozent
Allein lebend: 11 Prozent

Nach Erwerbstätigkeit

Regelmäßige Sparer:
Erwerbstätig: 68 Prozent
Arbeiter: 66 Prozent
Angestellte: 71 Prozent
Beamte: 69 Prozent
Selbständig: 74 Prozent
Nicht erwerbstätig: 57 Prozent
Hausfrau: 65 Prozent
Rentner: 73 Prozent
Schüler/Student: 42 Prozent
Arbeitslos: 16 Prozent

Nach Ortsgröße

Regelmäßige Sparer:
Unter 20.000 Einwohner: 67 Prozent
20.000 bis 100.000 Einwohner: 64 Prozent
100.000 bis 500.000 Einwohner: 71 Prozent
500.000 Einwohner und mehr: 50 Prozent

Nach Bundesländern

Regelmäßige Sparer:
Berlin: 45 Prozent
Sachsen: 47 Prozent
Brandenburg: 53 Prozent
Niedersachsen: 53 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 56 Prozent
Hamburg: 61 Prozent
Schleswig-Holstein: 61 Prozent
Saarland: 65 Prozent
Sachsen-Anhalt: 66 Prozent
Baden-Württemberg: 66 Prozent
Hessen: 67 Prozent
Thüringen: 67 Prozent
Bremen: 68 Prozent
NRW: 68 Prozent
Rheinland-Pfalz: 68 Prozent
Bayern: 74 Prozent

Nach Summen

So viel spart der Durchschnittsdeutsche pro Monat:
Weniger als 50 Euro: 10 Prozent
50 bis unter 100 Euro: 22 Prozent
100 bis unter 200 Euro: 25 Prozent
200 bis unter 300 Euro: 15 Prozent
300 bis unter 400 Euro: 9 Prozent
400 bis unter 500 Euro: 5 Prozent
500 Euro und mehr: 10 Prozent

Genährt wurden die Konjunktursorgen vom überraschend schwachen Anstieg der Inflation in China. Die Teuerung in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft blieb mit 1,6 Prozent unter der Markterwartung von 1,8 Prozent und reihte sich damit in die jüngste Serie enttäuschender Daten ein. Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black warnte aber vor überzogenem Pessimismus. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Regierung und die Notenbank Maßnahmen wie Zinssenkungen zur Ankurbelung der Konjunktur ergreifen werden, ist deutlich gestiegen.”

Dem Devisenstrategen Niels Christensen von der Nordea Bank zufolge haben die Konjunkturdaten auch Auswirkungen auf die US-Geldpolitik. „Die trüben Aussichten für China könnten von der Fed als Argument genutzt werden, die Zinserhöhung zu verschieben.” Schließlich sprächen sich immer mehr Führungsmitglieder der Notenbank gegen eine baldige US-Zinswende aus. Anleger rechnen mehrheitlich erst für März 2016 mit einer ersten Anhebung des Schlüsselsatzes.

Bei einer Verschiebung der US-Zinswende steige zwar die Wahrscheinlichkeit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Wertpapierkäufe aufstockt, um die heimische Konjunktur anzukurbeln, betonte Andreas Paciorek, Analyst des Online-Brokers CMC Markets. „Aber bis es soweit ist, sollte die Dollar-Schwäche und im Gegenzug die Euro-Stärke anhalten.” Am Mittwoch kletterte der Euro auf von 1,1431 Dollar und notierte damit so hoch wie seit vier Wochen nicht mehr.

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