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20.12.2016

17:42 Uhr

Börse Frankfurt

Schwächelnder Euro hilft dem Dax

Nach den jüngsten Kursgewinnen haben die deutschen Anleger eine Pause eingelegt. Der deutsche Leitindex Dax legte nur leicht zu. Der Euro ist gegenüber dem Dollar auf ein 14-Jahres-Tief gefallen.

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FrankfurtDer schwächelnde Euro hat die europäischen Aktienmärkte am Dienstag im Plus gehalten. Die Gemeinschaftswährung war mit 1,0350 Dollar zeitweise so billig wie zuletzt vor 14 Jahren und machte damit Waren heimischer Firmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger. Daraufhin stieg der Dax zeitweise auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 11.467 Punkten und beendete den Handel 0,3 Prozent höher bei 11.464 Zählern. Der Euro Stoxx b50 gewann 0,7 Prozent auf 3279 Stellen.

Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, rückte am Dienstag um 0,3 Prozent vor auf 21 954 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,2 Prozent auf 1786 Punkte.

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Insbesondere die Papiere der Deutschen Bank bleiben dieser Tage einen Blick wert. Laut einem Medienbericht vom Montag könnte sich der Finanzkonzern noch vor Weihnachten auf einen Vergleich mit den US-Behörden im Streit wegen umstrittener Hypothekengeschäfte aus der Zeit vor der Finanzkrise einigen. Nach dem Kursrückschlag vom Wochenstart gewannen die Papiere am Dienstag gut 3,2 Prozent. Commerzbank-Papiere folgten mit 2,2 Prozent Aufschlag.

Die Südzucker-Tochter Cropenergies überzeugte die Anleger mit einem optimistischen Geschäftsausblick. Cropenergies-Anteile legten um mehr als acht Prozent zu.

„Die neuerliche Euro-Abwertung könnte der schon laufenden Jahresendrally noch einmal etwas Schwung verleihen“, sagte Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets. Während die Europäische Zentralbank (EZB) die Finanzmärkte zur Ankurbelung der Konjunktur weiter mit Geld flutet, hat die US-Notenbank Fed die Zinsen gerade angehoben und eine weitere Straffung der Geldpolitik signalisiert. Die Betonung des starken US-Arbeitsmarkts durch Fed-Chefin Janet Yellen werteten Börsianer als Bestätigung ihrer Erwartung rascher US-Zinserhöhungen.

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Der Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin spielte an den Finanzmärkten nur eine untergeordnete Rolle. „Die größte Auswirkung sieht man beim Euro/Franken-Kurs“, sagte Anlagestratege Alvin Tan von Société Générale (SocGen). Wegen der Nachfrage nach der als sichere Anlage geltenden Schweizer Währung fiel der Euro auf 1,0677 Franken und stellte damit sein Sechs-Monats-Tief vom Vortag ein. Bei einer Todesfahrt mit einem Lastwagen starben am Montagabend zwölf Menschen, 48 wurden verletzt.

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