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04.02.2014

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Schwellenländer-Krise setzen dem Dax zu

Die Finanzmärkte müssen mit weniger Geld auskommen – doch sie können es nicht. Auch die Schwellenländer stellt das Fed-„Tapering“ vor großen Problemen. Der Dax schließt den dritten Handelstag in Folge im Minus.

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FrankfurtDer Dax kann seine Verlustserie auch am Dienstag nicht stoppen. Obwohl in den USA die Indizes getrieben von guten Unternehmenszahlen wieder leichte Gewinne einfahren konnten, ist hierzulande die Sorge über die Turbulenzen in den Schwellenländern größer als die Risikoaffinität.

So musste der Dax seinen dritten verlustreichen Handelstag in Folge hinnehmen. Er schloss rund 0,6 Prozent tiefer auf 9128 Punkte. In der zweiten Reihe konnte der MDax ein leichtes Plus von 0,1 Prozent auf 16.033 Punkte über die Ziellinie retten. Der TecDax konnte zwar wie der MDax seine Verluste stark eingrenzen, für ein positives Abscheiden hat es dennoch nicht gereicht. Der Technologieindex ging mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 1203 Zähler aus dem Handel.

Die Atmosphäre an den Börsen ist merklich angespannt. Anleger und Händler schauen auf die Schwellenländer und was sie dort beobachten können, ist alles andere als beruhigend.

Der langsame Entzug der Fed-Gelder (auch „Tapering“ genannt) macht der Türkei, Indien und Russland schwer zu schaffen. Zeitgleich zeigen sich negative Entzugserscheinungen beim Dax. Zwischenzeitlich fiel der Leitindex sogar unter 9100 Punkte. „Der Dax könnte in den kommenden Tagen zumindest einen Test der 9000-Punkte-Marke unternehmen“, sagte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research.

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Nach Aussage von Anita Paluch von der Varengold Bank dominiert an den Aktienmärkten derzeit eine von chinesischen und US-amerikanischen Konjunkturdaten ausgelöste Risikoscheu. Diese werde gespeist von Sorgen, dass die beiden größten Volkswirtschaften der Welt an Schwung verlieren könnten. Die zunehmende Risikoaversion bedeute, dass Aktien nicht mehr so gefragt seien und die Anleger sich an die Seitenlinie begäben. Gleichzeitig nehme die Volatilität zu, ergänzte Paluch.

Die Sorgen um die Weltkonjunktur ist berechtigt. Denn ohne die Gelder aus den Industriestaaten dürfte sich das Investitionsniveau in den Schwellenländern stark abschwächen. Andererseits sind viele Unternehmen in den USA und Europa von den Wachstumsmärkten in den Schwellenländern abhängig.

Um der ungünstigen Lage Einhalt zu gebieten und eine Kapitalflucht zu verhindern, schraubten die Notenbanken in der Türkei und Indien bereits ihre Leitzinssätze in die Höhe. In der Türkei liegt er nun bei waghalsigen zehn Prozent mit der Option einer weiteren Erhöhung, in Indien beträgt der Leitzins derzeit acht Prozent.

Doch diese Strategie ist mehr als gefährlich, weil sie voll und ganz auf ausländische Investitionen setzt. Denn bei derart hohen Zinssätzen sind Investitionen von inländischen Unternehmen wenig wahrscheinlich. Um das zu verhindern müssten die Regierungen der Schwellenländer neben der Leitzinsanhebung durch die Notenbanken nun Strukturreformen anstreben, wie Greg Saichin in einen Interview mit dem Handelsblatt erklärte. „Das Umfeld für Investitionen muss besser werden. Die Regierungen müssen die Rechte der Investoren stärken, klarere Insolvenzregeln aufstellen, Subventionen abbauen und mehr Sektoren für ausländische Investments öffnen.“

Kommentare (30)

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Glaskugelhorschd

04.02.2014, 08:07 Uhr

Der DAX fällt noch bis 8900, dann Bodenbildung und wieder aufwärts.

Programmierer

04.02.2014, 08:43 Uhr

Ihr solltet nicht immer auf Dax schauen, Aktienschnäpochen gibt's vorbörslich
auch noch. Mürü hat schon zB 2 Euro zugelegt. Die Zahlen sind es wert

Meeresbiologe

04.02.2014, 08:44 Uhr

Selbst die Jungs von godmode sehen jetzt langsam schwarz.

S2 bei 9.056,59 sollte halten sonst gehts nochmal ein gutes Stück nach unten.

Mich freuts - bin short dabei und wünsche mir 20% billigere Einstiegskurse:-)

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