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28.07.2017

18:11 Uhr

Börse Frankfurt

Starker Euro lässt Dax schwächeln

VonKathrin Wesolowski

Adidas' Aktienwerte sind positiv, die Wirtschaftsstimmung auch, die Inflationsrate stimmt ebenfalls – nur der deutsche Leitindex kommt nicht in Schwung. Auch am Freitag ging er mit minimalen Verlusten aus dem Handel.

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FrankfurtAm deutschen Aktienmarkt ist es auch am Freitag noch etwas weiter abwärts gegangen. Die Anleger seien derzeit überwiegend unsicher und nutzten selbst kleinste Erholungen zum Ausstieg, schrieben die Experten vom Börsenstatistik-Magazin Index Radar. „Gerade vor dem Wochenende stellen sich die Investoren doch lieber auf die sichere Seite“, kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.

Der Dax ging mit einem Abschlag von 0,40 Prozent auf 12.162,70 Punkte aus dem Handel. Auf Wochensicht büßte der Leitindex damit 0,6 Prozent ein. Auf die jüngsten Daten zum Wirtschaftswachstum der USA hatte der Dax per Saldo kaum reagiert. Die US-Wirtschaft hatte nach einem schwachen Jahresstart im Frühjahr wieder Fahrt aufgenommen. Nach Zahlen des Handelsministeriums vom Freitag erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 2,6 Prozent zum Vorquartal.

Der MDax ging mit minus 0,69 Prozent auf 24.689,17 Punkte in das Wochenende. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 1,10 Prozent auf 2258,28 Zähler. Der EuroStoxx50 büßte 0,9 Prozent auf 3462 Zähler ein.

Der Grund für die schwachen Indizes: Der Euro bleibt stark und notiert bei etwa 1,17 Dollar. Die Gemeinschaftswährung stieg wegen schwindender Hoffnungen auf eine baldige weitere US-Zinserhöhung vergangene Woche zeitweise auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 1,1776 Dollar. Dies macht heimische Waren auf dem Weltmarkt teurer. Wollen die Firmen die Verkaufspreise stabil halten, müssen sie geringere Gewinne in Kauf nehmen. Auch die US-Börsen waren zuletzt eher schwach. Der Dow-Jones-Index startete im leichten Minus und notierte zuletzt 0,1 Prozent leichter, der Nasdaq sank um 0,4 Prozent. Der S&P 500 rutschte moderate 0,4 Prozent ins Minus.

Die aktuelle Korrektur der Indizes von den jüngsten Rekordständen sei aber überfällig und gesund, betonte QC-Experte Altmann. „Die aktuelle Dollar-Schwäche liegt am Versagen der US-Politik“, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research. Die Abschaffung der Gesundheitsreform Obamacare scheiterte zuletzt wieder einmal. Dabei ist sie eines der zentralen Wahlkampfversprechen des US-Präsidenten Donald Trump.

Die Hoffnung auf eine Erholung des Dax in Richtung 13.000 Punkte habe sich zunächst endgültig zerschlagen, kommentierte Analyst Milan Cutkovic von AxiTrader. Vielmehr müsse kurzfristig damit gerechnet werden, dass das Barometer die andere runde Marke, und zwar die bei 12 000 Punkten, testen werde. Sein Rekordhoch bei 12.951 hatte der Dax vor gut fünf Wochen markiert. Unter die 12.000er-Marke war der Leitindex zuletzt vor etwas mehr als drei Monaten gerutscht.

Kommentare (3)

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Herr Tomas Maidan

28.07.2017, 14:09 Uhr

Dass Trump es geschafft hat, in dieser Situation den Dollar derart herunterzuprügeln, ist schon bedenklich. Die FED hat die Zinsen erhöht, die EZB nicht. Die Probleme der europäischen Banken sind ungelöst, die US Wirtschaft brummt. Die EU ist politisch zerstritten, die USA haben dagegen einen neuen Präsidenten, der als wirtschaftsfreundlich gilt. EU Länder wie Griechenland & Co sind ernsthaft verschuldet, die italienischen Banken ein echtes Risiko. Und das Ergebnis von dieser Lage: Der DOLLAR fällt der EURO steigt... Verkehrte Welt.

All das ist auf Trump kollosale Inkompetenz und politische Geisterfahrerei zurückzuführen. Er macht Amerika wirklich zu einem Land der "Moocher", der kriecherischen Schnorrer! Bitte keine solchen rechts-chaotischen Experimente in Deutschland!

Herr Chris Woodley

28.07.2017, 17:19 Uhr

Völliger Unsinn ... der DAX fällt, weil es mehr Papiere als Idioten gibt ... ganz einfach. Warum ... warum .. unwichtig.

Herr Peter Spiegel

28.07.2017, 18:19 Uhr

Herr Tomas Maidan@Wie immer gewinnt Herr Trump, sie sollen die Wahrheit wie ein Mann ertragen.

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