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02.07.2012

17:40 Uhr

Börse Frankfurt

Starker Wochenauftakt für den Dax

Der Dax befindet sich weiter im Aufwind. Die Markteuphorie nach dem Brüsseler EU-Gipfel am Freitag hält weiter an. Damit kletterte der deutsche Leitindex auf den höchsten Stand seit Mitte Mai.

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FrankfurtDer Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt hat zunächst auch in der neuen Woche angehalten. Der Dax ging mit einem Kursplus von 1,24 Prozent auf 6496 Punkte aus dem Handel. Der MDax legte um 0,88 Prozent auf 10 435 Punkte zu , der TecDax gewann 1,63 Prozent auf 755 Punkte.

Hoffnungen auf eine nachhaltige Stabilisierung der Euro-Zone hat die Kauflust der Dax -Anleger erneut entfacht. Schon am Freitag hatten die überraschend weitreichenden EU-Beschlüsse im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise den Dax um 4,3 Prozent in die Höhe getrieben. Der EuroStoxx50 gewann zu Wochenbeginn 1,4 Prozent auf 2295 Zähler. "Die Anleger haben neue Hoffnung geschöpft, und das wirkt am Markt noch nach", sagte ein Händler.

Zeitweise gedrosselt wurde der Aufwärtstrend von Ankündigungen der Regierungen Finnlands und der Niederlande, Anleihekäufe des ESM auf dem Sekundärmarkt zu blockieren.

Aus Sorge vor einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone war die Währungsgemeinschaft Spanien und Italien vergangene Woche auf dem EU-Gipfel entgegengekommen. Die Staats- und Regierungschefs hatten vereinbart, die Bedingungen für Hilfen zu lockern und die Tür für direkte Bankenzuschüsse aus dem Rettungsfonds ESM zu öffnen. Zudem soll mit einer zentralen Bankenaufsicht unter der Führung der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Bankenunion möglich werden.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:30)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Am Nachmittag sorgten schwache US-Konjunkturdaten für Ernüchterung unter den Anlegern. Europaweit brachen die Kurse zunächst ein, nachdem der ISM-Einkaufsmanagerindex für Juni mit 49,7 Punkten unter den Prognosen von 52,0 Zählern ausgefallen war. "Der kräftige Rückgang des wichtigsten Stimmungsbarometers der US-Industrie enttäuscht und stellt selbst in Anbetracht der überwiegend schwachen Regionalumfragen eine Überraschung auf der negativen Seite dar", erklärte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg.

Analysten halten die momentane Marktbewegung jedoch für übertrieben. Die Euro-Probleme seien keineswegs gelöst, und die Weltkonjunktur bewege sich auf einem schwierigen Pfad, urteilte LBBW-Analyst Berndt Fernow. Auch Christian Schmidt, Analyst bei der Helaba, stellte fest: "Grundsätzlich muss der Kurssprung wohl unter dem Motto 'politische Börse' verbucht werden." Und einer Börsenweisheit folgend habe diese "kurze Beine".

Neben den EU-Beschlüssen richteten die Investoren ihre Hoffnung aber auch auf die EZB. "Viele Anleger haben eine Leitzinssenkung bereits eingepreist", sagte ein Händler. Die große Mehrheit der geldpolitischen Beobachter geht davon aus, dass die Notenbanker um EZB-Chef Mario Draghi erstmals in der Geschichte der Währungsunion den Leitzins unter ein Prozent senken dürften, um die Wirtschaft in der Euro-Zone anzuschieben. Sollte die EZB passiv bleiben, könnte dies die Börsen enttäuschen.

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Auf die Euphorie vom Freitag folgte am Montag die Ernüchterung - zumindest am Renten- und Devisenmarkt. Die Renditen der spanischen und italienischen Anleihen gaben nur noch leicht nach, und der Euro bröckelte auf 1,26 Dollar ab. Hauptgesprächsthema blieben die Gipfelergebnisse vom Freitag. Dabei gingen die Einschätzungen teils weit auseinander. Während Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank, von einem Gewinn für die Euro-Zone sprach, hielt Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann den Euro weiter für gefährdet, da man den Erhalt des Euro über eine "vernünftige, glaubwürdige Wirtschafts-, Fiskal- und Geldpolitik" gestellt habe.

Kommentare (56)

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Account gelöscht!

02.07.2012, 07:23 Uhr

Klasse! Alle Probleme sind gelöst!

Banken europaweit mit Zugriff auf ausreichend Kapital. Staatsschulden im Griff, dank immer neuer Rettungsschirme. Super! "Die Finanzmärkte sind nun beruhigt, ja geradezu euphorisch, weil ein Weg gefunden ist, das deutsche Vewrmögen zu verbrauchen", sagte H.W. Sinn treffend.

Super. Ich freue mich!

PS: Morgen habe ich Notartermin für den Kauf einer ETW in einer großen Deutschen Stadt!

Account gelöscht!

02.07.2012, 07:47 Uhr

Du langweilst mich. Wiederholst dich jeden Tag.
Deine Kommentare: "Zitat Zeitung, Zitat Ende"
Vllt sehen wir ja noch in Zukunft deine 5600 xD O. als der DAX bei 5.200 stand deine prognostizierten deutlich unter 5000...
Was macht die COBA? Ist der einzige Tipp der hinhauen könnte.

hf & gl mit der ETW. Deinen Kommentaren nach solltest deine Aktieqoute auf 0 setzen. Warum machst du´s nicht obwohl du dir so sicher bist ;)


Und der Hamburger ist nie dabei wenn die Kurse steigen.
Demnach weisst du ja schon zuvor das diese zulegen und schaust passiv zu... XD Welch eine Logik... xD xD xD
Interessantes Timing.

Es ist schwierig ein Timing zu finden wenn man eine bärische Einstellung hat ;)...Die versuchung ist jeden Tag zu groß...


Und meine prognostizierten 7.800-8.000 werden wir noch dieses Jahr sehen wartet es ab ;)(natürlich auch nur spekulation am ende lenkt uns die Börse) ;)

Account gelöscht!

02.07.2012, 07:48 Uhr

Wenn die Deutschen Garantien verpulvert sind und nichts mehr da ist, was beliehen werden kann...also in weniger als einem Jahr...
Dann wird Europa die Geldpresse anwerfen und sich wundern, warum uns die neg. Auswirkungen so viel schneller einholen als das in den US von A der FAll ist.


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