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02.11.2016

18:04 Uhr

Börse Frankfurt

The Donald treibt den Dax ins Minus

VonIlias Stampoulis

Donald Trump entwickelt sich zum Börsenschreck. Mit seinem Comeback in den Umfragen sorgt der Präsidenschaftskandidat kurz vor den Wahlen für Aufruhr unter den Anlegern. Der Dax verliert anderthalb Prozent.

Börse am Abend

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Börse am Abend: Ryanair beflügelt - Börsenschreck Trump schwächt Dax

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FrankfurtEuropas Börsen sind im Wahlfieber. Nicht mal mehr eine Woche vor den richtungsweisenden US-Präsidentschaftswahlen versetzt das Rennen ums weiße Haus die Anleger in Aufruhr. Das Parkett hat empfindlich auf die neuesten Umfragewerte reagiert, die den Republikaner Donald Trump in Aufwind sehen. Der Dax schloss am Mittwoch 1,5 Prozent niedriger als am Vortag bei 10.371 Punkten. Bereits gestern war der Leitindex aus Sorge eines möglichen Sieges des Milliardärs knapp anderthalb Prozent gefallen. Zur Wochenmitte geht der Blick aber nicht nur wegen der Wahlen gen Westen. Aus den Vereinigten Staaten kommt ebenfalls der Zinsentscheid der Fed.

Die Finanzwelt fürchtet den Polit-Außenseiter Donald Trump. Der unkonventionelle Kandidat sei unberechenbarer als die Demokratin Hillary Clinton, von der erwartet wird, dass sie den Kurs des Amtsvorgängers und Parteifreundes Barack Obama mehr oder weniger fortsetzen wird. Zwar sehen Experten und Demoskopen die erste mögliche Frau im Amt klarer im Vorteil, als es die Umfragen, die oft nur die bloße Zustimmung erfragen, vermuten lassen. Doch spätestens seit dem Brexit-Votum, das nicht nur Politik und Zivilgesellschaft, sondern auch die Märkte eiskalt erwischte, heißt es auf Nummer sicher gehen.

US-Notenbank Fed: Warten auf das Signal

US-Notenbank Fed

Warten auf das Signal

Heute tagt die Federal Reserve. Beobachtet von Ökonomen und Investoren. Sie achten auf jedes Wort, das Fed-Chefin Janet Yellen von sich gibt. Wagen sich die US-Notenbanker so kurz vor der Wahl an den Leitzins?

In der ganzen Aufgeregtheit im Vorfeld der Wahlen am 8. November geht zur Wochenmitte ein Termin unter, der, wenn er stattfindet, der wichtigste im Börsenmonat ist – die Sitzung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve. Den Fed-Notenbankern dürfte es wohl ganz gelegen kommen, einmal nicht im gleißen Rampenlicht zu stehen. Das hohe Gremium um Fed-Chefin Janet Yellen wird heute aller Wahrscheinlichkeit nach die Zinsen nicht erhöhen. Gehör wird Yellen am Abend dennoch finden, wenn sie nach nach europäischem Handelsschluss um 19 Uhr vor die Presse tritt, um die Ergebnisse des Sitzung zu präsentieren.

Dass sie die Füße erneut stillhält, ist allein den US-Wahlen geschuldet, möchten sich die auf ihre politische Unabhängigkeit bedachten Währungshüter unter keinen Umständen eine Einmischung vorwerfen lassen. Dafür dürften die Spekulationen zur letzten Sitzung des Jahres im Dezember ihren Höhepunkt erreichen. Dann wird es genau ein Jahr her sein, dass die Fed mit der ersten Erhöhung der Leitzinsen seit der Finanzkrise die Zinswende eingeleitet hat. Chinas Konjunktur, Ölpreisrutsch, Brexit-Votum, Probleme bei Europas Banken – es gab viele Gründe, die 2016 für Turbulenzen sorgten und eine Straffung des geldpolitischen Umfeldes ein ums andere Mal verhinderten.

Aufholjagden bei US-Wahlen: Wunder gibt es ziemlich selten

Aufholjagden bei US-Wahlen

Premium Wunder gibt es ziemlich selten

Hillary Clintons E-Mail-Affäre lässt Donald Trump auf einen Überraschungserfolg hoffen. Doch späte Aufholjagden gelingen im US-Wahlkampf fast nie. Ronald Reagan bediente sich dazu eines schmutzigen Tricks.

Die Fed macht ihren Kurs vor allem von zwei Zielen abhängig. Neben der Preisstabilität, die sie über eine Inflation nahe zwei Prozent erreichen wollen, sind die Währungshüter – anders als die Europäische Zentralbank –per Satzung auch der Vollbeschäftigung verpflichtet. Und der US-Arbeitsmarkt gibt im laufenden Jahr ein gutes Bild ab – die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 5,0 Prozent. Vor dem so wichtigen offiziellen Arbeitsmarktbericht des Arbeitsministerium am Freitag sorgte der ADP-Bericht eher für Ernüchterung. Die Zahlen des privaten Arbeitsvermittlers ADP blieben mit 145.000 neuen Arbeitsstellen hinter den Erwartungen von 165.000 Jobs zurück. Allerdings wurde der Vormonatswert von zunächst ermittelten 154.000 Stellen auf 202.000 nach oben korrigiert. Viel Beachtung fanden die Eingaben aber nicht.

Kommentare (5)

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02.11.2016, 09:01 Uhr

Wen interessiert es wirklich was dieses Tier so den ganzen Tag macht??????
Ich habe davon zwar keine Ahnung, aber es musste mal gesagt, bzw. kommentiert werden !!!!!

Account gelöscht!

02.11.2016, 11:09 Uhr

Vor der Clinton braucht die Wallstreet und somit die Deutsche Börse auch nicht zittern...schließlich sorgt die Clinton weiter dafür, dass die Korruption und die Unwirtschaftlichkeit an den Börsen vorgeht.

Account gelöscht!

02.11.2016, 15:11 Uhr

Man kann nur hoffen das es Trump doch noch schafft.
Denn er ist ein lupenreiner Demokrat. Gut, er hat seit Jahren keine Steuern gezahlt, und hat seine Steuererklärung 2015 noch nicht gemacht, was sonst in USA so üblich ist.
Aber er hat auch eine Menge zu tun für die Allgemeinheit:
Casinos,Golfplätze und Hotels bauen..........

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