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28.08.2014

17:40 Uhr

Börse Frankfurt

Ukraine-Krise wird zum Stolperstein für den Dax

Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland macht sich auf den Aktienmärkten bemerkbar. Viele Anleger nehmen aus Angst vor weiteren Eskalationen ihre Gewinne mit. Für Belastung sorgen außerdem EZB-Spekulationen.

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FrankfurtDer eskalierende Ukraine-Konflikt und Spekulationen um die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank haben heute das Aktienmarktgeschehen in Frankfurt bestimmt und für Verluste beim Dax gesorgt. Bereits zu Beginn zeichnete sich ein negativer Handelstag ab. Nach Meldungen über den Aufenthalt russischer Truppen auf ukrainischem Staatsgebiet weiteten sich die Verluste weiter aus. Am Ende verlor der Dax 1,1 Prozent auf 9462 Punkte.

Auch in der zweiten Reihe waren die Abschläge deutlich. Der MDax schloss ebenfalls 1,1 Prozent leichter auf 16.096 Punkten. Der TecDax verabschiedete sich mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 1240 Zählern aus dem Handel.

Laut dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko haben „russische Truppen“ ukrainisches Staatsgebiet betreten und gestern bereits eine wichtige ukrainische Grenzstadt im Südosten sowie mehrere umliegende Dörfer erobert. „Gestern übernahmen russische Soldaten die Kontrolle über Nowoasowsk“, erklärte der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat am Donnerstag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. „Ich habe einen Besuch in der Türkei abgesagt, [...] da eine Intervention russischer Streitkräfte in der Ukraine stattfand“, teilte Poroschenko am Donnerstag in Kiew mit.

Die Nato bestätigte den Aufenthalt russischer Streitkräfte in der Ukraine. Nach Angaben des Militärbündnisses sollen in der ukrainischen Grenzregion „deutlich mehr“ als tausend russische Soldaten aktiv sein. Die russischen Soldaten kämpften mit den Separatisten und unterstützten sie, sagte ein ranghoher Nato-Militärvertreter am Donnerstag im belgischen Mons. Zudem habe die Lieferung von Waffen und Ausrüstung aus Russland in Menge und Qualität zugenommen.

„Der Ukraine-Konflikt ist derzeit ganz schwer zu fassen“, sagte Robert Halver, Kapitalmarktanalyst bei der Baader Bank. Das zerre an den Nerven. Die konjunkturellen Folgen einer militärischen Eskalation könnten auch durch offene Geldschleusen der EZB kaum aufgefangen werden. Die Unsicherheit trieb viele Anleger in die als sicher geltenden Bundesanleihen, was die Renditen auf 0,882 Prozent absacken ließ. „Wenn das so weiter geht, werden wir noch die 0,5 Prozent-Marke unterschreiten“, warnte ein Händler.

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Auf dem Devisenmarkt bekam vor allem der Euro die Auswirkungen der Ukraine-Krise zu spüren. Am Abend gab die Währung 0,2 Prozent nach auf 1,3174 Dollar.

„Die Verunsicherung ist groß. Solange wir nicht wissen, was Sache ist, dürften sich die Märkte kaum erholen“, hielt ein anderer Händler dagegen. Die Anleger dürften wegen der Entwicklung in der Ukraine in Deckung bleiben.

Kommentare (14)

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Herr Sören Aabye Kierkegaard

28.08.2014, 09:15 Uhr

Die Erwartungen der privaten Anleger schießen in den Himmel, während sich die Profis pessimistisch zeigen.

www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/marktstimmung+rallye+der+privatanleger+72342

Herr Haas, wir brauchen hier Erklärungsversuche!

Herr Edi Haas

28.08.2014, 09:58 Uhr

Zum zocken schon wieder wunderbare Kurse
Lindeaktie ist natürlich stabil, vorbörslich konnte man
da wieder Schnäppchen machen
Noch ein paar schlechte Daten und der Dax geht nach oben, dann
wird nämlich der Draghi Joker gezogen

Herr Edi Haas

28.08.2014, 10:57 Uhr

Läuft wie immer:) außerdem gibt ja es ja noch unser
Nachmittagsprogramm und das vorbörsliche Daxhoch
muss noch bestätigt werden.

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