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02.05.2014

17:44 Uhr

Börse Frankfurt

Ukraine-Krise zieht Dax runter

Nachdem der Dax nur schleppend in den ersten Handelstag im Mai gekommen war, nahmen viele Anleger offenbar wegen der Krise in der Ukraine am frühen Abend ihre Gewinne mit. Im Fokus: Der US-Arbeitsmarktbericht.

Die Lage spitzt sich zu

Separatisten schießen ukrainische Militärhubschrauber ab

Die Lage spitzt sich zu: Separatisten schießen ukrainische Militärhubschrauber ab

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FrankfurtNachdem sich auch auf dem Parkett im Tagesverlauf der Brückentag bemerkbar gemacht hatte, traten die Händler am Nachmittag ein wenig mehr Gaspedal. Nach Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichtes fiel der deutsche Leitindex um 0,5 Prozent auf bei 9556 Punkten ein. Der MDax notierte 0,3 Prozent fester auf 16.126 Zähler, der TecDax unverändert bei 1228 Punkten.

Dabei waren die Nachrichten aus den USA besser ausgefallen als erwartet. Die Lage am US-Arbeitsmarkt hellte sich im April spürbar auf, nachdem die BIP-Zahlen zuletzt enttäuscht hatten. Die Firmen schufen 288.000 neue Stellen, Experten hatten nur 210.000 erwartet. Die Arbeitslosenquote sank stärker als erwartet auf 6,3 Prozent. Das dürfte der US-Notenbank Spielraum für einen weiteren Abbau ihrer Konjunkturhilfen bieten.

Entwicklung von Aktienindizes - 1. Quartal 2014

Japan

Nikkei

- 8,88 Prozent

Großbritannien

FTSE 100

- 2,23 Prozent

USA

Dow Jones

- 0,72 Prozent

Deutschland

Dax

+ 0,04 Prozent

Euro-Zone

Euro Stoxx 50

+ 1,69 Prozent

Frankreich

CAC 40

+ 2,22 Prozent

Spanien

Ibex 35

+ 4,27 Prozent

Italien

FTSE MIB

+ 14,36 Prozent

Griechenland

ASE Index

+ 14,88 Prozent

Portugal

PSI 20

+ 15,99 Prozent

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes gilt als entscheidend für den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank. Am Mittwoch hatte die Fed ihre monatlichen Geldspritzen zur Belebung der Wirtschaft um zehn auf 45 Milliarden Dollar gedrosselt. Die Zentralbanker wollen ihre Konjunkturhilfen im Herbst einstellen und peilen Beobachtern zufolge frühestens Mitte 2015 eine Zinserhöhung an.

Die Diskussion um den genauen Zeitpunkt der Zinserhöhung dürfte in den kommenden Wochen immer mehr in den Vordergrund rücken, da die Rücknahme der Anleihekäufe inzwischen nahezu in Stein gemeißelt sei, schrieb Commerzbank-Analyst Christoph Balz in einem Kommentar.

„Die Zahlen sind robust und untermauern das Szenario der wirtschaftlichen Belebung“, kommentierte Ralf Umlauf von der Helaba. „Die US-Notenbank dürfte sich in Ihrem Entschluss, das Quantative Easing weiter zu kürzen, bestätigt sehen.“

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