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25.04.2014

15:18 Uhr

Börse Frankfurt

Ukraine-Krise zieht den Dax ins Minus

Eine Handelsblatt-Meldung über die Deutschen Bank und die Furcht, dass sich die Ukraine-Krise weiter zuspitzt, schickten den Dax auf Talfahrt. Der Leitindex verlor 1,5 Prozent. Die Nervosität der Anleger steigt.

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FrankfurtDie Angst vor einer militärischen Eskalation der Ukraine-Krise sowie Spekulationen über eine Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank haben den Dax am Freitag ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex verlor am Nachmittag 1,5 Prozent und schloss bei 9401 Zähler.
Ein russisches Militärmanöver an der Grenze zur Ukraine schürte bereits am Morgen die Sorgen vor einem Einmarsch in das Land. Für schlechte Stimmung an den Märkten sorgte auch die Äußerung vom ukrainischen Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk, der sagte, Russland wolle den Dritten Weltkrieg anzetteln.

Die Investoren haben sich verstärkt aus europäischen Aktien zurückgezogen. Sie schichteten ihr Geld in als sicher geltende Anlagen wie Gold oder Staatsanleihen um. Steen Jakobsen, Chef-Ökonom der Saxo Bank, glaubt, dass viele von ihnen dennoch auf eine diplomatische Lösung setzten, obwohl sich die Krise stündlich verschärfe und beide Seiten Vereinbarungen wiederholt gebrochen hätten.

Entwicklung von Aktienindizes - 1. Quartal 2014

Japan

Nikkei

- 8,88 Prozent

Großbritannien

FTSE 100

- 2,23 Prozent

USA

Dow Jones

- 0,72 Prozent

Deutschland

Dax

+ 0,04 Prozent

Euro-Zone

Euro Stoxx 50

+ 1,69 Prozent

Frankreich

CAC 40

+ 2,22 Prozent

Spanien

Ibex 35

+ 4,27 Prozent

Italien

FTSE MIB

+ 14,36 Prozent

Griechenland

ASE Index

+ 14,88 Prozent

Portugal

PSI 20

+ 15,99 Prozent

Neben dem Dax verlor auch der Index europäischer Werte EuroStoxx 50, mehr als Prozent und schloss bei 3148 Punkte. Im Gegenzug stiegen die beiden Volatilitätsindizes VDax und VStoxx, die die Nervosität der Anleger messen, zeitweise um knapp neun Prozent. An Beliebtheit gewannen dagegen Staatsanleihen: Der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, gewann 43 Ticks auf 144,35 Punkte. Auch in Edelmetalle flüchteten sich die Investoren: Gold verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 1302,10 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Für Tumult sorgte auch die Entscheidung der russischen Notenbank, die Leitzinsen zu erhöhen. Die Bank begründete es mit hohen Inflationsrisiken und einem schwachen Rubel. An den russischen Aktienmärkten gab es Kursverluste: Der MICEX-Index, dessen Werte in Rubel notiert sind, fiel um bis zu 1,7 Prozent. Der auf Dollar lautende Index gab 2,1 Prozent nach. Beim Rubel sorgte die Herunterstufung der Kreditwürdigkeit Russlands für einen Kursrutsch.

Angesichts der massiven Kapitalflucht bewertet die Rating-Agentur S&P die Kreditfähigkeit des Landes in Auslandswährungen nun mit der schlechteren Note BBB/A-2 statt mit BBB-/A-3. Für das Schwellenland wird es daher tendenziell schwieriger, sich bei ausländischen Gläubigern Geld zu leihen. Ein Dollar notierte in der Spitze bei 36,01 Rubel nach 35,76 Rubel im Schlussgeschäft des Vortages.

Kommentare (28)

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25.04.2014, 10:29 Uhr

Aus gegebenem Anlass und in Vorbereitung auf den freitäglichen Schattenmarkt ein Zitat von
Fernando Pessoa aus "Das Buch der Unruhe":

"Das Leben verfolgt uns wie unser eigener Schatten. Nur wenn alles Schatten ist, ist kein Schatten. Das Leben verfolgt uns nur dann nicht, wenn wir uns ihm ausliefern."

Account gelöscht!

25.04.2014, 11:02 Uhr

Dieses Mal wird vor dem Crash geläutet.

Gaaaanz sicher...

Account gelöscht!

25.04.2014, 11:23 Uhr

"Dieses Mal wird vor dem Crash geläutet."

Den meisten an der Subprime- und Finanzkrise aktiv Beteiligten war schon frühzeitig klar, dass das nicht gut gehen kann. Es gab genug Indikatoren und Hinweise auf Blasenentwicklungen. Auch bei anderen Crashs wie etwa bei der Dotcom Blase ist das nicht anders gewesen. Geläutet wurde ziemlich laut, doch haben sich die meisten einfach die Ohren zugehalten und eifrig das Mantra "DAX 10000" rezitiert bis der Verstand vollkommen weg war *g*

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