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15.12.2014

17:40 Uhr

Börse Frankfurt

Und plötzlich kam der Dax-Knick

Der Leitindex pendelte den Tag über zwischen Minus und Plus. Am späten Nachmittag rutschte der Dax jedoch tief ins Minus. Immer mehr Börsianer zweifeln bereits an einer Jahresendrally. Dafür gibt es den Jahresendrutsch.

Börse am Abend

Rubel-Sturz verursacht Dax-Debakel

Börse am Abend: Rubel-Sturz verursacht Dax-Debakel

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FrankfurtVon wegen Jahresendrally: Der Dax rutschte am Montag kräftig ab und ging 2,7 Prozent schwächer bei 9.334 Punkten aus dem Handel. Damit geht die schnelle Talfahrt des Leitindexes weiter: Der Dax verlor in der Vorwoche 4,9 Prozent – so viel wie zuletzt vor drei Jahren.

Börsianer gehen davon aus, dass der negative Trend noch anhalten könnte. Da sich die Nachrichtenlage nicht wirklich gebessert habe, müsse mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden. Mit Sorge blickten Anleger vor allem auf China, nachdem die dortige Notenbank am Wochenende einen zurückhaltenden Ausblick auf die heimische Konjunktur 2015 geliefert hatte – und ein schwaches China deutet auf eine schwache Weltwirtschaft. Außerdem trübte sich die Stimmung der japanischen Unternehmen ein. Am Nachmittag kam noch Gegenwind von einem überraschenden Rückgang beim New York Empire State Index USA im Dezember.

Daher stellten sich einige Investoren die Frage, ob der Ölpreis-Verfall der vergangenen Monate wirklich dem Überangebot geschuldet sei. Stattdessen gebe es „vielleicht doch ein Nachfrageproblem“, betonten die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar.

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Der Aktionär ist mit einem prozentualen Beitrag am Grundkapital beteiligt.

Nennwertaktie

Der Aktionär ist mit einem bestimmten Euro-Betrag (mindestens ein Euro) am Grundkapital beteiligt.

Quelle

„Aktien für Dummies“, Autoren: Christine Bortenlänger und Ulrich Kirstein. ISBN: 978-3-527-71018-8

Hoffen auf die Notenbank

Manche Anleger hofften, dass der am Mittwoch erwartete Zinsentscheid der US-Notenbank dem Markt eine neue Richtung weisen könnte. Einen Jahresendspurt erwarteten aber die wenigsten. Mit Spannung achten die Investoren vor allem darauf, ob die US-Notenbanker den Passus „Niedrigzinsen für eine längere Zeit“ in ihrer Erklärung streichen werden. Damit würden sie nach Darstellung der NordLB andeuten, dass als nächster Schritt im Grunde eine erste Zinsanhebung anstehen würde, vermutlich etwa ein halbes Jahr später.

„Das BIP-Wachstum war im zweiten und dritten Quartal 2014 zusammen so hoch wie seit 2003 nicht mehr, die Stimmung im Unternehmensbereich ist prächtig, auf dem Arbeitsmarkt macht sich eine starke Aufhellung bemerkbar“, stellte die NordLB fest. Experten von Goldman Sachs, Citi und Bank of America/Merrill Lynch gingen Ende der Woche davon aus, dass die Formulierung entfallen wird. Auch die Commerzbank geht in ihrem Wochenausblick davon aus, dass die Fed ihr Nullzinsversprechen kassieren wird. Die Zinswende könnte einige Anleger auf falschem Fuß erwischen: Die Zinserhöhung werde laut der Commerzbank 2015 beginnen und schneller erfolgen, als es die Marktteilnehmer derzeit erwarten.

Kommentare (6)

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Herr Edgar Cayce

15.12.2014, 09:08 Uhr

Zuerst waren es die Ölpreise, die den Dax auf ein neues ATH gehoben haben sollen, dann eine Woche später sind es wieder die Ölpreise, die den Dax einbrechen lassen. Und dann kamen gleich auch wieder die ersten Kommentare hier, die den Zerfall der Eurozone, den Zusammenbruch des Dax/Systems und Fall auf mindestens 5.000 Punkte sehen.

Die, die Mitte Oktober gekauft haben, freuen sich immer noch ein Loch in den Bauch. Viele haben da ja immer noch nicht gekauft, weil es ja noch auf 7.000 gehen sollte.

Ich hoffe ebenfalls, dass wir nochmal ein paar günstige Einstiegschancen sehen, aber wundern würde es mich auch nicht, wenn das nächste Jahr (Notenbank bedingt) viel positiver wird als so mancher sich das vorstellen kann.

Herr Peter Delli

15.12.2014, 09:22 Uhr

Die Händler werden die Kurse bis zum Verfallstag noch in die für sie richtige Richtung bringen und dann zum Jahresende Kursschönung. Inzwischen noch Sprüche über den Ölpreis, FED,
EZB und Griechenland, dass besonders wichtig für die Weltwirtschaft ist.

Herr Edgar Cayce

15.12.2014, 09:39 Uhr

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