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25.01.2010

07:44 Uhr

Börse Frankfurt

US Hausverkäufe brechen ein – Dax rutscht ab

Die Unsicherheit an den Aktienmärkten kommt zurück: Neue Daten vom US-Häusermarkt enttäuschen die Anleger. Die Dax-Kurve zeigte steil nach unten, bis zum Xetra-Schluss verliert der Dax mehr als ein Prozent. Vor allem Versorger- und Pharmaaktien enttäuschen die Anleger.

Im Dax geht die Reise zum Wochenauftakt weiter abwärts. Quelle: Reuters

Im Dax geht die Reise zum Wochenauftakt weiter abwärts.

HB FRANKFURT. Auch heute zeigte die Dax-Kurve nach unten. Nach einem Minus von nahezu vier Prozent in der vergangenen Woche verlor der Leitindex weitere 1,12 Prozent und schloss bei 5 631 Punkten. Enttäuschende US-Konjunkturdaten belasteten. Der MDax legte hingegen um moderate 0,13 Prozent auf 7 548 Zähler zu, während der TecDax prozentual unverändert schloss bei 808 Zählern.

"Nach den desaströsen Rückgängen im Dax in der Vorwoche hat der erste Handelstag der neuen Woche leider nicht bedeutend positiver ausgesehen", sagte Analyst Mark Rohles vom Marketmaker IG Markets. Auslöser für die kräftigen Verluste am Montag war, dass in den USA die Verkäufe bestehender Häuser im Dezember so stark wie nie zuvor einbrachen.

Weiterhin belastet hätten aber auch die Pläne des US-Präsidenten Obamas, die Bankenlandschaft deutlich schärfer zu regulieren, meinte Rohles. "Zwar dürfte sich ein solches Vorhaben nicht kurzfristig umsetzen lassen, aber die bloße Diskussion verdirbt den meisten Markteilnehmer schon die Kauflaune."

Unter den deutschen Einzelwerten rückten vor allem die Aktien von Bayer, Siemens, Conergy und Wincor Nixdorf in den Blick. Die Anteilsscheine des Chemie- und Pharmaunternehmens Bayer gaben wegen eines Rückschlags in der Medikamentenentwicklung um 2,04 Prozent auf 50,38 Euro nach und zählten damit zu den schwächsten Dax-Werten. Eine klinische Studie über ein neues Mittel zur Behandlung der Bluterkrankheit war wegen enttäuschender Ergebnisse abgebrochen worden.

Einen Befreiungsschlag meldete hingegen das Solarunternehmen Conergy : Nach monatelangen Verhandlungen hatte sich das Hamburger Unternehmen im Streit mit seinem US-Zulieferer MEMC geeinigt. Der ursprünglich acht Milliarden US-Dollar schwere Liefervertrag für Siliziumwafer sei nun viel flexibler und an den tatsächlichen Bedarf der Conergy-Fabrik in Frankfurt (Oder) angepasst worden, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft mit.

Die Preise orientierten sich nun am Marktniveau. Die Aktie profitierte davon mit einem Kurssprung um 10,54 Prozent nach oben auf 0,860 Euro. Wie ein Damoklesschwert hatte der Streit bislang über dem mit Verlusten kämpfenden Unternehmen geschwebt und hatte Conergy zeitweise an den Rand seiner Existenz gebracht.

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