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22.04.2013

18:14 Uhr

Börse Frankfurt

US-Immobilienmarkt würgt den Dax ab

Der Dax hat sich von seinen Vorwocheverlusten etwas erholt. Über weite Strecken des Tages profitierte der Leitindex von kräftigen Kursgewinnen in Japan. US-Immobilienmarktdaten würgten den Aufwärtstrend jedoch ab.

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Frankfurt/DüsseldorfDer Dax hat sich von seiner Talfahrt in der letzten Woche wieder etwas erholt. Am Montag schloss der Leitindex 0,2 Prozent im Plus bei 7478 Punkten. Der MDax ging mit einem Plus von 0,5 Prozent und 13.083 Zählern aus dem Handel, der TecDax stieg um 0,4 Prozent auf 910 Stellen.

Unerwartet schwach ausgefallene Daten vom US-Immobilienmarkt hatten den Dax rund eineinhalb Stunden vor Handelsende ins Minus gedrückt. Zuvor profitierte der Leitindex von kräftigen Kursgewinnen an der japanischen Börse und stieg in der Spitze um 1,1 Prozent. Helaba-Analyst Ulrich Wortberg wies indes darauf hin, dass sich die Erholung des US-Immobilienmarktes trotz des leichten Rückgangs fortsetze. „Aufgrund des bereits hohen Niveaus sollten kleinere Gegenbewegungen nicht überinterpretiert werden“.

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Ganz oben im Dax standen am Abend die Anteilscheine von Henkel mit einem Plus von 2,2 Prozent. Der Waschmittel- und Kosmetikkonzern kündigte an, mit Produkten wie Persil und Pritt dieses Jahr organisch um drei bis fünf Prozent wachsen zu wollen.

Auch die Aktien des Autobauers Daimler konnten zulegen. Sie notierten bei Börsenschluss 1,8 Prozent fester. Der Stuttgarter Konzern kündigte am Wochenende in Shanghai an, massiv in den Ausbau seiner Händlernetze zu investieren. Eine konkrete Absatzprognose für die Pkw-Marke Mercedes-Benz traute sich der für die China-Geschäfte zuständige Daimler-Vorstand Troska jedoch nicht zu. Allerdings ist er zuversichtlich: „Wir werden wachsen, und es wird ein neues Rekordjahr für uns werden“.

Im Zuge der bundesweiten Flughafen-Warnstreiks stand auch die Lufthansa im Fokus der Anleger. Der Ausstand hat den Flugbetrieb der Airline am Montag fast völlig lahmgelegt. Trotzdem verteuerte sich die Aktie um 1,4 Prozent. Allein in Frankfurt, dem größten Flughafen in Deutschland, legten 2000 Lufthansa-Angestellte die Arbeit nieder. „Der Streik läuft seit heute morgen um 5.00 Uhr bis zur Schließung des Flughafens in der Nacht“, sagte Gerold Schaub, Sprecher von Verdi Hessen.

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Die Sorge vor scharfer internationaler Kritik an Japans Geldpolitik war groß.

Nach einer Kursziel-Erhöhung von 120 auf 122 Euro durch die Deutsche Bank legt außerdem die Aktie der Allianz um 1,5 Prozent auf 105,20 Euro zu. Zugleich empfiehlt Deutschlands führendes Geldhaus sich das Papier des Versicherers ins Depot zulegen.

Auch bei den Anteilsscheinen von Thyssen-Krupp (+0,6 Prozent) zeigte die Chartkurve den gesamten Tag über nach oben. Die Hoffnung auf Fortschritte beim Verkauf ausländischer Stahlwerke hoben die Aktie am Vormittag an die Spitze des Dax. Bis zum Abend gaben die Gewinne jedoch wieder etwas nach. Nach Angaben der Agentur Reuters hat der brasilianische Stahlkocher Cia Siderurgica Nacional (CSN) erneut eine Offerte für Geschäftsteile des Essener Konzerns vorgelegt.

Noch seien wenig Details über die Offerte bekannt, aber einige Anleger spekulierten offenbar darauf, dass diese höher ausgefallen sei als das erste Angebot, sagte ein Börsianer. Das bisherige CSN-Angebot belief sich auf 3,8 Milliarden Dollar. Es galt für den ThyssenKrupp-Bereich Steel Americas, der neben der 73-prozentigen Beteiligung an dem Werk in Brasilien auch eines im US-Bundesstaat Alabama umfasst. Equinet-Analyst Stefan Freudenreich rechnet damit, dass Thyssen bis Ende Mai den Verkauf des Bereichs Steel America verkündet. Er belässt die Empfehlung der Aktien bei „Kaufen“ und einem Kursziel von 22 Euro.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

22.04.2013, 08:15 Uhr

Er wird das machen, was er immer macht.
Auf oder ab, je nach Gewinn oder Verlust der letzten Tage.
Er wird geshortet oder nicht.
Ohne Rücksicht auf reale Unternehmensdaten.
Wenn in Japan einer ungedecktes Falschgeld druckt, muß er steigen.
Wenn der Amerikaner ein paar neue Jobs hat, wird er steigen. weil der Dow steigt.
Wie kann man denn einer solchen Anlagemöglichkeit sein Geld anvertrauen. Da muß man doch Tag und Nacht am Bildschirm sitzen.
Und selbst wenn man kaufen will, kauft ein anderer schneller, weil er hochfrequent schnellere Leitungen hat.
Das ist doch nichts für normale Leute.
Das ist was für Zocker.

spekulatius

22.04.2013, 09:33 Uhr

Es wird auf höherem Niveau als im Jahre 1630 nach dem Herrn eingekauft...

Account gelöscht!

22.04.2013, 09:45 Uhr

1. Die 30 DAX-Konzerne bestrafen die falsche Eselin. Sie haben dasgepflegte Intrigenspiel nicht durchschaut. Im Übrigen hat die Kanzlerin die Richtlinienkompetenz.

2. die schweiz ist aus dem G-20-Treffen mit einer Niederlage gegangen.

3. Europa ist arm und insbesondere der deutsche Michel ist arm. Der Medianbericht ist der beste Indikator. Die Fondsmanager machen sich keine richtigen Gedanken über den Altersvorsorge... Es zählen nicht primär die Aktien, die heutzutage fast zu 50% in dark rooms oder Schattenbanken gehandelt werden. Vertrauen entsteht durch die richtige Mischung von ANLEIHEN und ROHSTOFFEN.
4. Die mit Praktikanten besetzte handelsblatt-redaktion hat wieder nicht den STOXX Asia/pacific 600 auf dem Bildschirm. In Hongkong ist ed bereits 15:45

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