Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.10.2013

18:06 Uhr

Börse Frankfurt

US-Stillstand lässt Dax unbeeindruckt

Die deutschen Anleger zeigten den schlechten Nachrichten aus Amerika die kalte Schulter. Der Dax macht trotz des US-Behördenstillstands Gewinne. Schwache Signale kamen vom Arbeitsmarkt.

Börse am Abend

Video: Börse am Abend

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtIn den USA erlahmt mit dem eskalierten Haushaltsstreit fast die gesamte Verwaltung des Staates. Doch die Anleger in Frankfurt scheint das kalt zu lassen. Unbeeindruckt stieg der Dax um 1,1 Prozent auf 8684 Punkte. Der MDax kletterte um 0,9 Prozent auf 15.174 Punkte, der TecDax kämpfte sich nach zähem Start in die Gewinnzone und war mit 1090 Zählern so hoch, wie schon seit 11 Jahren nicht mehr.

Der Handel begann schon am Morgen mit Zuwächsen. Kurz vor Marktbeginn an der Wall Street fiel der Leitindex auf ein Tagestief, zog dann aber mit dem positiven Auftakt in New York wieder an, bis er mit 8691 Punkten zum Tageshoch kam.

Die zwangsbeurlaubte Verwaltung in den Staaten sei zwar keineswegs eine gute Nachricht, sagten Händler. Die Märkte zeigten sich dennoch unbeeindruckt, da es nach den Verhandlungen der letzten Tage abzusehen war, dass Demokraten und Republikaner bis zum Fristende um Mitternacht (6.00 Uhr MESZ) keinen gemeinsamen Haushaltsentwurf vorlegen werden.

Analysten der Brokerhauses Capital Spreads sehen im nun eingetretenen "Government Shutdown" sogar einen möglichen Schritt um den Streit beizulegen: "Nun, da Staatsbedienstete keine Gehaltsschecks mehr bekommen und die Inkompetenz Washingtons reale Auswirkungen auf Otto Normalverbraucher hat, ist es etwas einfacher geworden, einen Kompromiss zu finden"

Interview mit Chefvolkswirt

„Shutdown ist nur ein Vorbote“

Interview mit Chefvolkswirt: „Shutdown ist nur ein Vorbote“

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Hunderttausende Bundesangestellte vom Nationalpark-Ranger bis zum Steuerfahnder werden nun mit dem Beginn des neuen Haushaltsjahres am 1. Oktober in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Viele Behörden, darunter auch die Börsenaufsicht, schalten auf Minimalbetrieb. Es drohen massive Verzögerungen auf den Ämtern. Die gerade wieder erstarkende Wirtschaft des Landes könnte dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Schwache Signale kamen vom Arbeitsmarkt. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat am Dienstag die Arbeitslosenzahlen für September bekannt gegeben. Die Behörde registrierte zwar einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 0,2 Punkte auf 6,6 Prozent. Grund dafür ist die im September einsetzende Herbstbelebung, die die Arbeitslosenzahl regelmäßig drückt. Doch die Experten gingen von einem größeren Zahl neugeschaffener Arbeitsplätze aus, denn im Vergleich zu den Vorjahren sank die Quote schwächer.

Kommentare (68)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Programmierer

01.10.2013, 07:31 Uhr

Welch ein Wunder das der Dax über die 8600 steigt,warum auch nicht.
Die Maschinen sind weiter auf UP programmiert.
Solange die Notenbanken den Markt weiter fluten gibt es für die großen Teilnehmer keine Alternative.
Also mitmachen und nicht jammern.
Gewinne von 200% und mehr täglich möglich,ohne Risiko.

Programmierer

01.10.2013, 07:48 Uhr

Haushaltseinigung gescheitet da erwartet man umso mehr steigende Kurse, womit ist sonst viel Geld zu verdienen. Was meint ihr wie die Finanzmärkte früher bei so einer Meldung abgeschmiert wären. Heute regelt das die Notenbank damit weiter gespielt werden kann. Alles wird bezahlt. Die Handelssysteme stehen auf UP charttechnisch das zählt mehr als eine Pleite der USA:):):) Wer zahlt schafft an

Game_Over

01.10.2013, 07:54 Uhr

Ach wie schön. Da hat jemand die Puts nochmal schön billig gemacht. Konnte man gestern schon 200% mit verdienen - und das real und nicht virtuell wie der Programmierer an seiner Playstation.

Wer mag und nicht wie der Programmierer nur beschränkt in eine Richtung ist, kann heute morgen noch kurz die 20 Punkte nach oben mitnehmen. Spätestens heute Nachmittag verdaut die Wall Street dann erstmal den Shut Down. War auch die vergangenen 17mal so.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×