Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.09.2015

17:40 Uhr

Börse Frankfurt

Volkswagen-Desaster kann Dax nicht schocken

Die Abgasmanipulationen von Volkswagen haben am Montag zunächst den Dax ins Straucheln gebracht. Doch positive Stimmung an den US-Börsen lässt die Entwicklung drehen. Der Dax hat die 10.000 Punkte jetzt in Reichweite.

Börse am Abend

Abgasskandal wird VW-Gewinn beeinträchtigen

Börse am Abend: Abgasskandal wird VW-Gewinn beeinträchtigen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtKursgewinne an den US-Börsen haben den Dax in den Stunden bis zum Handelsschluss am Montag wieder ins Plus gehievt. Zuletzt notierte der Leitindex 0,3 Prozent fester bei 9948 Punkten. Zuvor hatten die Abgasmanipulationen von Volkswagen die Börse in Frankfurt in Atem gehalten. Der Wolfsburger Konzern hat massive Abgas-Manipulationen in den USA zugegeben, die dem Autobauer eine Milliarden-Strafe einbringen könnte. Im Raum stehen Sanktionszahlung von bis zu 18 Milliarden Dollar.

Die Anleger reagieren geschockt. VW-Papiere gaben zwischenzeitlich fast ein Viertel nach. Zum Handelsschluss stand immer noch ein Minus von 18,6 Prozent. Das ist der größte Kurssturz für das Papier seit sechs Jahren. Mit 132,20 Euro ist die Aktie nur noch halb so viel wert wie zum Allzeithoch im März dieses Jahres.

Größte Tagesverluste aktueller Dax-Werte

-38,55 Prozent

Titel: Infineon

Datum: 03.12.2008

Quelle: Bloomberg. Analysiert wurden die Tagesverluste der Dax-Werte, die zum 08.10.2015 im Index notiert waren.

-27,76 Prozent

Titel: Continental

Datum: 22.12.2008

(Ausscheiden aus dem Dax)

-25 Prozent

Titel: K+S

Datum: 5.10.2015

Grund: Rücknahme des Übernahmeangebots durch den kanadischen Konkurrenten Potash

-24,6 Prozent

Titel: Commerzbank

Datum: 29.9.2008

-24,4 Prozent

Titel: Infineon

Datum: 29.9.2008

-22,54 Prozent

Titel: SAP

Datum: 23.10.1996

-22,1 Prozent

Titel: K+S

Datum: 30.7.2013

-22,31 Prozent

Titel: Volkswagen

Datum: 03.11.2008

-20,44 Prozent

Titel: Volkswagen

Datum: 23.10.2008

Durch den aktuellen Kurssturz verlor der Wolfsburger Konzern rund 15 Milliarden Euro an Börsenwert. Das entspricht mehr als der gesamten Marktkapitalisierung der Commerzbank. „Unglaublich“, kommentiere ein Händler. „Die Abgas-Affäre dürfte den Markennamen ordentlich in Mitleidenschaft ziehen.“ Auch BMW und Daimler konnten den Verlusten nicht widerstehen. Die Aktien des Münchener Konzerns rutschten 1,53 Prozent ins Minus, der Stuttgarter Autobauer verlor 1,43 Prozent.

Volkswagen: Was Sie jetzt über die VW-Aktie wissen müssen

Volkswagen

Was Sie jetzt über die VW-Aktie wissen müssen

VW setzt seine Talfahrt fort. Allein in den vergangenen zwei Handelstagen haben die Aktien über 40 Prozent verloren. Die Abgas-Affäre zwingt den Konzern sogar zu einer Gewinnwarnung. Ein Überblick über das Börsenbeben.

Ebenfalls im Fokus: Vonovia (ehemals Deutsche Annington). Der Immobilienkonzern feierte heute den Einzug in die erste Börsenliga. Beobachter rechnen dadurch mit mehr Aufmerksamkeit und einem besseres Image für Vonovia. Hieran lässt sich unter anderem die rasant gestiegene wirtschaftliche Bedeutung der Branche ablesen, die in den vergangenen Jahren von der hohen Nachfrage nach Wohnraum als auch den Niedrigzinsen profitiert hat. Dafür muss der Chemiekonzern Lanxess weichen. Die Dax-Premiere misslang allerdings. Vonovia-Aktien notierten 0,22 Prozent leichter.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×