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24.11.2014

17:47 Uhr

Börse Frankfurt

Vorgezogene Bescherung für Dax-Anleger

Vergangene Woche beschenkte EZB-Chef Mario Draghi die Anleger mit einem Kursfeuerwerk. Heute sorgte der Ifo-Index für Feiertagslaune. Dax-Anleger bleiben damit in Kaufstimmung – doch wie lange hält die Rally?

Börse am Abend

Dax im Höhenflug - Bescherung geht weiter

Börse am Abend: Dax im Höhenflug - Bescherung geht weiter

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FrankfurtDax-Anleger bleiben in Kauflaune: Der „Draghi-Effekt“ und ein überraschend starker Ifo-Index sorgten am Montag für steigende Kurse. Nachdem es in der Vorwoche um gut fünf Prozent nach oben ging, stieg der Dax am Montag um weitere 0,54 Prozent und ging bei 9.785 Punkten aus dem Handel. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hatte die Spekulationen auf weitere Geldspritzen zuletzt angeheizt und befeuerte damit die Börsen.

Ifo-Index steigt erstmals seit sechs Monaten

Für gute Laune an der Börse sorgte zudem die verbesserte Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Der Geschäftsklima-Index (November) stieg von 103,2 auf 104,7 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen weiteren Rückgang von Deutschlands wichtigstem Konjunkturbarometer auf 103,0 Zähler erwartet. Die Konsumlaune in Deutschland dürfte sich ebenfalls aufgehellt haben: Am Donnerstag wird die Gesellschaft GfK Zahlen dazu liefern.

Die Verbesserungen beim Ifo seien deutlich und ein gutes Zeichen, sagte Peter Meister von der BHF-Bank. „Dies zeigt, dass wir im Euro-Raum und in Deutschland nicht auf eine Rezession zusteuern.“ Postbank-Analyst Thilo Heidrich bleibt allerdings skeptisch: „Ob der überraschende Anstieg des Ifo-Indexes schon die Trendwende zum Positiven war, werden erst die nächsten Monate zeigen. Denn die Unsicherheit, vor allem mit Blick auf die geopolitische Lage, bleibt hoch und bildet damit ein Abwärtsrisiko für den Konjunkturausblick.“

Für welche Geldanleger die Börse geeignet ist

Eigenverantwortung

Sie Wissen, dass Sie selbst die Verantwortung für Ihre Geldanlage übernehmen und schieben Verluste nicht auf die Tipps anderer.

Interesse

Sie beobachten das wirtschaftliche Geschehen national und international regelmäßig und scheuen sich nicht, weiteren Informationen gezielt nachzugehen und nach zu fragen.

Einsicht

Sie sind gewohnt, einmal getroffene Entscheidungen auch wieder zurückzunehmen, wenn Sie erkennen, dass sie falsch waren.

Eigensinn

Sie lassen sich nicht allzu leicht durch die Stimmung anderer anstecken und folgen niemals blindlings Empfehlungen, ohne sie selbst zu hinterfragen.

Vermögen

Sie verfügen über genügend liquide Mittel neben Ihrer Anlage an der Börse, um auch unvorhergesehene Probleme lösen zu können, ohne sofort auf Ihr angelegtes Geld zurückgreifen zu müssen (Faustregel: zwei Monatsgehälter als Reserve)

Quelle: Börse für Dummies

Anleihe-Investoren setzen auf Draghi

In Erwartung umfassender Wertpapierkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) haben Anleger am Montag bei südeuropäischen Anleihen erneut zugegriffen. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen spanischen Bonds erstmals unter die Marke von zwei Prozent auf 1,956 Prozent. Die Rendite ihrer italienischen Pendants markierte mit 2,139 Prozent ebenfalls ein Rekordtief.

Kommentare (18)

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Edi Haas

24.11.2014, 09:37 Uhr

"Dax-Anleger zwischen den Stühlen"

Aber natürlich, denn an der Börse kann es jeden Tag,wie immer und ewig, steigen oder fallen,oder fallen und steigen.

Herr Edgar Cayce

24.11.2014, 10:38 Uhr

Gute Einstellung. Einfach Gehirn ausschalten und akzeptieren, dass die Börse steigt oder fällt. Gegen eine geringe Gebühr darf man sein Geld sogar bei der Bank liegen lassen.

Herr Edi Haas

24.11.2014, 10:43 Uhr

Natürlich geht die Rally weiter. Wir befinden uns am Anfang eines 10-jährigen Bullenmarktes, den es so nie wiedergeben wird.

Seit dem Wochenende hängt bei uns im Wohnzimmer ein großes Ölgemälde, dass einen lächelnden Herrn Draghi zeigt.

Ich bin Herrn Draghi zutiefst dankbar für den wachsenden Reichtum, den er mir seit 2011 verschafft. Dieses Vermögen hätte ich nicht durch Arbeit verdienen können.

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