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21.03.2017

18:09 Uhr

Börse Frankfurt

Wall Street drückt Dax unter 12.000 Punkte

Am Dienstag kann das deutsche Börsenbarometer die wichtige Marke von 12.000 Punkten nicht mehr halten. Nach Eröffnung der New Yorker Börse ging es für den Dax abwärts: Kursverluste an der Wall Street machten Anleger nervös.

Börse am Abend

Dax schließt unter 12.000-Punkte-Marke

Börse am Abend: Dax schließt unter 12.000-Punkte-Marke

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FrankfurtDas gute Abschneiden des an den Börsen favorisierten Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron bei der ersten TV-Debatte im französischen Wahlkampf hat die Finanzmärkte am Dienstag zunächst beruhigt und den deutschen Aktienindex leicht ins Plus gehoben. Doch kurz nach Eröffnung der US-amerikanischen Börse ging es für den Dax auf Talfahrt. Sinkende Aktienkurse an der Wall Street trieben auch deutschen Anlegern die Sorgenfalten ins Gesicht. Sie reagierten mit Verkäufen – der Dax verlor bis zum Abend 0,7 Prozent und schloss unter der wichtigen Marke von 12.000 Zählern bei 11.962 Punkten.

Für den MDax ging es ein Prozent nach unten, der Index der mittelgroßen Unternehmen schloss bei 23.377 Punkten. Der TecDax, in dem Technologieunternehmen notieren, ging ebenfalls mehr als ein Prozent schwächer bei 1.969 Punkten aus dem Handel.

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Auch ein erstarkender Euro trübte die Kauflaune der Anleger. Die Gemeinschaftswährung kletterte erstmals seit Anfang Februar wieder auf rund 1,08 Dollar. Ein hoher Wechselkurs macht Waren aus der Euro-Zone auf dem Weltmarkt teurer – und könnte die Geschäfte von exportorientierten Unternehmen belasten.

Positiv überraschte die Aktie der Deutschen Bank. Sie stand zu Beginn der acht Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung der Deutschen Bank besonders im Fokus der Anleger. Zeitweise notierte die Aktie rund fünf Prozent höher als am Vortag, setzte sich an die Spitze der Dax-Gewinner und ging schließlich bei 16 Euro gut vier Prozent stärker aus dem Handel. Bei der anstehenden Kapitalerhöhung erhalten die Aktionäre für jeden ihrer Anteile ein Bezugsrecht, das ebenfalls an der Börse gehandelt wird. Um bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 6. April eine neue Aktie zum Preis von 11,65 Euro kaufen zu können, werden zwei Bezugsrechte benötigt.

Die Aussicht auf steigende Gewinne hat Anleger am Dienstag zum Einstieg bei Aktien von BMW ermutigt. Die Titel des Autobauers gewannen 1,6 Prozent. Damit waren sie unter den Spitzenreitern im Dax. BMW-Vorstandschef Harald Krüger kündigte bei einer Pressekonferenz in München eine Modelloffensive an.

2017 und 2018 sollen mehr als 40 neue und überarbeitete Modelle auf den Markt kommen. Bei den Auslieferungen, beim Umsatz und beim Konzernergebnis vor Steuern (EBT) soll es in diesem Jahr leichte Zuwächse geben. „Der Ausblick war gut, das hat Anleger überzeugt“, sagte ein Aktienhändler. BMW sei zudem traditionell etwas konservativ, was Geschäftsprognosen angehe.

Krüger will die kürzlich an Daimler abgegebene Führungsrolle in der Oberklasse wieder zurückerobern. Daimler gaben bereits nach den Aussagen des BMW-Chefs einen Teil ihrer Gewinne ab und gerieten dann in den Abwärtsstrudel des Dax. Volkswagen waren mit einem Kursminus von zwei Prozent Prozent unter den größten Verlierern im Dax.

Die besten Anlagen 2016

Zucker

Die Preise vieler Agrarrohstoffe sind 2016 deutlich gestiegen. Am deutlichsten stieg der Preis für Rohrzucker – auch wenn über die Hälfte der Performance seit dem Herbst wieder abgeschmolzen ist. Wer an den Terminbörsen zu Jahresbeginn 100.000 Euro in Zucker anlegte, hat jetzt 132.950 Euro auf dem Konto. Grund für den Anstieg sind Aussichten auf eine sinkende Produktion. Ähnlich ist es bei Kaffee, Baumwolle und Kakao. Ein höheres Angebot ließ dagegen die Preise für Mais und Weizen fallen.

Aktien Russland

Vom Absturz zu Beginn des Jahres erholten sich sowohl der Leitindex Micex als auch der Rubel deutlich. Hauptgründe dafür sind der steigende Ölpreis und nach der Trump-Wahl die Hoffnung auf ein besseres politisches Verhältnis zwischen den USA und Russland. Aus 100.000 in Russland angelegten Euro wurden so im vergangenen Jahr 152.950 Euro. Zum Vergleich: Aus 100.000 angelegten Euro wurden im amerikanischen Dow Jones - inklusive des Dollar-Anstiegs - „nur“ 116.140 Euro, im deutschen Dax waren es 106.780 Euro und im Euro Stoxx 50 der Standardwerte im Euro-Raum 100.770 Euro.

Öl

Der weitere Verfall des Ölpreises schockte die Anleger zu Jahresbeginn. Bis auf das Zwölfjahrestief von 27 Dollar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Bren bis zum Februar. Er erholte sich aber deutlich, in der Hoffnung darauf, dass die Ölstaaten die Fördermengen begrenzen. was sie Ende 2016 tatsächlich machten. Aus 100.000 in Öl-Terminkontrakte investierten Euro wurden bis am Jahresende 161.080 Euro.

Zink

Zink war 2016 der Rohstoff mit dem höchsten Preisanstieg. Im vergangenen Jahr stieg der Preis von Zink, das vielfach in der Industrie eingesetzt wird in Euro gerechnet um 62,84 Prozent.

Aktien Kasachstan

Das zentralasiatische Land ist der zweitgrößte Ölexporteur im postsowjetischen Raum und profitierte damit deutlich vom seit Mitte Februar wieder gestiegenen Ölpreis. Wer 100.000 Euro in den gerade mal neun Werte umfassenden Kase-Index investierte, machte einen Gewinn von 66,27 Prozent.

Aktien Peru

Die Aktie in Peru profitierte von der Wahl des neuen Präsidenten Pablo Kuczynski, der als liberal und wirtschaftsfreundlich gilt. Dazu sind im Leitindex Peru General S&P/BVL viele Minenwerte notiert – und die profitierten vom Anstieg der Minenpreise. Auch die Landeswertung Sol stieg. Das machte bei einer Investition von 100.000 Euro für hiesige Investoren einen Gewinn von 67.210 Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Börse allerdings ein Drittel verloren.

Aktien Brasilien

Vor allem das Amtsenthebungsverfahren gegen Staatschefin Dilma Rousseff trieb Brasiliens Aktienkurse und den Real nach oben, weil dadurch die Präsidentin abgelöst wurde, die das Land in die Rezession und den größten Korruptionsskandal aller Zeiten getrieben hatte. Dass inzwischen auch gegen die Regierung und Ihren Präsidenten Michel Temer Korruptionsvorwürfe bestehen, bremste die Hausse nicht – ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Land immer noch in der Rezession feststeckt. Unter dem Strich machten Anleger, die Anfang vergangenen Jahres 100.000 Euro in Brasiliens Leitindex investierten einen Gewinn von 76.160 Euro. So viel gab es in keiner anderen Anlageklasse.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand: 30.12.2016

Eine Verkaufsempfehlung der UBS-Analysten brachte allerdings hat Fresenius Medical Care am Dienstag ins Straucheln gebracht. Die Aktien fielen um fast vier Prozent und hielten im Dax damit die rote Laterne. Die Titel der Muttergesellschaft Fresenius verloren gut drei Prozent. UBS hatte FMC auf „sell“ von „buy“ heruntergestuft und das Kursziel mit 68 Euro von 100 Euro drastisch gesenkt. Auch bei Fresenius kassierten die Analysten ihre Kaufempfehlung ein, stuften die Titel aber nur auf „neutral“ herunter.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Baron v. Fink

21.03.2017, 15:39 Uhr

Deutsche Bank im Fokus der Anleger..
Da nutzt der Focus und die Lupe nix, das Eigenkapital werden sie nicht finden. Ha Ha Ha

Account gelöscht!

22.03.2017, 10:26 Uhr

"Herr Alfred E. Neumann - 09.03.2017, 12:35 Uhr

Liebe Kommentatoren, leider werden wir noch viereinhalb Jahre mit der psychopatologischen Zonenpfaffentochter oder dem Kriminellen Alkoholiker leben müssen.
Handlungsunfähig werden wir gezwungen zuzuschauen wie dieses großartige Land zugrunde gerichtet wird!"

@HBO
das ist sogar unter meinem Niveau.
Ich bin zwar ein glühender Anhänger von Trump und Putin,und verzweifel an der Grünsozialistischen Merkelregierung, und sehe für unser Reich nur die AFD als Rettung, aber das geht wirklich zu weit.
Bitte Neumann entfernen, der ist ja wohl MAD! Danke

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