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13.09.2016

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Wall Street lässt Dax in Minus rutschen

Nach einem guten Auftakt gab der deutsche Leitindex im Verlauf des Handels immer mehr nach. Und eine schwache Wall Street gab dem Dax den Rest. Experten warnen: Es stehen turbulente Wochen bevor.

Börse am Abend

Dax schließt im Minus

Börse am Abend: Dax schließt im Minus

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DüsseldorfNachlassende Spekulationen auf eine baldige US-Zinserhöhung haben die europäischen Börsen am Dienstag anfangs gestützt. Doch wegen widersprüchlicher Signale der Notenbank Fed scheuten Anleger aber größere Käufe. Nach dem die US-Börsen deutlich ins Minus drehten, verlor der Dax zum Handelsschluss 0,4 Prozent auf 10.386 Punkte. Der Euro Stoxx 50 verlor knapp ein Prozent.

Erleichtert reagierten Investoren zunächst auf Aussagen der US-Notenbankerin Lael Brainard. Sie warnte vor einem zu frühen Ende der lockeren Geldpolitik. Ihr Kollege Dennis Lockhart forderte dagegen eine "ernsthafte Diskussion" über eine Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung am 21. September. Am Freitag hatte sich Notenbanker Eric Rosengren für eine baldige Straffung der Geldpolitik ausgesprochen.

„Die Brainard-Rede war die letzte vor der Schweigeperiode", sagte DZ Bank-Analystin Birgit Figge. Außerdem stehe Brainard Janet Yellen sehr nah. Daher könnten Anleger die Aussagen als Hinweis auf die Meinung der Fed-Chefin zur US-Geldpolitik werten. Da die US-Notenbank die Finanzmärkte sicher sorgfältig auf eine Zinserhöhung vorbereiten wolle, sei ein solcher Schritt in der kommenden Woche unwahrscheinlicher geworden.

Aktienanleger müssten sich nicht nur wegen der Diskussion um die US-Geldpolitik auf turbulente Wochen einstellen, warnte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. Auch die nahende US-Präsidentschaftswahl und die unklaren Aussichten für die Weltwirtschaft schürten Unsicherheit. Finanzmarkt-Experte Richard Griffiths urteilte ähnlich und riet dazu, steigende Kurse für Gewinnmitnahmen zu nutzen.

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