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13.02.2017

18:35 Uhr

Börse Frankfurt

Wall Street treibt Dax und MDax an

Die andauernde Rekordlaune an der Wall Street hat zu Wochenbeginn den Leitindex Dax beflügelt. Auch der Index der mittelgroßen Werte, der MDAX, entwickelte sich positiv – und kletterte auf ein Allzeithoch.

Börse am Mittag

Vorsicht ist die Devise – Anleger eingeschüchtert

Börse am Mittag: Vorsicht ist die Devise – Anleger eingeschüchtert

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FrankfurtDer deutsche Leitindex arbeitete sich am Montag schrittweise nach oben und schloss 0,92 Prozent höher bei 11 774,43 Punkten. Damit steht der Dax wieder so hoch wie vor zwei Wochen. Auch den anderen deutschen Indizes half der Rückenwind aus Übersee: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann 0,95 Prozent auf 23 250,38 Punkte und setzte so seinen Rekordlauf fort. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,42 Prozent auf 1878,45 Zähler vor und hielt sich damit weiter auf dem höchsten Niveau seit Dezember 2015.

Die asiatischen Börsen hätten zudem von freundlicheren Signalen des US-Präsidenten Donald Trump gegenüber Japan und China profitiert und so auch die Kurse hierzulande angetrieben, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Dies seien erstaunlich gute Nachrichten für all diejenigen, die sich Sorgen über die Beziehungen der USA zu den beiden asiatischen Wirtschaftsmächten gemacht hätten.

Beim Treffen des US-Präsidenten mit Japans Premier Shinzo Abe am Freitag hatten beide Politiker den Willen zu einem Ausbau ihrer Sicherheits- und Wirtschaftskooperation betont. Zudem kam Trump vor dem Wochenende China entgegen - in einem Telefonat sicherte er dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping zu, sich in der Taiwan-Frage an die „Ein-China-Politik“ halten zu wollen.

Die schlechtesten Anlagen 2016

Sparbuch

Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand 30.12.2016

Mexikanischer Peso

Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro.

Britisches Pfund

Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell und legte zweistellig zu. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Aktien China

Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450Euro übrig.

Aktien Ägypten

In Ägypten gab die Zentralbank den Wechselkurs im November frei, das ägyptische Pfund stürzte ab. Der ägyptische Leitindex EGX 30 gewann zwar über 70 Prozent - Euro Anleger hatten aber am Jahresende von 100.000 investierten Euro nur noch 79.570 Euro übrig.

Aktien Ghana

Der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, verlor ebenfalls stark. Von 100.000 Euro bleiben nur 77.840 Euro übrig. Die agrarisch strukturierte Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes, schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein.

Aktien Nigeria

Deutsche Anleger, die 2016 an der kleinen nigerianischen Börse 100.000 Euro investierten, hatten Ende des Jahres nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Das lag vor allem daran, dass die Währung Naira im Sommer einbrach, nachdem die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung an den Dollar aufgab.

Kursbewegende Nachrichten gab es am Montag von etlichen Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe. Neben Geschäftszahlen sorgten Übernahmefantasien für Gesprächsstoff. Entsprechende Hoffnungen katapultierten die Aktien des Arzneiherstellers Stada auf ein Rekordhoch von 57,10 Euro - zum Handelsschluss stand noch ein Plus von 12,75 Prozent auf 56,03 Euro zu Buche. Gleich zwei Kaufinteressenten hatten den Konzern ins Visier genommen.

Aurubis-Papiere gewannen gut 4 Prozent und eroberten damit einen der vorderen Plätze im MDax. Der Kupferkonzern war zwar schwach in das neue Geschäftsjahr gestartet, bestätigte aber die Jahresziele.

Ansonsten standen vor allem Autozulieferer im Fokus. Die Aktien von Leoni gehörten nach der Bekanntgabe vorläufiger Jahreszahlen mit einem Plus von rund 5,58 Prozent ebenfalls zu den besten MDax-Werten. Ein Börsianer lobte den überraschend hohen Dividendenvorschlag.

Papiere von Konkurrent Stabilus zogen nach der Vorlage von Zahlen zum ersten Geschäftsquartal um 7,60 Prozent an - das bedeutete den ersten Platz im SDax, dem Index der weniger kapitalisierten Unternehmen.

Lange Gesichter dagegen bei den Fans und Aktionären vom BVB: Die Titel verloren 0,68 Prozent. Laut Händlern stimmt die Niederlage der Dortmunder im Bundesliga-Spiel gegen Darmstadt die Anleger skeptisch. „Am Dienstag müssen die Borussen ja nach Lissabon, und so richtig rund läuft es bei ihnen im Moment nicht.“

Bei Grammer ging der Höhenflug vor dem Hintergrund eines Machtkampfs mit plus 3,10 Prozent weiter. Die Investorenfamilie Hastor hält zwischen 20 und 30 Prozent der Aktien, was zuletzt Übernahmefantasien geschürt und die Aktien auf ein Rekordhoch getrieben hatte.

Ein kräftiges Wachstum im vergangenen Jahr bescherte dem Onlineplattform-Betreiber Scout24 einen Kursanstieg von mehr als 2 Prozent. Ein Händler lobte vor allem die Entwicklung der Profitabilität.

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Der EuroStoxx 50 schloss 1,05 Prozent höher bei 3305,23 Punkten. Auch die Börse in Paris zog deutlich an, während der Londoner Leitindex FTSE 100 nur etwas zulegte. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial rückte zum europäischen Handelsschluss um rund ein halbes Prozent vor.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,08 Prozent am Freitag auf 0,09 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 142,37 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,13 Prozent auf 163,89 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach und notierte zuletzt bei 1,0602 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt auf 1,0629 (Freitag: 1,0629) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9408 (0,9408) Euro.

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