Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.08.2013

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Warten auf Fed verschreckt Anleger

Der Dax verabschiedet sich mit einer mauen Bilanz ins Wochenende. Die Anleger wollen nicht in den Handel eingreifen, solange die Fed keine Tatsachen schafft. Bei den Einzelwerten ragten die Aktien von Xing hervor.

Dax hält sich über 8.400 - Microsoft-Aktie hebt ab

Video: Dax hält sich über 8.400 - Microsoft-Aktie hebt ab

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtDer letzte Handelstag der Woche steht symptomatisch für die gesamte Woche. Von der Eröffnung an trippelte der Leitindex in engen Bahnen um seinen Vortagskurs umher. Ein leichter Schwenk nach oben, ausgelöst durch die Eröffnung der US-Börsen, verpuffte schnell. Am Ende blieb dem Dax ein mageres Plus von 0,2 Prozent auf 8417 Punkte. Die Wochenbilanz liest sich ähnlich bescheiden.

In der zweiten Börsenliga verlief der Handel ein wenig lebhafter. Der MDax schloss 0,6 Prozent fester auf 14.839 Punkte. Der TecDax erklomm bei einem Punktestand von 1043 Zählern zeitweise ein neues Sechs-Jahres-Hoch. Am Ende verabschiedete sich der Technologieindex mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 1041 Punkte ins Wochenende.

An der Wall Street kämpfte der Dow Jones bis zum Frankfurter Börsenschluss um sein Vortagsniveau von 14.970 Punkten. Der S&P-500 legte 0,2 Prozent zu und der Nasdaq 0,5 Prozent.

Für Aufsehen sorgte die Meldung über das baldige Ausscheiden Steve Ballmers als Konzernchef von Microsoft. Auf der Homepage des Unternehmens kündigte Ballmer seinen Abschied in den kommenden zwölf Monaten an. Die Microsoft-Anleger feierten die Meldung mit einem Plus von 7,1 Prozent.

„Der Dax hält sich stabil auf hohem Niveau“

Für viele Anleger ähnelt der Handel an den Börsen mehr einem Geduldsspiel. Seit Tagen dümpeln die Umsätze auf sehr niedrigen Niveaus und die Spanne, in denen sich der Dax bewegt, sind ungeheuer eng. Einziger Ausläufer war der Donnerstag, an dem der Leitindex rund 1,4 Prozent zulegen konnte.

Die Lethargie an den Märkten hat zwei Gründe: Erstens gehen die Anleger in Anbetracht der Tatsache, dass die Fed sich nicht festlegen will, wann das sogenannte "Tapering" starten soll, auf Nummer sicher und bringen ihre Gewinne in trockene Tücher. Zweitens fehlt den meisten Investoren schlichtweg das Vertrauen, als dass sie an eine nachhaltige positive Entwicklung der Kurse glauben könnten. Viele bleiben dem Handel deswegen komplett fern.

"Der Dax hält sich recht stabil auf hohem Niveau", sagte ein Händler mit Blick auf die Entwicklung über die Sommermonate hinweg. So kurz vor dem Wochenende überwiege nun wohl eher die Vorsicht. "Hin und wieder schlägt die Unsicherheit darüber durch, wie und wann die Fed beginnt, die geldpolitischen Zügel zu straffen, aber im Großen und Ganzen sollte es weiter nach oben gehen."

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

Überraschendster Titel auf dem Aktienparkett in Frankfurt waren heute die Papiere des Karriere-Netzwerk Xing. Die im TecDax notierten Aktien schossen um bis zu 12,6 Prozent ins Plus und markierten bei einem Kurs von 78,40 Euro ein neues Rekordhoch. Am Ende lagen die Papiere noch 7,7 Prozent im Positiven. Übernahmespekulationen haben die Aktien nach oben getrieben. "Es kursieren Gerüchte im Markt, wonach es einen Interessenten für Xing gibt", sagte ein Börsianer. Bei dem Karriere-Netzwerk war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Xing ist eine Tochter des Medienkonzerns Burda. Im zweiten Quartal hatte die Firma vor allem mit Zusatzangeboten für Arbeitgeber den Umsatz steigern können.

Kommentare (47)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Muesli-Bruder

23.08.2013, 07:28 Uhr

Vorbörslich 8438 - knacken wir die 8500 heute?

Programmierer

23.08.2013, 07:30 Uhr

Die Reise geht weiter nach oben.Solange die Notenbanken
den Geldhahn nicht abdrehen ist das Casino weiter geöffnet.
Einige Mächtige spielen ihr Spiel und mehren ihre Gewinne.
Der normale Mensch kann da nur staunend zusehen.
Es funktioniert wie ein Schneeballsystem. Aber ich habe das Spiel durchschaut. Jeder kann reich werden,nachhaltig ist das nicht.

Freidenker

23.08.2013, 07:45 Uhr

Spielt das noch eine Rolle ob wir die 8500 knacken?
Das irre Spiel des billigen Geldes geht weiter.
Werden dadurch Arbeitsplätze geschaffen? Nein, nur einige
wirklich Mächtigen verdienen an diesem System mit Duldung
der Politik.
Aber irgendwann werden die Bauern,die kleinen Leute
keine Lust mehr haben den Supermarkt des Kapitalismus zu füllen.
Irgendwann kommt auch die breite Masse darauf, daß man Geld nicht essen kann.
Auch hier die vermeintlich erfolgreichen Poster hier werden noch die Augen öffnen,wenn sie es schaffen.
Aber der Schleier der Erkenntnis kann nur kommen wenn kein Mangel an Bildung herrscht.
Zockt nur weiter, erfreut euch an schnellen Gewinnen,aber ist doch nicht normal das einige Derivate inerhalb von Sekunden ihren Wert verdreifachen.
Lebt ruhig in euer Scheinwelt mit Kursmanipulationen.
Aber seit gewarnt, der Zeit kommt und die erkennende Masse macht den Aufstand.
Das hat auch nicht alles mit der FED zu tun.
Nein meine Freunde, Der Stiefel stinkt von unten.
Ich lehne mich lächelnd zurück und warte.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×