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20.04.2011

08:50 Uhr

Börse Japan

Intel-Zahlen treiben Nikkei an

Tokios Börse profitiert von guten Intel-Ergebnissen. Vor allem Technologie-Titel legen zu. Der schwächere Dollar macht Rohstoff-Anlagen attraktiver.

Die Börse in Tokio. Quelle: dpa

Die Börse in Tokio.

TokioEine kräftige Erholung der Technikaktien hat der Tokioter Börse am Mittwoch Auftrieb gegeben. US-Chipgigant Intel hatte am Vortag nach Börsenschluss in den USA überraschend starke Absatzzahlen vorgelegt. Wegen des schwächeren Dollars stiegen die Rohstoffpreise sowie der Euro.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel 1,76 Prozent höher bei 9606 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,16 Prozent auf 837 Zähler. Auch die Börsen in Taiwan und Hongkong sowie die Märkte in Singapur und Südkorea lagen im Plus. Die US-Börsen hatten am Vortag fester geschlossen.

Nachdem die Technologiewerte am Tag zuvor nach enttäuschenden Ergebnissen von Texas Instruments Federn lassen mussten, zogen sie am Mittwoch infolge der Intel-Absatzzahlen wieder an. Der amerikanische Chiphersteller verzeichnete im ersten Quartal einen Umsatzsprung von 25 Prozent auf 12,8 Mrd. Dollar, den Experten nicht erwartet hatten. Damit wischte Intel Bedenken beiseite, das Geschäft des weltgrößten Chipherstellers könne unter dem abflauenden Wachstum des PC-Markts leiden. In Tokio stiegen Advantest-Aktien um 3,4 Prozent, Ibiden-Titel um sechs Prozent und Tokyo Electron-Papiere kletterten um vier Prozent.

„Der Markt erholt sich, aber das wird nicht lange währen“, warnte allerdings Analyst Kenichi Hirand von Tachibana Securities. Bis die japanischen Geschäftergebnisse Ende dieses Monats vorlägen würden sich die Investoren nicht für längere Zeit binden. Der Nikkei werde es schwer haben, die Marke von 9700 zu überwinden. Tokios Aktien haben zwar zwei Drittel der starken Verluste nach der Naturkatastrophe am 11. März und er anschließenden Atomkrise wieder gutgemacht. Japans Exporte aber sind nach dem Erdbeben noch stärker zurückgegangen als von Experten erwartet. Es wird damit gerechnet, dass die Ausfuhren in den kommenden Monaten wegen der zahlreichen Engpässe nach dem Beben weiter zurückgehen und das Wirtschaftswachstum belasten.

Der Euro erholte sich im fernöstlichen Devisenhandel wieder nach starken Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich.

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins Anfang des Monats schon einmal von einem Rekordtiefstand infolge der Finanzkrise angehoben hatte, erwarten die Anleger bald einen weiteren Anstieg. Der Euro wurde zu Börsenschluss in Tokio bei 1,4335 Dollar gehandelt. Gegenüber der japanischen Währung lag er bei 118,40 Yen und der Dollar wurde bei 82,59 Yen gehandelt. Der schwächere Dollar ließ die Rohstoffe in ihrer Attraktivität steigen, weil diese überwiegend in Dollarpreisen gehandelt werden. So näherte sich der Goldpreis seinem Rekordhoch an, während Silber den höchsten Stand seit 31 Jahren erreichte. Auch die Ölpreise legten leicht zu.

Von

rtr

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