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04.01.2010

07:46 Uhr

Börse Japan

Nikkei gewinnt knapp ein Prozent

Die Börse in Tokio startet mit deutlichen Gewinnen ins neue Jahr. Die Anleger spekulieren auf positive Daten vom US-Arbeitsmarkt. Eine neue Handelsplattform soll den häufig pannenanfälligen Handel in Tokio schneller machen. Heute griffen Anleger vor allem bei Japan Airlines zu.

HB HONGKONG. Die Börsen in Asien haben sich am ersten Handeltag im neuen Jahr uneinheitlich präsentiert. In Tokio erhofften sich die Anleger von Konjunkturdaten in dieser Woche Hinweise auf eine weitere Erholung in den USA. Der Leitindex Nikkei schloss auf dem höchsten Stand seit 15 Monaten. Ein schwächerer Yen half zudem Exportwerten auf die Sprünge. An den chinesischen Handelsplätzen gerieten in einem wechselvollen Handel vor allem Banken- und Immobilienwerte unter Druck.

In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ein Prozent auf 10 654 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,9 Prozent auf 915 Zähler zu. Auch die Aktienmärkte in Südkorea und Taiwan notierten fester. Dagegen verzeichneten die Börsen in Hongkong und der chinesische Leitindex in Shanghai Verluste. Auch das Börsenbarometer in Singapur notierte tiefer. Die Wirtschaftsleistung in dem Stadtstaat schrumpfte im vierten Quartal mit 6,8 Prozent deutlicher als angenommen.

In Japan dominierte dagegen Optimismus vor den US-Arbeitsmarkdaten am Freitag. Analysten rechnen im Durchschnitt damit, dass im Dezember 20 000 Menschen in den USA ihren Job verloren haben. Einige Anleger in Fernost wetteten aber offenbar darauf, dass zum ersten Mal seit zwei Jahren die Zahl der Beschäftigten wieder angestiegen ist. Zu den Gewinnern gehörten die Papiere des Autobauers Honda, die 1,9 Prozent zulegten. Die Aktien von Sony verteuerten sich um 2,3 Prozent.

Die Titel der angeschlagenen Fluggesellschaft Japan Airlines schossen 31 Prozent in die Höhe. Medienberichten zufolge will die staatliche Development Bank of Japan (DBJ) ihre Kreditlinie für JAL auf 200 Mrd. Yen (1,5 Mrd. Euro) verdoppeln. Ein Sprecher der Bank erklärte, das Institut prüfe eine entsprechende Anfrage der Regierung. Der Start der neuen Handelsplattform "Arrowhead" in Tokio verlief offenbar problemlos. Das System soll eine deutlich schnellere Abwicklung der Geschäfte ermöglichen und die Kapazitäten erhöhen.

Der Euro tendierte zu Wochenbeginn im fernöstlichen Handel gegenüber dem Dollar schwächer. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4305 Dollar gehandelt, nach zuletzt 1,4323 Dollar im US-Handel. Der Dollar kostete 92,80 Yen, nachdem die US-Währung zuletzt in New York mit 93,00 Yen bewertet worden war. Der Euro gab gegenüber der japanischen Währung auf 132,71 Yen nach 133,20 Yen nach.

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