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18.01.2010

07:44 Uhr

Börse Japan

Nikkei im Minus, Bankenwerte schwach

Die Zahlen von JP Morgan belasten die asiatischen Märkte. Der Nikkei geht mit deutlichen Verlusten aus dem Handel, Bankenwerte gehören zu den größten Verlierern.

HB TOKIO. Nach dem Wochenende sorgen Daten aus den USA für Kursverluste. Deutliche Verluste der US-Bank JPMorgan Chase bei der Hypothekenfinanzierung und im Kreditkartengeschäft haben an den Aktienmärkten in Fernost am Montag Abschläge ausgelöst. Die am Freitag vorgelegten Zahlen des Finanzriesen weckten Zweifel an der Nachfrage der Verbraucher im für die Region wichtigsten Exportmarkt USA. Vor allem der Nikkei verzeichnete Verluste. In China belasteten Warnungen der Regulierer an Banken, bei der Kreditvergabe in diesem Jahr vorsichtig zu sein.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit 1,2 Prozent auf 10 855 Punkten im Minus. Der breiter gefasste Topix-Index fiel um 0,9 Prozent auf 957 Zähler. Auch die Märkte in Shanghai, Taiwan und Hongkong verzeichneten Abschläge. In Singapur und Südkorea hingegen gab es Gewinne. An der Seouler Börse trieben Technologie- und Atomkraftwerte den Markt an.

"Wenn auf dem Haupt-Exportmarkt keine verbrauchergestützte Erholung zu erwarten ist, ist dies ziemlich negativ für Asien", sagte Analyst Andrew Sullivan von MainFirst Securities.

Ausländische Händler zeigten sich wegen des US-Feiertags am Montag zurückhaltend. Die US-Märkte sind am Martin-Luther-King-Tag geschlossen.

Die Aktien von Mizuho gaben 1,6 Prozent nach. Die Papiere des Konkurrenten Sumitomo Mitsui büßten 0,8 Prozent ein. In dieser Woche werden noch Bank of America, Citigroup und Morgan Stanley ihre Bilanzzahlen veröffentlichen und damit weiteren Aufschluss über die Situation der Verbraucher in den USA liefern. Auch die Anteilsscheine von Nippon Oil verloren zu Beginn der Woche. Der Irak übt Druck auf den Ölkonzern aus, eine Einigung über die Entwicklung des Nassirija-Ölfeldes zu erzielen.

Anhaltende Sorgen um die griechischen Finanzen belasteten den Euro und stärkten Yen. Die Regierung in Athen kämpfe noch darum, die Märkte von ihren Reformplänen zu überzeugen, hieß es am Montag in einer Mitteilung von Westpac. "Der Markt ist ultraempfindlich, was jede damit verbundene Nachricht oder Information angeht." Ein Euro wurde mit 1,4369 Dollar bewertet nach 1,4386 Dollar im späten New Yorker Handel am Freitag. Der Dollar wurde mit 90,87 Yen gehandelt nach 90,82 Yen in den USA.

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