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16.03.2011

08:37 Uhr

Börse Japan

Nikkei schafft die Wende – vorerst

Vondpa , dapd

Nach den Panikverkäufen vom Dienstag trauen sich einige Investoren zurück an die Tokioter Börse. Der Nikkei gewinnt fast sechs Prozent, Toyota-Aktien steigen noch stärker.

Die Börse in Tokio. Quelle: Reuters

Die Börse in Tokio.

Tokio

Nach zwei Tagen Talfahrt hat sich die japanische Börse am Mittwoch spürbar erholt.

Trotz einer Eskalation der Atomkatastrophe stiegen die Indizes in Tokio deutlich an. Ein neues Feuer im Atomkraftwerk Fukushima und die Sorge um die Strahlenfreisetzung schürten allerdings weiter die Nervosität der Investoren. "Der Markt interessiert sich heute nicht für Fundamentalwerte", sagte Norihiro Fujito, Investment-Stratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Alle Augen seien auf das AKW gerichtet.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg um 5,7 Prozent auf 9.093 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index rückte um 6,6 Prozent auf 817 Zähler vor.

Auch an anderen asiatischen Aktienmärkten griffen die Anleger wieder vorsichtig zu. Die Börsen in Singapur, China, Taiwan, Korea und Australien lagen im Plus.

Am Dienstag hatte die Eskalation der Atomkrise an der japanischen Börse den größten Kurssturz seit dem Höhepunkt der Finanzkrise ausgelöst, der Nikkei war um mehr als zehn Prozent gefallen. Nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami mit mindestens 10.000 Toten treibt die Märkte vor allem die Angst vor einer Strahlenkatastrophe nur 240 Kilometer nördlich von Tokio um. Dennoch stiegen nach dem Schwarzen Dienstag wieder die Kurse. "Die Erholung ist ziemlich stark, weil Investoren gemerkt haben, dass sie gestern ein bisschen zu viel Panik bekommen haben", sagte Fujio Ando von Chibagin Asset Management.

Gewinne von mehr als acht Prozent gab es etwa für den Elektronikkonzern Sony. Das Unternehmen hatte bekanntgegeben, Teile seiner Produktion ins Ausland zu verlagern, weil mehrere japanische Fabriken seit dem Erdbeben geschlossen sind. Toyota-Aktien legten nach starken Verlusten um über neun Prozent zu.

Kommentare (2)

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Karl

16.03.2011, 08:33 Uhr

Dumme Propaganda !
Die 3 großen Zentralbanken pupen Fiat-Money in die Aktienmärkte.
Alles Schein - kein Sein !!!!!

Sportpilot

16.03.2011, 12:51 Uhr

Aha: "pupen Fiat-Money" - zum Glück ist der harte EURO kein Fiat-Money. Nur das Wort "pupen" verstehe ich nicht?
http://de.wikipedia.org/wiki/Fiatgeld

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