Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.09.2013

08:44 Uhr

Börse Japan

Nikkei schließt über 14000 Punkten

Zunächst sah alles nach einem schwachen Handelstag in Tokio aus. Die Ungewissheit über Syrien und die Fed sorgten für Zurückhaltung. Im späten Handel drehte der Nikkei jedoch ins Plus.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Ungewissheit über einen US-Militärschlag gegen Syrien sowie die weitere Geldpolitik der Fed haben am Mittwoch für Zurückhaltung an den Aktienmärkten in Asien gesorgt. "Angesichts solcher Unwägbarkeiten sind Kursaufschläge nur schwer möglich", sagte Analyst Lee Kyung-Soo von Shinyoung Securities. Allerdings konnten die meisten Märkte ihre anfänglich deutlichen Verluste im Verlauf begrenzen. Die Tokioter Börse schaffte bis Handelsende sogar leichte Aufschläge. Der Euro notierte in Fernost bei 1,3165 Dollar nach 1,3170 im späten US-Geschäft.
Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte im Verlauf kaum verändert. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei 0,5 Prozent fester bei 14.053 Punkten. Zuvor hatten Gewinnmitnahmen die Tokioter Börse belastet. Es sei kein großes Wunder, dass einige Anleger nach den jüngsten Kurszuwächsen Kasse machen wollten, sagten Analysten. In den beiden Tagen zuvor hatte er noch um 4,4 Prozent auf den höchsten Stand seit fast drei Wochen zugelegt. In Tokio war das Handelsaufkommen nach Angaben von Marktteilnehmern aber eher gering. Vor den wichtigen Konjunkturdaten, die in den nächsten Tagen anstehen, hielten sich die Investoren insgesamt zurück.


US-Präsident Barack Obama hatte am Dienstag Rückendeckung zweier wichtiger Republikaner aus dem Kongress für ein militärisches Eingreifen in Syrien erhalten. Damit scheint ein US-Militärschlag näher zu rücken. Allerdings muss das US-Parlament erst noch darüber abstimmen, was nicht vor nächster Woche geschehen dürfte.
Viele Anleger wollten zudem die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag und die japanischen BIP-Zahlen am Montag aber auch die Entscheidung über die Tokioter Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2020 am Samstag abwarten, sagte Chef-Fondsmanager Mitsushige Akino von Ichiyoshi Asset Management. Deutlich stärker als der Gesamtmarkt konnten die Papiere von Canon -zulegen: Sie schlossen 3,8 Prozent fester. Der weltgrößte Digitalkamera-Hersteller will Aktien für umgerechnet bis zu rund 380 Millionen Euro zurückkaufen.
Am Mittwoch begann auch das zweitägige geldpolitische Treffen der Bank von Japan. Allerdings wurde keine Änderung der ultra-lockeren Geldpolitik erwartet, die die Bank im April eingeleitet hatte.

Von

png

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×