Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.03.2013

14:14 Uhr

Börse Mailand

Anleger stoßen italienische Aktien ab

Auf Wochensicht hat der italienische Leitindex mehr als drei Prozent verloren. Am Freitag gossen die Arbeitslosenzahlen noch Öl ins Feuer. Größter Verlierer an der Börse sind die Aktien von Berlusconis Medienkonzern.

Fallender Kurs an einer Anzeigetafel. Italienische Aktien bleiben auf Talfahrt. dpa

Fallender Kurs an einer Anzeigetafel. Italienische Aktien bleiben auf Talfahrt.

FrankfurtDie Mailänder Börse kommt seit den Parlamentswahlen auf keinen grünen Zweig: Der Leitindex verlor am Freitag bis zu 1,9 Prozent und notierte damit schwächer als die übrigen Börsen in Europa. Auf Wochensicht fiel der Index um mehr als drei Prozent.

Bislang zeichnet sich in Italien noch keine Regierungsbildung ab. Der Chef des italienischen Mitte-Links-Bündnisses, Pier Luigi Bersani, schloss eine große Koalition mit dem Mitte-Rechts-Lager von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi aus. Auch die Protestbewegung um den Ex-Komiker Beppe Grillo steht für Koalitionen nicht zur Verfügung, sondern will nur in Einzelfällen mit der künftigen Regierung zusammenarbeiten.

Die Spekulationen dürften sich auf eine von der Protestpartei 5-Sterne-Bewegung tolerierten Minderheitsregierung Bersanis sowie auf Neuwahlen in naher Zukunft konzentrieren, schrieben die Analysten der Landesbank Berlin in einem Kommentar. „Beide Varianten stellen einen hohen Unsicherheitsfaktor für die Märkte dar.“

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Wie dringend nötig die Konjunkturflaute in Italien bekämpft werden müsste, zeigten am Freitag unter anderem die Arbeitslosenzahlen, die im Januar auf einen Rekordwert stiegen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2013 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 1,0 (2012: minus 2,2) Prozent.

Größte Verlierer in Mailand waren am Freitag die Aktien von Silvio Berlusconis Mediaset, die mehr als sieben Prozent nachgaben. Analysten gehen davon aus, dass 2013 für den Medienkonzern ein wirtschaftlich schwieriges Jahr werden könnte. Zudem könnte die Verstrickung Berlusconis in zahlreiche juristische Auseinandersetzungen die Aktien belasten, sagten Händler. Der 76-Jährige wird unter anderem verdächtigt, bei einem Geschäft von Mediaset Steuerbetrug begangen zu haben.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Buy_on_bad_news

02.03.2013, 11:53 Uhr

Klarer Kauf für mich! Italienische Aktien sind was für Schnäppchenjäger.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×