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13.07.2015

23:39 Uhr

Börse New York

Abgewendeter Grexit beflügelt Wall Street

Im allerletzter Moment wird ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland beschlossen. Das treibt auch die Börsen in New York an. Zudem pusht eine Milliardenfusion in der Energiebranche. Dow Jones & Co. notieren im Plus.

Wie der Wall Street-Handel lief

Börsianer warten auf Quartalszahlen

Wie der Wall Street-Handel lief: Börsianer warten auf Quartalszahlen

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New YorkDie Anleger in den USA haben am Montag erleichtert auf die Einigung im Schuldenstreit mit Griechenland reagiert. Zudem sorgte die anhaltende Erholung der chinesischen Aktienmärkte für gute Stimmung an der Wall Street. Zu Wochenbeginn wurde bekannt, dass China seine Exporte im Juni überraschend gesteigert hat, was Sorgen vor einer allzu starken Konjunkturabkühlung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt dämpfte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 1,22 Prozent auf 17.977 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,11 Prozent auf 2099 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit plus 1,48 Prozent bei 5071 Stellen aus dem Handel. Der Dax in Frankfurt verabschiedete sich mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 11.484 Punkten in den Feierabend. Der EuroStoxx50 stieg um 1,8 Prozent auf 3591 Zähler.

Apple-Aktien verteuern sich

Auf den Einkaufszetteln der Investoren in New York stand unter anderem Apple. Die Aktien des Technologiekonzerns verteuerten sich um knapp zwei Prozent, nachdem ein Broker die Titel in Erwartung eines erfolgreichen Marktstarts des neuen iPhone 6S im September auf "kaufen" hochgestuft hatte.

Netflix-Aktien kletterten um vier Prozent. Goldman Sachs hatte das Kursziel für die Aktie des Streaminganbieter hochgestuft. Groß war die Nachfrage auch nach Papieren von Mark West, die 14 Prozent zulegten. Das Gasunternehmen wird von der Tochter des Energiekonzerns Marathon Petroleum, MPLX, für fast 16 Milliarden Dollar übernommen. Marathon-Aktien notierten knapp acht Prozent im Plus, MPLX-Papiere stürzten dagegen knapp 15 Prozent ab.

Die größten Verwalter privater Vermögen

Der Markt für Vermögensverwalter

Der Markt für Verwalter privater Vermögen hat ein Volumen von 20,6 Billionen Dollar.
Die zehn größten Vermögensverwalter beherrschen davon 47 Prozent. Allein die UBS kommt auf einen Marktanteil von 9,9 Prozent.

In diesem Ranking nicht berücksichtigt: Vermögensverwalter, die sich nicht auf vermögende Privatkunden fokussieren, wie Blackrock.

Quelle: Scorpio Partnership

Die dynamischsten Vermögensverwalter

Das schnellste Wachstum unter den Vermögensverwaltern legte die BMO Financial Group aus Kanada hin. Durch Übernahmen wuchs das verwaltete Vermögen um 80 Prozent auf 326,4 Milliarden Dollar.

Unter den Top 10 Vermögensverwaltern wuchs JPMorgan Chase & Co. am schnellsten. Die Amerikanier steigerten das verwaltete Vermögen um 19 Prozent auf 428 Milliarden Euro.

Platz 10

Goldman Sachs, USA
Verwaltetes Vermögen: 363 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 10 Prozent

Platz 9

HSBC, Großbritannien
Verwaltetes Vermögen: 365 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 4,5 Prozent

Platz 8

BNP Paribas, Frankreich
Verwaltetes Vermögen: 371 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 6,2 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 6,3 Prozent

Platz 7

J.P.Morgan Chase & Co., USA
Verwaltetes Vermögen: 428 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 18,6 Prozent

Platz 6

Citi Bank, USA
Verwaltetes Vermögen: 551 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr: Keine Angaben, da die Bank ihre Berechnungsgrundlagen geändert hat.

Platz 5

Royal Bank of Canada, Kanada
Verwaltetes Vermögen: 704 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 4,6 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 13,8 Prozent

Platz 4

Credit Suisse, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 884 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 0,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 10,6 Prozent

Platz 3

Bank of America Merill Lynch
Verwaltetes Vermögen: 1,98 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,3 Prozent

Platz 2

Morgan Stanley, USA
Verwaltetes Vermögen: 2,03 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,1 Prozent

Platz 1

UBS, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 2,04 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 3,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 15 Prozent

Quelle: Scorpio Partnership

"Angesichts der sich anbahnenden Lösung zu Griechenland folgen die US-Märkte den Weltmärkten", sagte der Chef-Ökonom von Rockwell Global Capital in New York, Peter Cardillo. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone einigten sich am Morgen auf die Umrisse eines dritten Hilfspakets von 82 bis 86 Milliarden Euro. Der Reformkompromiss muss jetzt im Eiltempo durch das Parlament in Athen gebracht werden. Außerdem müssen noch die Parlamente einiger Euro-Staaten - darunter auch der Bundestag - der Vereinbarung zustimmen.

Am Devisenmarkt verpuffte die Freude über die Hellas-Einigung schnell. Die Gemeinschaftswährung konnte ihr Tageshoch von 1,1196 Dollar nicht halten und verbilligte sich auf 1,1003 Dollar. Grundsätzlich sei der Griechenland-Deal zwar positiv für den Euro, sagte Ian Gunner, Portfolio-Manager des Altana Hard Currency Fund. "Allerdings räumt er ein potenzielles Hemmnis für die geplante Fed-Zinserhöhung aus dem Weg." Dies gebe dem Dollar Auftrieb.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 750 Millionen Aktien den Besitzer. 2242 Werte legten zu, 830 gaben nach und 128 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1.66 Milliarden Aktien 2001 im Plus, 811 im Minus und 121 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 6/32 auf 97-9/32. Sie rentierten mit 2,439 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 4/32 auf 95-28/32 und hatten eine Rendite von 3,216 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.07.2015, 16:59 Uhr

Die US-Börsen haben von der Konkursverschleppung in Griechenland nun wirklich keinerlei Vorteile. Warum sie dennoch gerade deswegen steigen sollten, erklärt sich nur mit der verbreiteten Dummheit auch unter Investoren - nicht nur in Europa.

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