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12.11.2015

22:55 Uhr

Börse New York

Aktienverkäufe auf breiter Front

Am Donnerstag rasselten die großen US-Indizes in den Keller. Die Ungewissheit über die seit Monaten erwartete Zinswende nagt an den Nerven der Anleger. Firmennachrichten führten vereinzelt zu dramatischen Verlusten.

Der Dow Jones gab am Donnerstag nach.

Händler in New York

Der Dow Jones gab am Donnerstag nach.

New YorkDie Zinsunsicherheit und gesunkene Ölpreise haben die Wall Street am Donnerstag belastet. Händler sprachen von Aktienverkäufen auf breiter Front. Groß blieb die Ungewissheit über die seit Monaten erwartete Zinswende in den USA.

Verschiedene Aussagen von Notenbankvertretern deuteten auf eine Zinswende schon im Dezember hin. Fed-Chefin Janet Yellen hielt sich dazu bedeckt. Fed-Mitglied James Bullard zufolge könnten die USA in eine längere Phase niedriger Zinsen eintreten.

"Das könnte bedeuten, dass die Fed zwar handelt, aber nach der ersten Anhebung kein Zyklus folgt", sagte Commerzbank-Stratege Ulrich Leuchtmann. Der Internationale Währungsfonds rät dagegen von einer raschen Zinserhöhung ab.

Der Dow-Jones -Index mit den 30 Standardwerten schloss 1,4 Prozent tiefer auf 17.448 Punkten. Der breiter aufgestellte S&P 500 gab ebenfalls 1,4 Prozent auf 2046 Stellen nach. Der Nasdaq-Index sank um 1,2 Prozent auf 5005 Zähler. Auch die europäischen Aktienanleger gingen auf Nummer sicher und machten Kasse. Der Dax ging 1,2 Prozent schwächer bei 10.782 Punkten aus dem Handel, der EuroStoxx50 verlor 1,8 Prozent auf 3387 Zähler.

Zuvor hatte der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, in einer Rede gesagt, dass die Krisenpolitik der Fed nicht mehr benötigt werde. Bullard verwies auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Inflation, die sich beide den Zielen der Notenbank annäherten.

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Zudem meinte der regionale Fed-Präsident von New York, William Dudley, die Bedingungen für einen Anstieg des Leitzinses könnten bald erfüllt sein. Diese Aussage fand unter Anlegern besonders Gehör, da Dudley eigentlich als „Taube“ gilt, also als Vertreter einer eher weichen geldpolitischen Linie.

Im Blickpunkt standen an der Wall Street die Aktien von Kohl's, nachdem die Kaufhauskette einen überraschend hohen Umsatz gemeldet hatte. Die Titel verteuerten sich um rund sechs Prozent.

Der Medienkonzern Viacom hatte zwar bei Umsatz und Ergebnis die Erwartungen der Experten verfehlt. Allerdings rechnet das Unternehmen mit einem besseren Anzeigengeschäft im aktuellen Geschäftsjahr. Die Papiere legten um knapp 1 Prozent zu.

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