Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2010

15:14 Uhr

Börse New York

Alcoa und Chevron drücken US-Kurse

Enttäuschende Zahlen des Aluminiumgiganten Alcoa und eine Gewinnwarnung des Ölkonzerns Chevron haben die US-Aktienmärkte am Dienstag belastet. Die Überlegungen von US-Präsident Barack Obama für eine Sonderabgabe für die mit Steuergeldern geretteten Geldhäuser belasteten Bankwerte. Zudem machten sich erneut Sorgen um die Erholung der Wirtschaft breit.

Händler an der New Yorker Wall Street. ap

Händler an der New Yorker Wall Street.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 10 627 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte der Leitindex zwischen 10 568 und 10 663 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,9 Prozent auf 1136 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 1,3 Prozent auf 2282 Punkte. Der Dax in Frankfurt ging mit einem deutlichen Minus von 1,6 Prozent auf 5943 Zähler aus dem Handel und fiel damit wieder unter die wichtige Marke von 6000 Punkten.

Neben Alcoa verschreckte auch der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron die Anleger an der New Yorker Börse mit einem negativen Geschäftsausblick. Chevron erklärte, wegen schwächerer Raffinerie-Margen würden die Ergebnisse des vierten Quartals deutlich hinter den Zahlen des Vorquartals zurückbleiben. Die Aktien gaben 0,7 Prozent nach.

Alcoa verzeichnete weitaus größere Verluste und fiel um 11,1 Prozent. Niedrige Preise für das Leichtmetall, der schwache Dollar und hohe Stromrechnungen brockten dem Unternehmen aus Pittsburgh im vergangenen Vierteljahr einen Nettoverlust von 277 Mio. Dollar ein.

Die mögliche Sonderabgabe belastete die Bankenwerte und führte zu Gewinnmitnahmen. Die Pläne setzten die Gewinnspannen der größeren Banken unter Druck, sagte Analyst Alan Lancz. Laut Branchenkreisen könnte Obama mit der Gebühr mehr als 100 Mrd. Dollar einnehmen. Die Aktien von JPMorgan Chase fielen um 2,3 Prozent. Die Papiere von Bank of America büßten 3,4 Prozent ein. Das Institut blickt zudem einem weiteren Problem entgegen. Die SEC hat eine weitere Klage gegen das Geldhaus wegen angeblicher Regelverstöße bei der Übernahme von Merrill Lynch eingereicht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×